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Vorbereitungen für Weltraumroboter in Spanien

Alle Rechte vorbehalten © Petrovich9/iStockphoto

Mit dem „Planetary Robotics Vision Scout“-Projekt (ProViScout) fördert die Europäische Kommission die zukünftige Erkundung des Alls. Als gemeinsames EU-Projekt führt es die wichtigsten europäischen Gruppen zusammen, die an robotischem Sehen für die planetarische Weltraumforschung arbeiten. Das Ergebnis ist futuristische Technologie – heute.

Auf dem Mars war er noch nicht – aber eines Tages wird er dort sein.

Im September war im Rahmen des Planetary Robotics Vision Scout-Projekts (ProViScout) ein Roboter namens Idris an Feldversuchen auf den Kanarischen Inseln beteiligt. Die Versuche fanden im El Teide Nationalpark auf Teneriffa statt. Dieser besitzt zahlreiche Eigenschaften, die man auch auf der Oberfläche des Mars findet: eine flache Landschaft, feiner, vulkanischer Sand, Kies und Felsnasen.

PRoViScout, ein gemeinsames, über das Siebte Rahmenprogramm (RP7) finanziertes EU-Projekt,   vereint die wichtigsten europäischen Forschergruppen, die am Robotersehen (Robot Vision) für die planetarische Weltraumforschung arbeiten. Der Fachbereich Informatik der Aberystwyth University (Großbritannien) etwa holte den Roboter Idris auf die Kanaren.

Die September-Tests brachten ProViScout in seiner Mission voran, bessere bildverarbeitende Computertechniken zu entwickeln, mit denen sich Gefahren beim Navigieren und Ansatzpunkte für weitere wissenschaftliche Studien ermitteln lassen. Die Ermittlungen – von Idris ohne menschliches Eingreifen ausgeführt – sind von entscheidender Bedeutung für langfristige Aufklärungs- und Erkundungsmissionen auf anderen Planeten.

Die geleistete Grundlagenarbeit ist enorm wichtig für Weltraummissionen, die immer anspruchsvoller werden und somit auch länger dauern. Solche Missionen müssen wesentlich selbstständiger ablaufen als bisher – mit Robotern, die eigene Entscheidungen treffen, wenn es darum geht, zu navigieren, wichtige wissenschaftliche Proben auszuwählen und diese möglicherweise auch für den Transport zur Erde zu entnehmen.

Mobile Systeme, wie die im El Teide getesteten, spielen in Weltraummissionen eine entscheidende Rolle. Dank der ebenso schnellen wie stabilen Verarbeitung und Aufbereitung wissenschaftlicher Daten vor Ort werden die Einsätze deutlich effizienter und können die begrenzt zur Verfügung stehende Zeit maximal nutzen. ProViScout wird die Bausteine robotischen Sehens für derartige autonome Erkundungssysteme bereitstellen.

Prof. Dave Barnes, Mitglied der Space and Planetary Robotics Group am Fachbereich Informatik der Aberystwyth-Universität, erläutert: „2011 führten wir im Rahmen des ProVisG-Projekts einen Feldversuch mit dem von EADS (European Aeronautic Defence and Space) entwickelten Astrium Bridget Rover auf Teneriffa durch. Im vergangenen September kam ein Aberystwyth Rover zum Einsatz, der wissenschaftliche Ziele ausmachte und ansteuerte – mithilfe neuer und hochentwickelter Software, die im Verlauf des ProViScout-Projektes entwickelt worden war.“

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