Länder auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft

Kroatien, Island, Montenegrodie ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien und die Türkei sind Kandidatenländer.  Mit Montenegro und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien wurden keine Beitrittsverhandlungen aufgenommen.

Den übrigen Ländern des westlichen Balkans — Albanien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und des Kosovo im Sinne der Resolution 1244 des UN Sicherheitsrats — wurde eine EU-Mitgliedschaft in Aussicht gestellt, sobald und sofern sie dafür bereit sind. Sie gelten als potentielle Kandidaten.

Für alle Länder des westlichen Balkans hat die EU den so genannten " Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess" eingeleitet, der sie nach und nach enger an die EU heranführen soll. Dank diesem Prozess haben diese Länder für nahezu alle ihre Ausfuhren bereits freien Zugang zum EU-Binnenmarkt und erhalten finanzielle Unterstützung für ihre Reform bemühungen. Das Kernstück des Prozesses bildet ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (siehe zum Beispiel das Abkommen zwischen der EU und Kroatien), bei dem es sich um eine Vertragsbeziehung zwischen der EU und dem jeweiligen Land des westlichen Balkans mit beiderseitigen Rechten und Pflichten handelt. Die Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen stellen in erster Linie auf die Wahrung wichtiger demokratischer Grundsätze und die Kernelemente des EU-Binnenmarkts ab. Durch den Freihandel mit der EU und die dazugehörigen Disziplinen (Wettbewerb und staatliche Beihilfen, geistiges Eigentum usw.) und Rechte (z. B. Niederlassungsrecht) und durch Reformen im Hinblick auf die Übernahme der EU-Standards können die Volkswirtschaften der Region die Integration mit der EU einleiten. Die Erfüllung der Bedingungen vorausgesetzt, wird 2008 mit jedem Land des westlichen Balkans ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen unterzeichnet bzw. bereits in Kraft sein.