Montenegro ist ein potenzieller Kandidat für die Mitgliedschaft in der EU, nachdem es im Dezember 2008 einen Beitrittsantrag eingereicht hat. Die Kommission erarbeitet derzeit ihre Stellungnahme zu diesem Antrag, die dem Ministerrat voraussichtlich 2010 vorgelegt wird. (Weitere Einzelheiten zum Verfahren: Voraussetzungen für eine Erweiterung und Schritt für Schritt)
Stabilisierungs-
und Assoziierungsabkommen (SAA)
(unterzeichnet 2007, noch nicht
ratifiziert)
Interimsabkommen über Handel und handelsbezogene Fragen
(2008)
Europäisches Partnerschaftsabkommen
(2007)
Abkommen über
Visaerleichterungen
und
Rückübernahme
(2008). Eine Liberalisierung der Visabestimmungen wurde
vorgeschlagen.
• Seit dem Jahr 2000 profitiert Montenegro von autonomen Handelsmaßnahmen der EU.
• Mit dem Interimsabkommen über Handel wurden der Zugang für montenegrinische Waren in die EU verbessert und den Ausfuhren der EU nach Montenegro Handelspräferenzen eingeräumt.
• Den größten Teil der Exporteinnahmen machen der Tourismus und die Aluminiumherstellung aus.
• Die EU ist wichtigster Handelspartner des Landes und größter ausländischer Investor.
Aus- und Einfuhren (2007)
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Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen in die EU |
57% des BIP |
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Einfuhren aus der EU |
104,7% des BIP |
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Ausländische Direktinvestitionen (EU27: 50 % der Gesamtzuflüsse) |
44,2% des BIP |
Zeittafel:
1. Mai 2010 – Das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen tritt in Kraft
15. Juli 2009 – Europäische Kommission bietet Montenegro Liberalisierung der Visabestimmungen an.
23. April 2009 – Der Rat fordert die Kommission zur Stellungnahme über Montenegros Beitrittsgesuch auf.
15. Dezember 2008 – Montenegro stellt Antrag auf EU-Beitritt.
27. Mai 2008 – Europäische Kommission stellt Fahrplan vor, in dem die erforderlichen Schritte für eine Liberalisierung der Visabestimmungen mit Montenegro dargelegt werden.
21. Februar 2008 – Aufnahme der Gespräche über die Liberalisierung der Visabestimmungen.
1. Januar 2008 -
Interimsabkommen über Handel und handelsbezogene Fragen
sowie Abkommen über
Visaerleichterungen
und
Rückübernahme
treten in Kraft.
15. November 2007 – Unterzeichnung des IPA-Rahmenabkommens zwischen der Regierung Montenegros und der Europäischen Kommission.
1. November 2007 – Die Delegation der Europäischen Kommission in Podgorica nimmt ihre Arbeit auf.
19. Oktober 2007 – Das Parlament von Montenegro verabschiedet mit Zweidrittelmehrheit die Verfassung, die am 22. Oktober offiziell ausgerufen wird.
15. Oktober 2007 – Unterzeichnung des Stabilisierungs-
und Assoziierungsabkommens (SAA)
in Luxemburg.
18. September 2007 – Unterzeichnung der Abkommen über Visaerleichterungen und Rückübernahme mit der EU.
15. März 2007 – Paraphierung des Stablisierungs- und Assoziierungsabkommens (SAA) in Podgorica.
22. Januar 2007 – Der Rat verabschiedet eine
Europäische Partnerschaft
für Montenegro.
26. September 2006 – Aufnahme der SAA-Verhandlungen mit Montenegro:erste offizielle Runde und erste technische Runde.
10. September 2006 – Parlamentswahlen in Montenegro.
24. Juli 2006 – Der Rat der EU verabschiedet Verhandlungsmandat für ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) mit Montenegro.
12. Juni 2006 – Der Rat der EU erklärt seinen Willen für einen weiteren Ausbau der Beziehungen mit Montenegro als souveränem, unabhängigem Staat.Bilaterale Anerkennungen durch Mitgliedstaaten folgen.
3. Juni 2006 – Das montenegrinische Parlament erklärt die Unabhängigkeit des Landes.
21. Mai 2006 – Bei einem Referendum stimmt die Mehrheit der Wähler (55,5 %) für die Unabhängigkeit Montenegros.
3. Mai 2006 – Unterbrechung der Verhandlungen mit Serbien und Montenegro, da sich die serbische Regierung nicht an Bedingungen des ICTY hält.
Oktober 2005 – Aufnahme der Verhandlungen für ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Serbien und Montenegro.Die Verhandlungen erfolgen auf Grundlage eines zweigleisigen Ansatzes.
Juli 2003 – Aufnahme des verstärkten ständigen Dialogs zwischen der EU und der Staatengemeinschaft Serbien und Montenegro.
Juni 2003 – Auf dem Europäischen Rat von Thessaloniki wird die europäische Perspektive für die Länder des westlichen Balkans bestätigt.
März 2002 – Unterzeichnung des Belgrader Abkommens über eine Neuordnung der Staatengemeinschaft Serbien und Montenegro.
2001 – Einleitung des Programms Gemeinschaftshilfe für Wiederaufbau, Entwicklung und Stabilisierung (CARDS).
November 2000 – Auf dem Gipfel von Zagreb wird der Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess (SAP) für fünf Länder Südosteuropas eingeleitet.
November 2000 – Rahmenabkommen zwischen der Föderativen Republik Jugoslawien und der EU über die Gewährung von Hilfe und Unterstützung durch die EU an die Föderative Republik Jugoslawien.Die EU gewährt Montenegro autonome Handelspräferenzen.
1997 – Regionaler Ansatz:Der EU-Ministerrat knüpft den Ausbau der bilateralen Beziehungen mit den westlichen Balkanländern an politische und wirtschaftliche Bedingungen.