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Erweiterung, 3 Jahre nachher

Europäische Kommission - Erweiterung - Erweiterung, 3 Jahre nachher - Mehr Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr – Tschechien und Lettland: Klassenbeste!

Mehr Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr – Tschechien und Lettland: Klassenbeste!

Die Europäische Charta zur Sicherheit im Straßenverkehr geht auf eine Initiative der Europäischen Kommission zurück; in ihr sind Einrichtungen, Verbände und Organisationen aufgerufen, konkret zu handeln, Ergebnisse auszuwerten und der Einsicht zum Durchbruch zu verhelfen, dass der Verkehrstod immer noch zu viele Opfer fordert. Allen, die an der Initiative teilnehmen, sollte Gelegenheit geboten werden, Ideen und Erfahrungen europaweit auszutauschen, denn jeder kann in dieser Sache von jedem lernen und sich zu Verbesserungen der Verkehrssicherheit in Europa anregen lassen.

Die Europäische Charta zur Sicherheit im Straßenverkehr verleiht den Unterzeichnerverbänden europaweit Anerkennung und bewirkt, dass die Aktionen zur Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr in ganz Europa wahrgenommen werden.

Am 29. November 2006 fand in Brüssel die Preisverleihung für Exzellenz im Bereich Straßenverkehrssicherheit statt, und diese Feier bot zugleich Gelegenheit, der Öffentlichkeit die innovativen und erfolgreichen Initiativen vorzustellen, die unternommen werden, damit das Sterben auf Europas Straßen ein Ende nimmt.

Es wurden Preise für sechs Kategorien von Initiativen vergeben, und zwar für Initiativen von Großunternehmen/multinationalen Unternehmen, mittelständischen Unternehmen, Verbänden, Behörden, regierungsunabhängigen und ähnlichen Organisationen sowie von Regionen und Städten. In zwei Kategorien entschied das Preisgericht zugunsten von Vereinigungen aus den neuen Mitgliedstaaten, und zwar für die lettische “Statoil Latvija” in der Kategorie Großunternehmen/multinationale Unternehmen und für die tschechische "Policie Ceské republiky" in der Kategorie Behörden.

"Statoil Latvija" arbeitet in der Treibstoff- und Erdölerzeugnisbranche und betreibt ein Netz von Tankstellen. Das preisgekrönte Projekt von Statoil Latvija besteht in einer Reihe von Aktionen, wie der unentgeltlichen Verleihung von Reflektoren in Schulen, mit entsprechender Bedienungsanleitung, um auf diese Weise die Sichtbarkeit der Kinder bei Dunkelheit zu gewährleisten. Das Unternehmen hat zudem eine CD „In der Stadt unterwegs“ herausgebracht, mit der Kinder die Möglichkeit erhalten, spielend die Verkehrsregeln zu erlernen. Statoil stellt die CD den Schulen und Kindern unentgeltlich zur Verfügung und bietet sie in ihren Tankstellen überall in Lettland zum Verkauf an.

Darüber hinaus hat sich Statoil dazu verpflichtet, gemeinsam mit der Direktion Sicherheit im Straßenverkehr und dem Lettischen Automobilclub (LAMB) das Projekt „Sehen und gesehen werden“ durchzuführen. Von 2005 bis 2008 bieten die Autoreparaturwerkstätten der Statoil ihren Kunden einmal jährlich eine unentgeltliche fachmännische Überprüfung aller Scheinwerfer und Signallampen an. Die Servicestationen von Statoil beteiligen sich ferner an Verkehrserziehungsprojekten, wie zum Beispiel an der Werbekampagne für die Verwendung von Sicherheitsgurten und an der Aufklärungskampagne „Rette Deinem Freund das Leben – gegen Alkohol am Steuer“, oder bieten in Zusammenarbeit mit dem Lettischen Roten Kreuz Erste-Hilfe-Kurse für Autofahrer an.

Den Preis in der Kategorie Behörden erhielt für Tschechien die Städtische Verkehrspolizei der nordböhmischen Stadt Aussig (Ústí nad Labem). Die Mannschaft besteht aus 35 Polizisten, die in einem Bezirk mit 118.000 Einwohnern 62.900 Fahrzeuge kontrollieren.

Zielgruppe dieses Projekts sind Schüler und Studenten, mit sicherlich weiterreichenden positiven Auswirkungen, da Kinder, die die Verkehrsregeln beherrschen, das Verkehrsverhalten ihrer Eltern positiv beeinflussen können. Die Polizei hält in den 25 Grundschulen der Stadt in der zweiten, dritten und sechsten Klasse Vorträge über Sicherheit im Straßenverkehr. Es gibt ferner die Initiative „Ein Tag bei der Verkehrspolizei“, in dessen Verlauf die Kinder auf das Erlernte hin überprüft werden. Die Schüler können dabei einen Spielführerschein für Fahrräder und Roller erwerben.

Um die Anzahl der von Anfängern verursachten Verkehrsunfälle zu reduzieren, organisiert die Verkehrspolizei in neunzehn Fahrschulen Vorträge; diese Veranstaltungen nehmen sechs Stunden im Monat in Anspruch und richten sich an 120 angehende Autofahrer. In den Vorträgen geht es beispielsweise um die gefährlichen Ecken in der Altstadt von Aussig und die Ursachen und Auswirkungen der dort immer wieder auftretenden Unfälle. Die Verkehrspolizisten reden auch über gesetzeswidriges Verhalten und klären die Jungfahrer über die sie in solchen Fällen erwartenden Strafen auf. Gleichzeitig untersucht die Verkehrspolizei allmonatlich die Ursachen der sich in der Stadt ereignenden Unfälle und veröffentlicht die Ergebnisse in den lokalen und landesweiten Medien.

Diese zwei preisgekrönten Projekte sind Beispiele dafür, wie einzelne Vereinigungen in den neuen Mitgliedstaaten mit Unterstützung vonseiten der EG die Initiative ergreifen und dafür sorgen, dass Europas Straßen insbesondere für Kinder sicherer werden.

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Letzte Aktualisierung: 27/10/2011