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Erneuerbare Energie

Aktionspläne und Vorausschätzungen

Nach Artikel 4 der Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen müssen die Mitgliedstaaten bis zum 30. Juni 2010 nationale Aktionspläne für erneuerbare Energie vorlegen. Diese Pläne, die nach einem von der Europäischen Kommission festgelegten Muster zu erstellen sind, geben detailliert Aufschluss darüber, wie jeder Mitgliedstaat sein rechtsverbindliches 2020-Ziel für den Erneuerbaren-Anteil am Endenergieverbrauch erreichen will.

Nationale Aktionspläne für erneuerbare Energie

Die Mitgliedstaaten haben der Kommission ihre nationalen Aktionspläne für erneuerbare Energie bis zum 30. Juni 2010 unterbreitet. Darin informieren sie über die sektorspezifischen Ziele, den geplanten Technologiemix, ihren Richtpfad und die Maßnahmen und Reformen, die sie durchführen werden, um die Hindernisse für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beseitigen.

Hinweis: Die Berichte wurden in der jeweiligen Sprache des Mitgliedstaates vorgelegt, und diese Sprachfassung ist die einzige verbindliche Fassung. Die Übersetzungen ins Englische dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Die Europäische Kommission übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit der Daten und Informationen in diesen Übersetzungen und lehnt jede Haftung im Zusammenhang mit deren Nutzung ab.

Die Kommission hat die Aktionspläne insbesondere auf ihre Vollständigkeit und Glaubwürdigkeit hin geprüft. Außerdem beauftragte die Europäische Umweltagentur das Energieonderzoek Centrum Nederland (ECN), eine externe Datenbank einzurichten und die Daten quantitativ auszuwerten.

EEA countries

Vorausschätzungen

Sechs Monate vor Ablauf der Frist für die Übermittlung der nationalen Aktionspläne für erneuerbare Energie veröffentlicht jeder Mitgliedstaat eine Vorausschätzung und unterbreitet sie der Kommission.

In ihren Vorausschätzungen gehen zehn Mitgliedstaaten davon aus, ihre nationalen Zielvorgaben für erneuerbare Energien zu übertreffen, während fünf damit rechnen, die Kooperationsmechanismen der Richtlinie in Anspruch nehmen zu müssen, um ihre Zielvorgabe zum Teil durch den Ausbau erneuerbarer Energien in einem anderen Mitgliedstaat oder einem Drittland zu erreichen. Zwar rechnen die Mitgliedstaaten damit, die Kooperationsmechanismen nur für geringe Mengen Energie zu nutzen (rund 2-3 Mio. t RÖE), aber insgesamt übersteigt die vorausgeschätzte Erzeugung mit erneuerbaren Energien das 20%-Ziel und erreicht 20,3 %.