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Kernenergie

Entsorgung radioaktiver Abfälle

Radioaktive Abfälle fallen nicht nur bei der Verwendung von Kernkraft zur Stromerzeugung an, sondern auch bei zahlreichen anderen Anwendungen wie der Strahlentherapie oder industriellen Tests. Die sichere Entsorgung dieser Abfälle ist daher eine Herausforderung für alle Mitgliedstaaten, unabhängig davon, wie sie jeweils zur Kernkraft stehen.

Schwach- und mittelaktive Abfälle sind inzwischen nicht mehr so problematisch, aber für hoch radioaktive Abfälle und abgebrannte Brennelemente gibt es noch kein einziges Endlager. Die ersten Endlager dieser Art dürften zwischen 2020 und 2025 in verschiedenen EU-Mitgliedstaaten in Betrieb genommen werden.

Radioaktive Abfälle: Kommission begrüßt Verabschiedung der Richtlinie über radioaktive Abfälle

Am 19. Juli 2011 verabschiedete der Rat die von der Kommission am 3. November 2010 vorgeschlagene Richtlinie über die Entsorgung abgebrannter Brennelemente und radioaktiver Abfälle. Nach der Richtlinie müssen die Mitgliedstaaten nationale Programme vorlegen, die Aufschluss darüber geben, wann, wo und wie sie Endlager zu bauen und zu betreiben beabsichtigen, die höchste Sicherheitsstandards garantieren. Mit der Richtlinie werden die Sicherheitsstandards für die Europäische Union rechtsverbindlich und durchsetzbar gemacht. Die Mitgliedstaaten müssen erstmals 2015 über die Durchführung ihrer nationalen Pläne Bericht erstatten.