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Kernenergie

Forschung

Das RP7 Euratom soll die wesentlichen Themen und Herausforderungen der Kernforschung angehen und zur weiteren Konsolidierung des Europäischen Forschungsraums im Kernenergiesektor beitragen. Zum RP7 Euratom gehören zwei spezifische Programme: eines zu den „indirekten“ Maßnahmen zu Fusionsforschung, Kernspaltung und Strahlenschutz sowie eines zu den „direkten“ Forschungsmaßnahmen der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC).

Die Generaldirektion „Forschung“ der Kommission verwaltet die indirekten Maßnahmen. Die spezifischen Programme sind mit 1 947 Mio. Euro für die Fusionsforschung und 287 Mio. Euro für Kernspaltung und Strahlenschutz sowie mit 517 Mio. Euro für die einschlägigen Forschungsmaßnahmen der JRC ausgestattet. Die JRC ist auch ein Partner in vielen der Konsortien, die indirekte Maßnahmen im Fusionsbereich durchführen.

In der nachstehenden Tabelle sind die Beträge ausgewiesen, die seit dem RP4 Euratom für die Forschungsprojekte in den Bereichen Fusion, Kernspaltung und Strahlenschutz sowie in der JRC bereitgestellt wurden. Wegen der verstärkten Forschungstätigkeit im Fusionsbereich (ITER) ist das Budget für das RP7 Euratom im Vergleich zum RP6 fast doppelt so hoch.

RPZeitraumFusionSpaltungJRCGesamt
RP41994-1998794 Mio. Euro170 Mio. Euro271 Mio. Euro1235 Mio. Euro
RP51998-2002788 Mio. Euro191 Mio. Euro281 Mio. Euro1260 Mio. Euro
RP62002-2006824 Mio. Euro209 Mio. Euro319 Mio. Euro1352 Mio. Euro
RP72007-20111947 Mio. Euro287 Mio. Euro517 Mio. Euro2751 Mio. Euro

Kernspaltung:

Am 21. September 2007 wurde die Technologieplattform für nachhaltige Kernenergie in Brüssel offiziell ins Leben gerufen. Sie dient der Koordinierung von Forschung, Entwicklung, Demonstration und Einführung im Bereich der Kernspaltung zum Zweck der Energieerzeugung. Sie bringt Stakeholder aus der Industrie (Technologieanbieter, Versorger und andere Nutzer), Forschungseinrichtungen einschließlich Organisationen für technische Sicherheit, Hochschulen und nationale Vertreter zusammen.

Kernfusion:

Zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung und technologischen Entwicklung auf dem Gebiet der Kernfusion wurde für einen Zeitraum von 35 Jahren ab dem 19. April 2007 ein Europäisches Gemeinsames Unternehmen für den ITER und die Entwicklung der Fusionsenergie errichtet. Seine Mitglieder sind Euratom, vertreten durch die Kommission, die Mitgliedstaaten der Europäischen Union und bestimmte Drittländer, die mit Euratom Kooperationsabkommen im Bereich der kontrollierten Kernfusion geschlossen haben.