Europäische Infrastruktur

Energieinfrastrukturprioritäten bis 2020 und danach - Ein Konzept für ein integriertes europäisches Energienetz

 

Am 19. Oktober 2011 hat die Europäische Kommission ihren Vorschlag für eine Verordnung zu „Leitlinien für transeuropäische Energieinfrastruktur“ vorgelegt. Dieser Vorschlag soll sicherstellen, dass bis 2020 strategische Energienetze und Speicher fertig gestellt sind. In diesem Zusammenhang hat die Kommission 12 vorrangige Korridore und Gebiete für die Energieinfrastrukturkategorien Strom, Gas, Erdöl und CO2 benannt. Und wir schlagen vor, Projekte, die zur Umsetzung dieser Prioritäten beitragen, den Status "von gemeinsamem Interesse" zuzuerkennen.

Fakten und Zahlen

Highlights

 

Wussten Sie, dass...

  • die EU bei allen fossilen Brennstoffen immer abhängiger wird von Einfuhren. 2009 erreichte die Abhängigkeit von Öleinfuhren 83,5 %, und bei Gas waren es 64,2 %.
  • die Diversifizierung von Lieferwegen und Bezugsquellen eine strategische Priorität der EU ist, da die Zahl der Öl- und Gaslieferanten zu klein ist.
  • der Grad der Abhängigkeit von einem Mitgliedstaat zum nächsten stark schwankt. Dänemark ist der einzige Nettoausführer während Malta seinen gesamten Energiebedarf einführen muss.

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Politische initiative

17. November 2010

In der Mitteilung werden strategische Infrastrukturziele genannt und eine neue Vorgehensweise zu deren Verwirklichung vorgeschlagen. Dazu zählen klare und transparente Kriterien für die Auswahl der Projekte von europäischem Interesse, um die Genehmigungsverfahren zu beschleunigen, die Kosten von länderübergreifenden Projekten gerechter aufzuteilen sowie neue Finanzierungsmechanismen.

Rechtsvorschriften

19. Oktober 2011

Durch die vorgeschlagene Verordnung zu "Leitlinien für transeuropäische Energieinfrastruktur" soll sichergestellt werden, dass bis 2020 strategische Energienetze und Speicheranlagen fertig gestellt werden.

Die Kommission hat ferner vorgeschlagen, aus der Fazilität "Connecting Europe" des nächsten Mehrjahresfinanzrahmens Investitionen im Umfang von 50 Mrd. Euro zu finanzieren, um die Verkehrs-, Energie- und Telekommunikationsnetze in ganz Europa auszubauen. Für den Energiesektor werden 9,1 Mrd. Euro für transeuropäische Infrastruktur bereitgestellt.