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Leonardo Da Vinci Programm

"Vergabekriterien": Qualitätskriterien für die Anträge


Allgemeine Qualitätskriterien für Erstvorschläge und Vollanträge

Gemeinschaftlicher Mehrwert
Antragsteller sollen den transnationalen Charakter und den Mehrwert des Projekts für die Berufsbildungspolitik und -praxis in den Mitgliedstaaten erläutern. Ferner sollen sie klar begründen, warum ein LEONARDO-Projekt das beste Mittel ist, um auf einen erkannten Bedarf oder ein erkanntes Problem in der Berufsbildung zu reagieren, und wie die LEONARDO-Mittel genutzt werden, um innovative Ansätze in der Berufsbildung zu entwickeln und zu verbreiten oder um die Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit von Begünstigten/Zielgruppen zu verbessern.

Die Anträge müssen ihren innovativen Charakter betonen, der sich beispielweise auf folgende Aspekte beziehen kann: neue Ansätze in der Anwendung bestehender Methoden, Instrumente oder Produkte, um diese für neue Themen und/oder Zielgruppen einzusetzen, neue Produkte als Antwort auf bestehende Probleme, neue Formen der Zusammenarbeit/Vernetzung zwischen Partnereinrichtungen und/oder politischen Entscheidungsträgern.

Partnerschaft verschiedenartiger Akteure
LEONARDO DA VINCI steht allen Einrichtungen offen, die in der Berufsbildung tätig sind. Vorrang wird transnationalen Partnerschaften eingeräumt, die in sinnvoller Weise unterschiedliche Akteuren einbeziehen, die einen wirksamen Beitrag zu den Projektzielen leisten können.

Von besonderem Interesse sind auch Partnerschaften, die auf eine Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Berufsbildungseinrichtungen (einschließlich Hochschulen und berufsbildenden Schulen) und Unternehmen (einschließlich KMU) abzielen oder Sozialpartner und Gebietskörperschaften einbeziehen.

Chancengleichheit
Die Antragsteller sollen in allen Projektphasen (d.h. Konzipierung, Durchführung und Evaluierung des Projekts) den Grundsatz der Chancengleichheit berücksichtigen.

Insbesondere ist in den Anträgen zu erläutern, auf welche Weise die Chancengleichheit für Frauen und Männer in der Berufsbildung verbessert werden soll.

Besonders berücksichtigt werden Anträge, die auf den Berufsbildungsbedarf von Personen mit dem Risiko der Ausgrenzung vom Arbeitsmarkt abzielen.

Valorisierungsplan
Erstanträge mussen ein allgemeine Umrisse enthalten, wie die Projektträger die Verbreitung und Nutzung der erwarteten Resultate durch den End- und potentiellen Begünstigten während und nach dem Ende der Projektlaufzeit beabsichtigen.

 

Allgemeine Qualitätskriterien nur für Vollanträge

Qualität des Arbeitsprogramms
Das Arbeitsprogramm ist ein wesentlicher Bestandteil des Vollantrags. Es muss klar und detailliert die Aktivitäten jeder Arbeitsphase darstellen, die beteiligten Partner und ihre Aufgaben, den Zeitaufwand für jede Aktivität zusammen mit den entsprechenden Ressourcen sowie die Zwischen- und Endergebnisse. Das Arbeitsprogramm muss die Einbeziehung der Anwender der Projektergebnisse berücksichtigen. Es muss des Weiteren eine Evaluierung und gegebenenfalls Testanwendungen mit den Zielgruppen des Projekts vorsehen, um zu gewährleisten, dass die Inhalte/Medien und Ergebnisse ausreichend auf die Bedürfnisse der Zielgruppe(n) und/oder –sektor(en) abgestimmt sind. Außerdem muss das Arbeitsprogramm einen Plan für das Qualitätsmanagement sowie eine Plan für die Verbreitung beinhalten.

Plan für das Qualitätsmanagement
Qualitätsmanagement (einschließlich Evaluierung und Qualitätssicherung) muss ebenso wie jedes andere Schlüsselelement der Projektdurchführung geplant werden.

Qualitätsmanagement muss in jeder Projektphase (d.h. Konzipierung, Durchführung, Evaluierung der Ergebnisse, ihrer Auswirkungen und des Transferpotenzials) dasselbe Gewicht haben. Jeder Partner muss Elemente der Evaluierung und Qualitätssicherung in die Ausführung seiner Aufgaben oder seines Arbeitsprogramms integrieren.

Beim Qualitätsmanagement muss sich der Antrag auf die direkte Einbeziehung der potenziellen Anwender der Ergebnisse und/oder der Zielgruppen und/oder der Vertreter der betroffenen Wirtschafts- und Berufssektoren stützen.

Valorisierungsplan (Verbreitung und Nutzung/Verwertung der Ergebnisse)
Um die Ergebnisse der durch das Programm LEONARDO DA VINCI unterstützten Projekte bestmöglich nutzen zu können (unabhängig von der Art der erwarteten Ergebnisse, Ansätze, Methoden, Produkte oder bewährten Verfahren), muss jeder Antrag einen klaren, detailierten und quantifizierten Valorisierungsplan beinhalten. Diese ist eines der wesentlichen Elemente bei der Bewertung der Anträge. Demzufolge wird ein mangelhafter Valorisierungsplan negative Auswirkungen auf die Bewertung eines Antrags haben.

 

zuletzt aktualisiert: 09-10-2006