Worum geht es?

Der Arbeitsmarkt ändert sich ständig – und mit ihm die benötigten Fertigkeiten, Kompetenzen und Qualifikationen. Um mit diesen Veränderungen Schritt halten zu können, müssen alle Menschen über Grundfertigkeiten in Lesen, Schreiben, Rechnen, Fremdsprachen und Naturwissenschaften sowie über digitale Kompetenz verfügen.

Querschnittskompetenzen wie Lernkompetenz und Initiativgeist sind unerlässliche Voraussetzungen für die nicht mehr geradlinig verlaufenden, unvorhersehbaren Berufswege von heute. Unternehmerische Kompetenzen steigern die Beschäftigungsfähigkeit insbesondere junger Menschen und fördern die Gründung neuer Unternehmen.

Darüber hinaus müssen die benötigten Fertigkeiten, Kompetenzen und Qualifikationen besser ermittelt und ihre Verfügbarkeit besser gewährleistet werden, um Qualifikationsdefizite und Diskrepanzen zwischen Angebot und Nachfrage zu vermeiden. Eine wirksame Abstimmung zwischen Arbeitsmarkt und allgemeiner und beruflicher Bildung ist hier von entscheidender Bedeutung.

Bisherige Maßnahmen

Europäische Initiativen für die Kompetenzentwicklung:

  • Die Initiative Neue Denkansätze für die Bildung macht konkrete Vorschläge, wie die EU-Länder für bessere sozioökonomische Ergebnisse in Qualifikationen investieren können.
  • Die Empfehlung zu Schlüsselkompetenzen für lebensbegleitendes Lernen wurde 2006 angenommen, um die EU-Länder bei der Förderung der Vermittlung von Schlüsselkompetenzen für alle als Teil ihrer lebensbegleitenden Lernstrategien zu unterstützen. Im Januar 2018 schlug die Europäische Kommission eine Überarbeitung dieser Empfehlung vor.
  • Die Große Koalition für digitale Arbeitsplätze ist eine multilaterale Partnerschaft zur Behebung des Mangels an IKT-Kompetenzen und zur Besetzung Tausender freier Stellen im IKT-Bereich.
  • Der Aktionsplan Unternehmertum 2020 ruft zum entschlossenen Handeln auf – zur Freisetzung des unternehmerischen Potenzials, zur Beseitigung bestehender Hindernisse und zum Anstoßen eines radikalen Wandels der Unternehmerkultur in Europa.

Europäische Initiativen zur Gewährleistung der Verfügbarkeit benötigter Kompetenzen:

  • ESCO ist das europäische mehrsprachige Klassifikationssystem für Fähigkeiten, Kompetenzen, Qualifikationen und Berufe. Es beinhaltet eine in 25 europäischen Sprachen verfügbare Standardterminologie zur Klassifizierung von Fähigkeiten, Kompetenzen, Qualifikationen und Berufen, die für den EU-Arbeitsmarkt und die allgemeine und berufliche Bildung relevant sind.
  • Europäisches Kompetenzpanorama – dient zur regelmäßigen Beobachtung und Antizipierung des Qualifikationsbedarfs sowie zur Kompetenzbewertung auf nationaler und europäischer Ebene. Es bietet zentralen Zugang zu Daten und Informationen über Kompetenztrends nach Berufen und Branchen auf nationaler und europäischer Ebene.

Nächste Schritte

  • Kontinuierliche Anpassung von ESCO an die aktuellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt sowie im Bildungs- und Ausbildungsbereich
  • Anwendung von ESCO im Europass-Lebenslauf, im EU-Kompetenzpanorama und in EURES
  • Laufende Beobachtung von Kompetenztrends und -nachfrage – EU-Kompetenzpanorama