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Bildung öffnen mithilfe neuer Technologien

Worum geht es?

Offenes und flexibles Lernen bedeutet, das Potenzial der IKT in vollem Umfang zu nutzen, um die Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung zu verbessern und an die digitale Welt von heute anzupassen.

IKT-Instrumente, frei zugängliche Lehr- und Lernmaterialien und offene Methoden steigern die Wirksamkeit von Bildung, indem sie individuelles Lernen sowie eine bessere Lernerfahrung und Nutzung von Ressourcen ermöglichen. Verbesserter Zugang zu Wissen bedeutet auch mehr Gerechtigkeit.

Letztlich könnte die Öffnung der Bildung dazu führen, dass alle Menschenjederzeit und überall mit Unterstützung durch beliebige Personen und unter Verwendung eines beliebigen Geräts lernen können.

Wo liegt das Problem?

Europa und die Welt stehen vor einer zunehmenden Bildungsnachfrage, und das Europa-2020-Ziel, den Anteil der Hochschulabsolventen auf mindestens 40 % zu erhöhen, erfordert einen Ausbau des Bildungsangebots. Im Jahr 2030 wird es Schätzungen zufolge 414 Millionen Studierende weltweit geben – unflexible Bildungssysteme wären diesem Bedarf nicht gewachsen.

Europa steht außerdem vor einem Qualifikationsdefizit, und in Zeiten der Wirtschaftskrise finden Hochqualifizierte eher eine Stelle als andere. Schätzungsweise werden für 90 % der Arbeitsplätze in naher Zukunft digitale Kompetenzen benötigt. Daher ist es von zentraler Bedeutung, dass die Menschen auch mit den erforderlichen Fertigkeiten ausgestattet werden.

Gleichzeitig treten neue Bildungsanbieter auf, die Lernenden und Bildungseinrichtungen neue Wege aufzeigen und sie vor neue Herausforderungen stellen. Im Rahmen der Initiative zur Öffnung der Bildung können Bildungseinrichtungen ihre Organisationsmodelle analysieren und überlegen, wie sie die Herausforderungen in Chancen umwandeln können.

Schließlich unterliegen die Bildungssysteme auch einem hohen Kostendruck. Da mehrere EU-Länder ihre Bildungsinvestitionen kürzen, werden Lösungen für eine effizientere Mittelverwendung sowie Maßnahmen zur Reduzierung der für Familien anfallenden Kosten benötigt.

Bisherige Maßnahmen

Im September 2013 hat die Kommission die Initiative „Die Bildung öffnen“ gestartet und die geplanten Maßnahmen vorgestellt, darunter Leitlinien für im Rahmen von Erasmus+ und Horizont 2020 geförderte Projekte.

Als Teil der Initiative wurde das Portal OpenEducationEuropa.eu ins Leben gerufen, auf dem Lehrkräfte und Lernende nach einschlägigen, frei zugänglichen Lehr- und Lernmaterialien suchen und sich über die vielen hochwertigen Lehr- und Lernmaterialien, die in Europa erstellt werden, informieren können.

Nächste Schritte

Die Kommission stellt über Erasmus+ und Horizont 2020 Mittel für in diesem Bereich tätige Einrichtungen bereit. Im Rahmen von Erasmus+ geförderte Projekte müssen das Kriterium der freien Zugänglichkeit erfüllen, wonach alle Lehr- und Lernmaterialien dank offener Lizenzen für die breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssen.

Die Kommission bereitet derzeit in Zusammenarbeit mit dem künftigen italienischen Ratsvorsitz einen Europäischen Gipfel zum Thema „Bildung durch IT“ vor.

 

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