Worum geht es?

Die Europäische Kommission unterstützt die EU-Länder bei der Entwicklung ihrer schulischen Bildungssysteme. Während jedes Land für die Organisation und den Inhalt seiner Bildungs- und Berufsbildungssysteme selbst verantwortlich ist, bietet sich bei Themen von gemeinsamem Interesse eine Zusammenarbeit an. Die Europäische Kommission unterstützt die nationalen Bemühungen vor allem in zweierlei Hinsicht:

  • Sie arbeitet eng mit nationalen Entscheidungsträgern zusammen, um diesen bei der Entwicklung ihrer schulischen Bildungsstrategien und ‑systeme zu helfen. Sie sammelt Informationen und Analysen und macht diese zugänglich. Ferner fördert sie über die ET2020-Arbeitsgruppen den Austausch bewährter Verfahren. Für den Zeitraum 2016–2018 hat die Arbeitsgruppe „Schulbildung“ ein breit gefasstes Mandat für ihre Arbeit in Bezug auf die Governance der schulischen Bildungssysteme mit dem Ziel der Förderung höherer Qualität durch nachhaltige Innovation und Integration.
  • Zuvor, in den Jahren 2011 bis 2013, befassten die Sachverständigen sich im Rahmen dieser thematischen Arbeitsgruppen mit folgenden Schwerpunkten:
    • frühe Schulabgänger
    • frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung
    • Mathematik, Naturwissenschaften und Technik
    • berufliche Weiterentwicklung von Lehrkräften
  • Die Arbeitsgruppe „Schulbildung“ setzte in den Jahren 2014 und 2015 ihre Arbeiten zur Erstausbildung von Lehrkräften und zum vorzeitigen Schulabgang fort.
  • Durch das Programm Erasmus+ trägt die Kommission jedes Jahr Millionen von Euro zu europäischen Kooperationsprojekten bei, die Austauschprogramme fördern.

Schwerpunktbereiche

Die Bildungsminister der EU-Länder haben die folgenden Ziele zu Prioritäten erklärt:

Zur Beobachtung der Fortschritte erstellt die Kommission regelmäßig Studien zur Situation in Europa.

2012 hat die Kommission ihre Initiative Neue Denkansätze für die Bildung vorgestellt. Darin appelliert sie an die EU-Länder, zu gewährleisten, dass sich junge Menschen die am Arbeitsmarkt nachgefragten Qualifikationen und Kompetenzen aneignen können. Das Paket umfasst Hintergrundpapiere zu den Themen Unterstützung für die Lehrberufe und Bewertung von Schlüsselkompetenzen in der allgemeinen und beruflichen Grundausbildung (Literaturauswertung).

Im Dezember 2016 legte die Kommission eine Mitteilung über die Verbesserung und Modernisierung der Bildung vor, die eine Reihe von Maßnahmen zur Unterstützung der EU-Länder bei der Bereitstellung hochwertiger frühkindlicher Bildung und Betreuung und bei der Entwicklung von qualitativ hochwertigen, innovativen und integrativen Schulsystemen vorsieht.

In der Mitteilung „Ein guter Start ins Leben durch Schulentwicklung und hervorragenden Unterricht“ vom 30. Mai 2017 werden weitere Belege und Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität und Inklusivität von Schulen, zur Unterstützung exzellenter Lehrkräfte und Schulleitungen sowie zur Verbesserung der Schulverwaltung angeführt. Siehe dazu auch das begleitende Arbeitspapier der Kommissionsdienststellen.

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