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Qualität und Relevanz in der Hochschulbildung

Worum geht es?

Eine hochwertige und einschlägige Hochschulbildung stattet Studierende mit dem Wissen, den Fähigkeiten und zentralen übertragbaren Kompetenzen aus, die sie für eine erfolgreiche Berufslaufbahn benötigen. Dabei ist ein höchsten Ansprüchen genügendes Lernumfeld, das gute Lehre anerkennt und unterstützt, von zentraler Bedeutung.

Qualitätssicherung gibt Menschen Vertrauen in die Qualität der Hochschulbildung. Jede Hochschule sollte über ein strenges System interner Qualitätssicherung verfügen, das von Qualitätssicherungsagenturen in externen Prüfungen bewertet wird.

Wo liegt das Problem?

Hochschulabsolventen finden eher Arbeit als Personen mit niedrigeren Qualifikationen. Allerdings reagieren die Studienpläne oft nur langsam auf den sich wandelnden Bedarf der Wirtschaft im Allgemeinen und lassen es nicht zu, dass die Berufslaufbahnen von morgen schon im Vorfeld berücksichtigt oder mitgestaltet werden.

Die Kommission unterstützt die EU-Länder und Hochschuleinrichtungen bei der Modernisierung ihrer Bildungsprogramme, um die Studierenden mit arbeitsmarktrelevanten und übertragbaren Kompetenzen auszustatten, die höchsten Ansprüchen genügen und dem sich schnell verändernden Arbeitsmarkt Rechnung tragen.      

Es besteht großer Bedarf an flexiblen, innovativen Lernkonzepten und Lehrmethoden, um die Qualität und Relevanz bei steigenden Studierendenzahlen zu erhöhen. Ein Weg, dies zu erreichen, besteht darin, die Vorteile der IKT und anderer neuer Technologien zu nutzen, um die Lehre zu bereichern, die Lernerfahrungen zu verbessern und personalisiertes Lernen zu unterstützen – im Einklang mit dem EU-Strategiepapier Neue Denkansätze für die Bildung.

Reform und Modernisierung der europäischen Hochschulbildung hängen von der Kompetenz und Motivation der Lehrenden und Forschenden ab. Die Personalausstattung hält jedoch häufig mit den steigenden Studierendenzahlen nicht Schritt, wodurch die schon angespannten Kapazitäten noch stärker unter Druck geraten. Bessere Arbeitsbedingungen, transparentere und fairere Einstellungsverfahren, bessere Einarbeitung und berufsbegleitende Weiterbildung sowie höhere Anerkennung und Vergütung von Exzellenz in Lehre und Forschung sind wesentliche Voraussetzungen dafür, dass Europas Hochschulen die Spitzenkräfte hervorbringen, anziehen und halten können, die sie brauchen.

Bisherige Maßnahmen

Die hochrangige Gruppe zur Modernisierung der Hochschulbildung hat kürzlich einen Bericht mit zentralen Empfehlungenpdf Übersetzung für diesen Link wählen  zur Verbesserung der Lehr- und Lernqualität an Hochschulen in Europa veröffentlicht.

2006 haben das Europäische Parlament und der Rat eine Empfehlung über die verstärkte europäische Zusammenarbeit zur Qualitätssicherung in der Hochschulbildung verabschiedet, in der die Anwendung der europäischen Normen und Richtlinien zur Qualitätssicherung im europäischen Hochschulraum (ESG) gefordert wird. In der Empfehlung wurden die EU-Länder ferner aufgefordert, ein Europäisches Register für Qualitätssicherung (EQAR) in der Hochschulbildung einzurichten.

Das EQAR ist eine unabhängige Organisation, die das Register grenzübergreifend tätiger Qualitätssicherungsagenturen in der Hochschulbildung verwaltet und so die europäische Dimension in der Qualitätssicherung fördert. Die Qualitätssicherungsagenturen müssen nach den ESG-Normen und ‑Richtlinien arbeiten, um in das EQAR aufgenommen zu werden.

Die Kommission veröffentlicht Berichte zu den Fortschritten in der Qualitätssicherung auf europäischer Ebene. 

 

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