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Bildungsniveau: Anteil der Hochschulabsolventen erhöhen

Worum geht es?

Als Teil der Strategie „Europa 2020“ haben die Staats- und Regierungschefs der EU vereinbart, dass 40 % der 30‑ bis 34-Jährigen bis 2020 über einen Hochschul- oder gleichwertigen Abschluss verfügen sollen. Zur Verwirklichung dieses EU-weiten Kernziels haben die EU-Länder ihre eigenen, bis 2020 zu erreichenden Ziele zur Verbesserung des Bildungsniveaus festgelegt. Diese Ziele werden anhand von acht Leitindikatoren gemessen, die zur Entwicklung von faktengestützten Strategien beitragen. 

Wo liegt das Problem?

Verfügt nur ein niedriger Anteil der Bevölkerung über einen Hochschul- oder gleichwertigen Bildungsabschluss, kann dies die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen und Europas Potenzial für intelligentes Wachstum unterlaufen – insbesondere im internationalen Vergleich (vergleichbare Daten zur Anzahl von Hochschulabsolventen zeigen, dass die EU hinter den USA, Kanada, Japan, Korea und Australien zurückliegt). Schätzungen zum europäischen Arbeitsmarkt zufolge wird bis 2020 für rund 35 % aller Arbeitsplätze ein Hochschulabschluss vorausgesetzt – 2012 verfügten jedoch nur 27,6 % der Arbeitskräfte in der EU (im Alter zwischen 25 und 64 Jahren) über diese Qualifikation.

Bisherige Maßnahmen

Die EU-Länder haben sich nationale Ziele für die Hochschulbildung gesetzt und erstatten im Rahmen des jährlichen Zyklus der wirtschaftspolitischen Koordinierung, dem sogenannten Europäischen Semester, jährlich Bericht über die ergriffenen Maßnahmen. Als Teil dieses Prozesses analysiert die Kommission die Wirtschafts- und Strukturreformprogramme der EU-Länder und spricht gegebenenfalls Empfehlungen für die nächsten 12 bis 18 Monate aus.

Um den Anteil von Hochschulabsolventen zu erhöhen, stehen die EU-Länder in der Regel vor drei großen Herausforderungen: Sie müssen

  1. den Zugang zur Hochschulbildung erleichtern, damit mehr junge Menschen aus bisher unterrepräsentierten gesellschaftlichen Gruppen ein Hochschulstudium aufnehmen und abschließen können;
  2. die Abbrecherquoten verringern und die Zeit bis zum Abschluss des Studiums verkürzen;
  3. die Qualität und Relevanz der Hochschulbildungverbessern, um mehr Studierende anzuziehen und ihnen einen erfolgreichen Studienabschluss zu ermöglichen.

Die Kommission beobachtet die Entwicklungpdf in den EU-Ländern sowie die Fortschritte auf dem Weg zur Verwirklichung der gesteckten Ziele.

 

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