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EU-Politik im Bereich der Erwachsenenbildung

Worum geht es?

Erwachsenenbildung ist ein wichtiger Bestandteil der Strategie der Europäischen Kommission für lebenslanges Lernen.

Erwachsenenbildung ist von wesentlicher Bedeutung für Wettbewerbs- und Beschäftigungsfähigkeit, soziale Eingliederung, aktive Bürgerbeteiligung und Persönlichkeitsentwicklung. Alle Erwachsenen müssen vom lebenslangen Lernen profitieren können, insbesondere jedoch benachteiligte Gruppen, bei denen der Bedarf am größten ist.

Erwachsenenbildung umfasst formales, nicht formales und informelles Lernen zur Verbesserung von Grundkenntnissen, zum Erwerb neuer Qualifikationen, zur Weiterbildung oder Umschulung, zur persönlichen Weiterentwicklung oder aus reinem Interesse.

Da die Nachfrage nach Erwachsenenbildung steigt, hilft die Kommission den EU-Ländern, flexible und hochwertige Erwachsenenbildungssysteme aufzubauen – unter umfassender Einbindung von örtlichen Behörden, Arbeitgebern, Sozialpartnern, der Zivilgesellschaft und kultureller Einrichtungen.

Schwerpunkte

Die erneuerte europäische Agenda für die Erwachsenenbildung (2011) führt aus, wie sich die Erwachsenenbildung in Europa bis 2020 entwickeln sollte. Schwerpunkte für den Zeitraum 2015–2020:

  • Governance: Gewährleistung von Kohärenz zwischen der Erwachsenenbildung und anderen Politikfeldern; Verbesserung der Koordinierung, der Wirksamkeit und der Relevanz im Hinblick auf die Anforderungen von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt; gegebenenfalls Steigerung der privaten und öffentlichen Investitionen.
  • Angebot und Inanspruchnahme: erheblicher Ausbau des Angebots an hochwertiger Erwachsenenbildung, insbesondere auf den Gebieten Lesen, Schreiben, Rechnen und digitale Kompetenz sowie Steigerung der Inanspruchnahme durch wirkungsvolle Outreach-, Orientierungs- und Motivationsstrategien, die sich an die Bevölkerungsgruppen mit dem größten Bedarf richten.
  • Flexibilität und Zugang: breiterer Zugang durch mehr Möglichkeiten des Lernens am Arbeitsplatz und wirksame Nutzung von IKT; Einrichtung von Verfahren zur Feststellung und Bewertung der Fähigkeiten gering qualifizierter Erwachsener und Bereitstellung ausreichender Angebote der „zweiten Chance“, damit diejenigen, die über keine Qualifikation auf EQR-Niveau 4 verfügen, eine Qualifikation mit EQR-Anerkennung erwerben können.
  • Qualität: Verbesserung der Qualitätssicherung, einschließlich Kontrolle und Folgenabschätzung; Verbesserung der beruflichen Erstausbildung und Weiterbildung von Lehrkräften in der Erwachsenenbildung und Erhebung der für die Entwicklung eines wirksamen, zielgerichteten Angebots erforderlichen Bedarfsdaten.

Von 2014 bis 2015 hat eine Arbeitsgruppe zur Erwachsenenbildung im Rahmen von ET2020 auf der Grundlage bewährter europäischer Verfahren politische Leitlinien in folgenden Bereichen erarbeitet:

Über die mehrsprachige elektronische Plattform für Erwachsenenbildung in Europa (EPALE) können bewährte Verfahren online vorgestellt, diskutiert und gefördert werden. Alle an der Organisation und Durchführung von Erwachsenenbildung beteiligten Personen können sich auf der Plattform über aktuelle Entwicklungen austauschen und voneinander lernen.

EPALE umfasst ferner eine Bibliothek, einen Kalender mit Lehrgängen und Veranstaltungen für Fachleute der Erwachsenenbildung sowie eine Partnersuchfunktion, die künftig durch Arbeitsgruppen ergänzt wird.

Nächste Schritte

Im Rahmen von ET2020 erarbeitet eine Arbeitsgruppe zur Erwachsenenbildung von 2016 bis 2018 politische Leitlinien zur Erwachsenenbildung am Arbeitsplatz.

 

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