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Die Bildungsminister der 47 am Bologna-Reformprozess beteiligten Länder kamen in Bukarest zusammen, um die Fortschritte bei den Hochschulreformen zu besprechen und die Ziele für die kommenden drei Jahre festzulegen.
In ihrem Kommuniqué hoben die Minister die Bedeutung der Hochschulbildung für die Bewältigung der Wirtschaftskrise, zur Förderung des Wachstums und zur Schaffung von Arbeitsplätzen in Europa hervor. Damit bekräftigt das Kommuniqué die von der Kommission im Jahr 2011 vorgelegte EU-Modernisierungsagenda für die Hochschulbildung und stärkt die Verbindungen zwischen der Bologna-Konferenz und den EU-Politiken.
Auf Ersuchen der Kommission haben sich die Minister auch verpflichtet, die automatische Anerkennung vergleichbarer Diplome als langfristiges Ziel des Europäischen Hochschulraums umzusetzen. Bürger verschiedener Staaten sehen sich auch weiterhin mit enormen Schwierigkeiten bei der Anerkennung ihrer akademischen Qualifikationen konfrontiert, die für ein Studium im Ausland jedoch erforderlich ist. Diesbezüglich geht bei der Kommission die bei weitem größte Anzahl an Beschwerden im Bildungsbereich ein. Langwierige Verzögerungen und komplizierte Verfahren wirken sich negativ auf die Mobilität der Studierenden aus und schränken ihre Bildungsmöglichkeiten erheblich ein.
Nach der Konferenz äußerte sich Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, folgendermaßen: "Die Vereinbarung einer Konzentration auf Beschäftigungsfähigkeit, Arbeitsplätze und den Beitrag der Hochschulbildung zu Innovation und wirtschaftlicher Erneuerung stellt für den Bologna-Reformprozess einen echten Schritt nach vorne dar. Sie wird positiv dazu beitragen, die Bemühungen der 47 EU-Mitgliedstaaten und östlichen Partnerländern mit unseren am Wachstum ausgerichteten Bestrebungen zu koordinieren. Die Verpflichtung, sich für die automatische Anerkennung von Diplomen einzusetzen, kann im Rahmen der Zielsetzungen des Bologna-Reformprozesses als echter Durchbruch gewertet werden. Ich freue mich ganz besonders, dass eine Gruppe von Wegbereitern aus verschiedenen Ländern gemeinsam einen konkreten Fortschritt auf diesem Gebiet erarbeiten möchte. Die Kommission wird sie dabei in jeder möglichen Weise unterstützen."