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„Lernen zu lernen“ bezeichnet die Fähigkeit, Lernen aktiv und dauerhaft zu betreiben, seinen eigenen Lernprozess zu organisieren und seinen Lernbedarf zu erkennen. Es bedeutet, neues Wissen und neue Fertigkeiten zu erwerben und zu verarbeiten sowie Lernberatung zu suchen und in Anspruch zu nehmen.
Nach Vorschlag der EU-Bildungsminister wurde im Jahr 2005 mit der Entwicklung von Indikatoren auf diesem Gebiet begonnen. Mit Unterstützung des Zentrums für Forschung zum lebenslangen Lernen (CRELL) hat die Europäische Kommission eine Expertengruppe für die Entwicklung eines Instruments zur Messung der Lernkompetenz in unterschiedlichen Ländern gebildet.
Nach seiner Entwicklung wurde das Instrument 2008 in acht Ländern – Finnland, Frankreich, Italien, Österreich, Portugal, Slowenien, Spanien und Zypern – getestet. An dem Test nahmen insgesamt 2 325 14-jährige Schüler aus 49 Schulen teil, und jedes Teilnehmerland steuerte Empfehlungen zur Verbesserung des Instruments bei.
Die Ergebnisse dieser Vorerhebung dienen der Entwicklung eines umfassenden europäischen Indikators für diesen Bereich. Auf der Grundlage der erhobenen Daten können die politischen Entscheidungsträger im Bildungsbereich daraufhin eingehende Untersuchungen über Erwerb, Vermittlung und Bewertung von Lernkompetenzen in unterschiedlichen nationalen Kontexten durchführen. Dies wird seinerseits zu einem besseren Verständnis für die Entwicklung von Lehrplänen und für Unterrichtsmethoden beitragen.