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Europäisches System zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen (ECTS)

ECTS fördert die Transparenz der Lehre und des Lernens in Europa und erleichtert die Anerkennung von Studienleistungen. Das System ermöglicht die Übertragung von Lernerfahrungen zwischen verschiedenen Einrichtungen, größere Studentenmobilität und mehr Flexibilität beim Erwerb von Abschlüssen. Zudem trägt es zur Lehrplangestaltung und Qualitätssicherung bei.

Einrichtungen, die ECTS anwenden, veröffentlichen ihr Studienverzeichnis im Internet, zusammen mit ausführlichen Beschreibungen der Studienprogramme, der Studieneinheiten, der Hochschulordnungen und des Serviceangebots für Studenten.

Die Beschreibungen der Studiengänge umfassen die Lernergebnisse (von den Studenten erwartete Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen) und das Arbeitspensum (die von den Studenten üblicherweise benötigte Zeit zum Erzielen der Lernergebnisse). Jedes Lernergebnis wird in Leistungspunkten ausgedrückt, bei einem studentischen Arbeitspensum zwischen 1 500 und 1 800 Stunden pro Studienjahr, wobei ein Leistungspunkt im Allgemeinen 25-30 Arbeitsstunden entspricht.

Eine Reihe von ECTS-Schlüsseldokumenten sind bei Übertragung und Akkumulierung behilflich – Studienverzeichnisse, Lernvereinbarungen, Leistungsnachweise und Diplomzusätzew (DS).

Obwohl ECTS zur Anerkennung von Studienleistungen zwischen verschiedenen Einrichtungen und nationalen Bildungssystemen beitragen kann, sind Hochschuleinrichtungen in ihrer Entscheidung frei. Endgültige Beschlüsse werden von den zuständigen Stellen gefasst: am Studentenaustausch beteiligte Professoren, Zulassungsbeauftragte der Hochschulen, Informationsstellen für Anerkennungsfragen (ENIC-NARIC), Ministerialbeamte oder Arbeitgeber.

Die Europäische Kommission hat ein Netzwerk von ECTS/DS-Beratern (Nationale Teams von Bologna-Experten) eingerichtet sowie die ECTS- und DS-Siegel entwickelt, mit denen eine erstklassige Anwendung beider Systeme anerkannt wird.

ECTS steht in engem Zusammenhang mit den weiteren Anstrengungen zur Modernisierung der Hochschulbildung in Europa. Insbesondere ist es ein zentrales Instrument des Bologna-Prozesses, der eine Zusammenführung der nationalen Systeme anstrebt.


ECTS-Leitfaden

Der ECTS-Leitfaden EnglishFrançaisbietet Orientierungshilfe zur Umsetzung des Europäischen Systems zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen (ECTS). Darüber hinaus werden ECTS-Schlüsseldokumente vorgestellt. Der Leitfaden soll Studierende, akademische und verwaltungstechnische Mitarbeiter von Hochschulen sowie andere interessiert Parteien in ECTS-Angelegenheiten unterstützen. Der Leitfaden 2009 führt die Vorgängerversion aus dem Jahre 2005 näher aus. Er wurde aktualisiert, um die Entwicklung im Rahmen des Bologna-Prozesses, die zunehmende Bedeutung des lebenslangen Lernens, die Formulierung von Qualifikationsrahmen und die zunehmende Nutzung von Lernergebnissen umfassend zu berücksichtigen. Der Leitfaden wurde mithilfe von Experten aus Interessenverbänden sowie ECTS-Beratern erstellt und Interessenverbänden, Experten der Mitgliedstaaten und der Bologna Follow-up-Gruppe zur Beratung vorgelegt. Die Europäische Kommission hat den Entwurfs- und Konsultationsprozess koordiniert und ist für die endgültige Formulierung des Leitfadens verantwortlich.

Übersetzungen: Cestina españolItalianoLietuviu kalbaLatviskiPolskislovenčina slovenscina
(VERZICHTSERKLÄRUNG - Übersetzungen wurden von den Nationalagenturen gemacht, im Falle eines Widerspruchs gilt alleine die englische Fassung).

Eine Papierversion des ECTS-Leitfaden in Englich kann über den EU Bookshop bestellt werden.

Die Grundprinzipien des ECTS werden in den ECTS-Grundsätzen zusammenfassend dargestellt българскиCestinaDanskDeutschEllinikaEnglishespañolEesti keelSuomiFrançaisLietuviu kalbaMaltiPolskiPortuguêsslovenčinaSvenska.


Standardformulare für den ECTS Users' Guide