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Validierung nicht formalen und informellen Lernens

In den verschiedenen Ländern Europas wird zunehmend auf die Notwendigkeit hingewiesen, die gesamte Bandbreite individueller Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen zu berücksichtigen, nicht nur das an Schulen, Hochschulen und sonstigen Einrichtungen der formalen allgemeinen und beruflichen Bildung Erlernte. Daher zählt die Anerkennung aller Formen des Lernens zu den Prioritäten der EU-Maßnahmen für die allgemeine und berufliche Bildung.

Lernprozesse, die sich innerhalb der formalen Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung vollziehen, sind nach wie vor die augenfälligsten und erfahren in der Regel noch immer die größte Anerkennung auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft insgesamt. In den letzten Jahren hat sich jedoch verstärkt die Einsicht in die Bedeutung des Lernens in nicht formalen und informellen Zusammenhängen durchgesetzt. Benötigt werden neue Ansätze zur Identifizierung und Validierung dieser "unsichtbaren" Lernerfahrungen.

Allerdings können sich die Definition und das Verständnis der Begriffe "formales", "nicht formales" und "informelles Lernen" innerhalb der Mitgliedstaaten unterscheiden. Auf europäischer Ebene gelten folgende Definitionen:

Über die formale allgemeine und berufliche Bildung hinaus

Die Validierung nicht formalen oder informellen Lernens ist ein wichtiges Element bei den Maßnahmen der EU zur Unterstützung der allgemeinen und beruflichen Bildung, wenngleich die Länder bei der Unterstützung einer derartigen Validierung unterschiedlich weit fortgeschritten sind. Während einige schon umfassende Systeme vorweisen können, stehen andere noch ganz am Anfang der Entwicklungin diesem Bereich.

Auf europäischer Ebene wurde bereits eine Reihe von Schritten unternommen. 2009 legte Cedefop, Referenzzentrum der Europäischen Union für berufliche Bildung, die "Europäischen Leitlinien für die Validierung nicht formalen und informellen Lernens". Auf der Grundlage der 2004 vom Rat angenommenen gemeinsamen Grundsätze sowie der durch den Cluster über die Anerkennung von Lernergebnissen (jetzt Learning Outcomes Group) geleisteten Arbeit stellen die Leitlinien ein Instrument zur Unterstützung der Validierungsverfahren dar.

Die Europäische Kommission und Cedefop, haben auch eine Bestandsaufnahme über die Validierung nicht formalen und informellen Lernens vorgenommen, einschließlich einer ausführlichen Erhebung zu den Entwicklungen in den einzelnen Ländern Europas.

Von der Umsetzung des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) und der Entwicklung nationaler Qualifikationsrahmen erwartet man eine Förderung der Validierung nicht formalen und informellen Lernens in Europa.

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