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Internationale Zusammenarbeit in der allgemeinen und beruflichen Bildung

Die Europäische Kommission unterstützt eine Reihe von internationalen Aktivitäten im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der internationalen Politik der Europäischen Union und gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Die Aktivitäten verfolgen vier Ziele:

  • Unterstützung von Nicht-EU-Partnerländern bei ihren Modernisierungsbemühungen;
  • Förderung gemeinsamer Werte und eines besseren Verständnisses zwischen verschiedenen Völkern und Kulturen;
  • Weiterentwicklung der EU als Raum für Spitzenleistungen im Bildungsbereich;
  • qualitative Verbesserung von Dienstleistungen und Humanressourcen in der EU durch gegenseitiges Lernen, Vergleiche und Austausch bewährter Verfahren.


Wer und was ist beteiligt?

Die Aktivitäten konzentrieren sich vorrangig auf die Hochschulbildung aufgrund ihrer Schlüsselrolle für die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung moderner Gesellschaften.

Die internationalen Kooperationsprogramme der Europäischen Kommission im Bereich der Hochschul- und Berufsbildung umfassen:

  • Erasmus Mundus: qualitative Verbesserung von Hochschulbildung durch Stipendien und wissenschaftliche Zusammenarbeit weltweit;
  • Zusammenarbeit mit Industrieländern: qualitative Verbesserung der Hochschul- und Berufsbildung, insbesondere durch gemeinsame Studienprogramme;
  • Jean Monnet: Förderung von Lehre und Forschung zur europäischen Integration;
  • Tempus: Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen der EU und Nachbarregionen;
  • Edulink: Aufbau von Kapazitäten und regionale Einbindung in die Hochschulbildung in den AKP-Staaten und -Regionen (Afrika, karibischer und pazifischer Raum);
  • Alfa English (en) español (es) français (fr) português (pt) : Förderung der Zusammenarbeit zwischen Hochschuleinrichtungen der EU und Lateinamerikas.

Überblick über nationale und EU-Hochschulprogramme und Maßnahmen zur Zusammenarbeit zwischen EU- und Nicht-EU-Ländern.


Politischer Dialog

Die internationalen Programme der Europäischen Union und ihre politischen Initiativen wie der Bologna-Prozess English (en) und die Modernisierungsagenda für die Hochschulbildung habenAuswirkungen weit über die Grenzen der EU hinaus.

Die Mobilität von Lehrkräften und Studierenden sowie die Anerkennung von Abschlüssen, Qualität und Exzellenz zählen zu den vorrangigen Themenbereichen Europas und seiner Partner. Dabei kann die EU ihr Fachwissen in Bereichen wie Benchmarking, lebenslanges Lernen, Schlüsselkompetenzen und Qualifikationsrahmen zur Verfügung stellen. Ein Beispiel dafür ist die Konferenz "Tuning in the World: New Degree Profiles for New Societies English (en) " die im November 2012 stattfand und dem Internationalisierungs-Prozess von Hochschulbildung und dem politischen Dialog beiträgt.

Im Rahmen solcher „politischen Dialoge“ mit Partnerländern kann die Kommission die Attraktivität der europäischen Bildung international darstellen, während alle Beteiligten durch den Austausch von Erfahrungen und Fachwissen profitieren.


Regionale Initiativen

Im Rahmen ihrer Regionalpolitik fördert die EU die allgemeine und berufliche Bildung als einen Weg, der EU-Bürger mit Bürgern aus den Nachbarregionen zusammenbringt und so das gegenseitige Verständnis verbessert.

Beispiele dieser Politik sind die kürzlich ins Leben gerufene "Östliche Partnerschaft English (en) " und die Südliche Partnerschaft English (en) , bei der den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Kultur eine Schlüsselrolle zukommt für die Intensivierung der Beziehungen zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern und Regionen.

Die Kommission bemüht sich um die Schaffung des rechtlichen und finanziellen Rahmens für die Teilnahme von Beitrittskandidaten und potenziellen Bewerberländern an ihren internen Programmen für allgemeine und berufliche Bildung.

In März 2012 wurde unter der Initiative von Generaldirektor Jan Truszczynski die Plattform der westlichen Balkanländer für allgemeine und berufliche Bildung English (en) , ein neues Instrument für politischen Dialog mit der Region, gegründet.

Die Kommission stärkt darüber hinaus ihre Beziehungen im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung mit Afrika im Rahmen der strategischen Partnerschaft Afrika-EU, und mit Asien im Rahmen des Asien-Europa-Treffens (ASEM).


Vereinbarungen mit einzelnen Länder

Die Europäische Kommission hat mit mehreren Ländern eine Zusammenarbeit bei vergleichenden Studien, Workshops und Konferenzen zu Themen von gemeinsamem Interesse vereinbart.

Die EU hat mit den Vereinigten Staaten und Kanada bereits seit 1995 gesonderte Vereinbarungen für die Bereiche allgemeine und berufliche Bildung (und Jugend, im Fall von Kanada) getroffen. Im Jahr 2006 wurden neue Vereinbarungen unterzeichnet.

Mit der Unterzeichnung gemeinsamer Erklärungen wurde der bildungspolitische Dialog 2007 auch mit Australien und China eröffnet.

Im Jahr 2008 hat die Kommission gemeinsame Erklärungen mit Israel und Indien unterzeichnet. Ähnliche Verfahren wurden 2009 im Hinblick auf Brasilien und Mexiko eingeleitet.