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Die im Jahr 1990 begonnene Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und Kanada auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung schafft Bildungsmöglichkeiten für Lernende und trägt zur Innovation in diesem Bereich bei.

Die erste formelle Kooperationsvereinbarung wurde im November 1995 unterzeichnet und im Dezember 2000 um fünf Jahre verlängert. Sie diente in erster Linie der Förderung des Verständnisses zwischen den Völkern der Europäischen Union und Kanadas sowie zur qualitativen Verbesserung bei der Entwicklung ihrer Humanressourcen.
Im Rahmen der Vereinbarungen wurden Projekte zur internationalen Lehrplanentwicklung finanziert sowie der Austausch von Studenten, bei dem etwa Lehrveranstaltungen für Berufsbildung und Sprachenlernen gemeinsam konzipiert wurden.
Insgesamt sind bisher 107 transatlantische Konsortien finanziert worden, an denen 765 Hochschul- und Berufsbildungseinrichtungen der EU und Kanadas beteiligt waren. Mehr als 5 600 Studierende haben am transatlantischen Austausch teilgenommen.
Im Dezember 2006 verlängerten die Europäische Union und Kanada ihre Vereinbarung in den Bereichen Hochschulbildung, Berufsbildung und Jugend um weitere acht Jahre (2006-2013).
Das EU-Kanada-Programm wird gemeinsam von der Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur im Auftrag der Europäischen Kommission und von Human Resources and Social Development Canada (HRSDC) in Zusammenarbeit mit dem kanadischen Ministerium für auswärtige Beziehungen und internationalen Handel (DFAIT) verwaltet.
Mit dem Programm 2006-2013 sollen 210 Projekte finanziert werden, an denen sich rund 4 500 Einzelpersonen aus der EU und Kanada über einen Zeitraum von acht Jahren an Mobilitätsmaßnahmen beteiligen können.
Derzeit existieren 37 Projekte von Konsortien aus Hochschul- und Berufsbildungseinrichtungen der EU und Kanadas im Rahmen des Programms für transatlantische Austausch- und Studiengangpartnerschaften. Diese Projekte umfassen ein breites Spektrum akademischer Disziplinen, wie z. B. Maschinenbau, Chemie, Informatik, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gesundheitswissenschaften, kooperative und berufliche Studiengänge, multidisziplinäre Studien, etc.
Diese Projekte beinhalten die Mobilität von Studierenden und Lehrpersonal sowie die Anrechnung und Anerkennung von Studienleistungen durch die beteiligten Einrichtungen. Insgesamt werden mehr als 2 800 Personen die Gelegenheit haben, jenseits des Atlantiks zu studieren und zu lehren.
Darüber hinaus haben die Europäische Kommission und die kanadische Regierung einen Dialog zu jugendpolitischen Themen
eröffnet.
Die Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen der Jahre 2007, 2008, 2009 und 2010 dienten der Beschaffung von Finanzmitteln zur Organisation transatlantischer Austauschpartnerschaften. Aufgrund regierungsübergreifender Sparmaßnahmen annullierte Kanada im Jahr 2011 sämtliche gegenwärtigen und künftigen Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen bis zum Jahr 2013.
Die EU hat eine Vereinigung ehemaliger Studierender – OCEANS – ins Leben gerufen, um Kontakte zwischen ehemaligen und künftigen Teilnehmern am Kooperationsprogramm aufrechtzuerhalten.