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A

Abschluss

Ein akademischer Grad, Diplom oder anderes Zertifikat, das von einer zuständigen Stelle ausgestellt wurde und den erfolgreichen Abschluss eines anerkannten Studiengangs bestätigt.

Akkumulierung von Credits

Der Erwerb von Credits für das Erreichen der Lernergebnisse von Lerneinheiten in formalen Programmen oder für andere Lernaktivitäten, die im informellen und nicht formalen Kontext absolviert werden. Studierende können nach den Vorgaben der qualifizierenden Einrichtung Credits akkumulieren, um einen Abschluss zu erwerben oder um ihre persönlichen, im lebenslangen Lernen erzielten Leistungen, zu dokumentieren.

Anerkennung früherer Studienleistungen und Erfahrung (Praxis)

Anerkennung früheren Lernens bedeutet, dass die vor Beantragung der Validierung – im Wege der formalen Bildung oder durch nicht formales oder informelles Lernen – erzielten Lernergebnisse validiert werden (Empfehlungen 2012/C 398/01).

Anerkennung nicht formalen oder informellen Lernens

Der Prozess, durch den eine Einrichtung bescheinigt, dass die in einem anderen Kontext (durch nicht formales oder informelles Lernen) erzielten und beurteilten Lernergebnisse (einige oder alle) die Bedingungen eines bestimmten Studiengangs, bestimmter Studiengangeinheiten oder eines Abschlusses erfüllen.

Anerkennung von Berufsqualifikationen

Richtlinie 2005/36/EG setzt in den EU-Mitgliedsstaaten den Rahmen für den Zugang zu oder der Ausübung von reglementierten Berufen auf Grundlage bestimmter Berufsqualifikationen. Gemäß dieser Richtlinie müssen Aufnahmemitgliedsstaaten die in einem anderen EU-Mitgliedsstaat erworbenen Berufsqualifikationen zwecks Zugang zu und der Ausübung dieses Berufs anerkennen. Damit kann der Inhaber besagter Abschlüsse denselben Beruf im Gastland ausüben.

Die Anerkennung von Berufsqualifikati- onen im Aufnahmemitgliedsstaat ermöglicht den Begünstigten in diesem Mitgliedsstaat den Zugang zu dem Beruf, für den sie sich im Herkunftsmitgliedstaat qualifiziert haben, und gestattet ihnen dessen Ausübung im Aufnahmemitgliedsstaat unter denselben Bedingungen wie dessen Staatsangehörige (Richtlinie 2005/36/EG).

Anerkennung von Credits

Der Prozess, durch den eine Einrichtung bescheinigt, dass die in einer anderen Einrichtung erzielten und beurteilten Lernergebnisse (einige oder alle) Bedingungen eines bestimmten Programms, bestimmter Studiengangeinheiten oder eines Abschlusses erfüllen.

Anerkennung (von Studienleistungen)

Anerkennung von Kursen, Qualifikationen oder Diplomen einer (in- oder ausländi- schen) Hochschule durch eine andere zur Zulassung Studierender zu weiter- führenden Studiengängen.

Die Anerkennung von Studienleistungen kann auch im Zusammenhang mit einer Hochschullaufbahn an einer zweiten A 66 Einrichtung beantragt werden. In manchen Fällen ist sie auch für den Zugang zu anderen Beschäftigungsmöglichkeiten (Anerkennung zu beruflichen Zwecken) auf dem Arbeitsmarkt erforderlich. Der Europäische Hochschulraum unterscheidet drei Ebenen der Anerkennung sowie deren jeweilige Instrumente (laut Vorschlag der Lissabonner Konvention und der Bologna Erklärung):

  1. Anerkennung von Qualifikationen, einschließlich früherer Studienleistungen und Berufserfahrung, die Zugang oder erneuten Zugang zu Hochschulbildung ermöglichen;
  2. Anerkennung zeitlich begrenzter Phasen in Bezug auf Studierendenmobilität; im Wesentlichen durch ECTS (Europäische System zur Übertragung von Credits);
  3. Anerkennung aller vollständigen Hochschulabschlüsse; im Wesentlichen durch den Diplomzusatz (Vlăsceanu et al., 2004).

Arbeitsaufwand

Einschätzung des typischerweise erforderlichen Zeitaufwands, den Lernende für sämtliche Lernaktivitäten, wie Vorlesungen, Seminare, Projekte, praktische Arbeit, Praktika und Selbststudium benötigen, um die erwarteten Lernergebnisse zu erzielen. Der 60 Credits entsprechende, mit einem akademischen Jahr im Vollzeitstudium verbundene Arbeitsaufwand wird oftmals durch nationale gesetzliche Regelungen festgelegt. Meistens beträgt der Arbeitsaufwand der Studierenden in einem akademischen Jahr zwischen 1.500 und 1.800 Stunden, sodass einem Credit 25 bis 30 Arbeitsstunden entsprechen. Dabei ist zu beachten, dass dies den typischen Arbeitsaufwand darstellt und dass bei einzelnen Studierenden der tatsächlich erforderliche Arbeitsaufwand zum Erreichen der Lernergebnisse variieren kann.

B

Beurteilungskriterien

Beschreibungen der vom Lernenden zu erwartenden Leistungen, mit denen belegt wird, dass ein bestimmtes Lernergebnis erreicht wurde.

Die Beurteilungsverfahren und -methoden für eine Lerneinheit müssen angemessen und mit den dafür definierten Lernergebnissen sowie mit den absolvierten Lernaktivitäten vereinbar sein.

Beurteilungsverfahren/Bewertungsmethoden

Alle Formen schriftlicher, mündlicher und praktischer Tests/Prüfungen, Projekte, Darbietungen, Präsentationen und Portfolios, die im Rahmen der Leistungsbeurteilung eines Lernenden verwendet werden und das Erreichen der Lernergebnisse einer Lerneinheit (eines Moduls) nachweisen.

C

Credits (ECTS)

ECTS Credits sind Credits, die den Umfang des Lernens auf Basis definierter Lernergebnisse und des damit verbundenen Arbeitsaufwands abbilden. Den Lernergebnissen und dem damit verbundenen Arbeitsaufwand eines akademischen Jahrs im Vollzeitstudium oder seinem Äquivalent werden 60 Credits zugewiesen. Dies umfasst in der Regel eine Reihe von Lerneinheiten, für die Credits (auf Grundlage der Lernergebnisse und dem damit verbundenen Arbeitsaufwand) zuerkannt werden. ECTS Credits werden grundsätzlich in ganzen Zahlen ausgedrückt.

Credits-Übertragung

Prozess, bei dem die in einem bestimmten Kontext erworbenen Credits zum Zwecke der Erlangung eines Abschlusses in einem anderen Kontext anerkannt werden. Oder ein Prozess, bei dem die im Rahmen eines Studiengangs erworbenen Credits auf die Anforderungen eines anderen Studiengangs angerechnet werden.

D

Diplomzusatz

Beim Diplomzusatz handelt es sich um ein Dokument, das in Ergänzung zu einer Hochschulurkunde eine standardisierte Beschreibung zu Art, Niveau, Kontext, Inhalt und Status des vom Absolventen abgeschlossenen Studiengangs enthält. Er wird von den Hochschulen gemäß der von der Europäischen Kommission, dem Europarat und der UNESCO vereinbarten Standards ausgestellt. Der Diplomzusatz ist außerdem Teil der Europass-Transparenzinstrumente.

Er enthält Informationen zu den folgenden acht Punkten:

  • Inhaber/in des Abschlusses
  • den Abschluss
  • Niveau und Funktion des Abschlusses
  • Inhalt und erzielte Ergebnisse
  • Zertifizierung des Zusatzes
  • Angaben zum betreffenden nationalen Hochschulsystem (von den Nationalen Informationszentren für akademische Anerkennung - NARIC) zur Verfügung gestellt
  • etwaige relevante Zusatzinformationen.

Absolventen aller am Bologna Prozess beteiligten Länder sind dazu berechtigt, den Diplomzusatz unaufgefordert, kostenlos und in einer der europäischen Hauptsprachen zu erhalten.

Dublin-Deskriptoren

Bei den Dublin-Deskriptoren handelt es sich um die Beschreibungen für Studienzyklen Referenzniveaus. Sie wurden 2003 vorgestellt und 2005 als Qualifikationsrahmen des Europäischen Hochschulraums angenommen. Sie bieten generische Aussagen zu typischen Erwartungen in Bezug auf Leistungen und Fähigkeiten in Verbindung mit Abschlüssen, die am Ende eines jeden (Bologna) Studienzyklus oder Referenzniveaus erreicht werden. Die Formulierung der Studienzyklen beschreibt das Kompetenzniveau, nicht die Lernergebnisse, und unterscheidet auf grundsätzliche und allgemeine Weise zwischen den unterschiedlichen Zyklen. Referenzniveaus umfassen die folgenden fünf Aspekte:

  • Wissen und Verstehen
  • Anwendung des Wissens und Verstehens
  • Urteilungsvermögen
  • Kommunikation
  • Fähigkeiten zum lebenslangen Lernen

E

ECTS - Das Europäische System zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen

Ein studierendenzentriertes System zur Akkumulierung und Übertragung von Studienleistungen, das auf der Transparenz des Lernens, der Lehre und der Beurteilungsprozesse basiert. Es fördert die Gestaltung, Durchführung und Evaluation von Studiengängen und die Mobilität von Studierenden durch die Anerkennung von Lernleistungen, Abschlüssen und Studienaufenthalten.

ECVET - Das Europäische Creditsystem für die Berufsbildung

ECVET soll die Anrechnung, Anerkennung und Akkumulierung von Lern- ergebnissen im Hinblick auf den Erwerb eines Abschlusses erleichtern. Es ist ein dezentrales System, an dem sich die Mitgliedstaaten und die Interessenvertreter aus dem Berufsbildungsbereich freiwillig unter Berücksichtigung der nationalen Gesetze und Verordnungen beteiligen. Es bietet einen methodologischen Rahmen für die Beschreibung von Abschlüssen in Einheiten von Lernergebnissen, um die Übertragbarkeit von Credits in Mitgliedstaaten mit anderen Qualifikationssystemen zu gewährleisten. ECVET beruht auf Partnerabkommen für transparente Abschlüsse und gegenseitigem Vertrauen (ECVET, 2010).

Europäischer Hochschulraum (EHR)

Der Europäische Hochschulraum (EHR) wurde im März 2010 anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Bologna Prozesses bei der Konferenz der Hochschulbildungsministerinnen und -minister in Budapest und Wien ins Leben gerufen. Der Europäische Hochschulraum baut auf eines der wichtigsten Ziele des Bologna Prozesses seit seiner Einführung im Jahr 1999 auf, nämlich eine größere Vergleichbarkeit, Kompatibilität, Kohärenz und Attraktivität der Hochschulbildung in Europa sicherzustellen.

Europäischer Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR)

Der Europäische Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen stellt einen gemeinsamen europäischen Referenzrahmen dar, der Mitgliedsländern der Europäischen Union ermöglicht, ihre Qualifikationssysteme miteinander zu verknüpfen. Er wurde am 23. April 2008 vom Europäischen Parlament und vom Rat beschlossen. Der EQR umfasst acht Referenzniveaus auf Grundlage von Lernergebnissen, die in Bezug auf Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten und Kompetenz definiert werden. Damit verlagert sich der Schwerpunkt weg vom Input (Studiendauer, Art der Einrichtung) hin zu dem, was der Inhaber eines Abschlusses tatsächlich weiß und in der Lage ist zu tun. Dadurch sind Abschlüsse aus unterschiedlichen Ländern und Systemen der Europäischen Union besser interpretierbar und verständlicher.

Erasmus+

EU-Programm für Bildung, Ausbildung, Jugend und Sport für den Zeitraum 2014-2020 (Verordnung (EU) Nr. 1288/2013).

Europass-Mobilitätsnachweis

Der Europass besteht aus fünf Dokumenten (Lebenslauf, Sprachenpass, Europass Mobilitätsnachweis, Zertifikatszusatz, Diplomzusatz), die erreichen wollen, dass die Fertigkeiten, Fähigkeiten und Abschlüsse innerhalb Europas klar und leicht verständlich dargestellt werden. Beim Europass-Mobilitätsnachweis handelt es sich um die Dokumentation von Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die in einem anderen europäischen Land erworben wurden. Er wird von den Einrichtungen ausgestellt, die an der Mobilität einer Person beteiligt sind (entsendende und aufnehmende Einrichtung).

F

Flexibilität

Bezieht sich auf Maßnahmen, durch die das Bildungsangebot im Hochschulbereich flexibler wird. Der hinter diesem Konzept stehende Gedanke ist die Öffnung der tertiären Bildung für mehr Menschen und die stärkere Ausrichtung auf eine Vielzahl von Lebenswelten in der modernen Gesellschaft. Der Begriff bezieht sich auch auf Flexibilität bei der Studiengang-/Studienplangestaltung sowie bei den Lern- und Lehransätzen.

Formales Lernen

Formales Lernen bezeichnet einen Lernprozess, der in einem organisierten und strukturierten Kontext stattfindet (im Rahmen von Lernzielen, zeitlichem Lernaufwand oder Lernunterstützung) und typischerweise zu einer Zertifizierung führt. Formales Lernen ist aus Sicht des Lernenden beabsichtigt.

Free Mover - Individueller Mobilitätsteilnehmer

Ein Studierender der an der Credit-Mobilität unabhängig von einem Mobilitätsprogramm für Studierende (wie Erasmus+) teilnimmt. Ein Free Mover wählt eine Gastinstitution aus und organisiert seine Credit-Mobilität an dieser Einrichtung selbst.

G

Gemeinsamer Studiengang

Ein integrierter Studienplan, der gemeinsam von unterschiedlichen Hochschulen koordiniert und angeboten wird und zu einem Doppelabschluss/ Mehrfachabschluss oder einem gemeinsamen Abschluss führt.

H

Hochschulen

Damit sind Einrichtungen gemeint, die Studienprogramme im postsekundären Sektor anbieten, also öffentliche und private Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Akademien, philosophisch-theologische Hochschulen, usw.

I

Informelles Lernen

Lernen aufgrund täglicher Aktivitäten in Verbindung mit Arbeit, Familie oder Freizeit, das nicht im Rahmen von Zielen, Zeit und Lernunterstützung organisiert oder strukturiert ist. Es kann sich aus der Perspektive des Lernenden unbeabsichtigt ereignen. Beispiele von Lernergebnissen informellen Lernens umfassen Fertigkeiten und Fähigkeiten, die durch das Leben und Arbeiten erworben wurden, am Arbeitsplatz erworbene IKT-Kompetenz, erworbene Sprachkenntnisse, die während eines Auslandsaufenthalts erworbene interkulturelle Kompetenz, außerhalb der Arbeit erlangte Kompetenz in den Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Fertigkeiten und Fähigkeiten, die durch freiwillige Arbeit, kulturelle Aktivitäten, Sport, Jugendarbeit und Aktivitäten zuhause wie die Betreuung eines Kindes erworben wurden (Empfehlungen 2012/C 398/01).

J

Joint-Degree – Gemeinsamer Studienabschluss

Ein gemeinsames Studienprogramm, das zu einem einzigen Abschluss führt, der von Hochschulen gemeinsam verliehen wird, und der national als anerkannter Abschluss des gemeinsamen Programms gilt (EQAR, 2015).

K

Kompetenz/Autonomie/Fähigkeit/Kompetenzniveau

Der EQR definiert Kompetenz als die Fähigkeit, Kenntnisse, Fertigkeiten sowie persönliche, soziale und/oder methodische Fähigkeiten in Arbeits- oder Lernsituationen und für die berufliche und persönliche Entwicklung zu nutzen. Im Europäischen Qualifikationsrahmen wird Kompetenz im Sinne der Übernahme von Verantwortung und Selbständigkeit beschrieben.

Ziel aller Bildungs- und Ausbildungsmaßnahmen ist die Förderung von Kompetenzen. Kompetenzen werden im Rahmen aller Kurseinheiten erworben und in unterschiedlichen Phasen des jeweiligen Bildungsprogramms beurteilt. Einige Kompetenzen sind fachgebietsbezogen (spezifisch für ein bestimmtes Studienfach), andere wiederum generisch (relevant für alle Studiengänge). Normalerweise zieht sich der Kompetenzerwerb auf integrierte und zyklische Weise durch das Bildungsprogramm.

Kontinuierliche berufliche Weiterbildung

Der als kontinuierliche berufliche Weiterbildung bezeichnete Aspekt des lebenslangen Lernens beschreibt die Fertigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen, die Einzelne im Rahmen ihrer Arbeit formal und informell erwerben und die auf deren zugrundeliegenden Abschlüssen und Ausbildungen aufbauen. Berufliche Laufbahn und Fortkommen im Arbeitsleben erfordern in zunehmendem Maß kontinuierliches Lernen und den fortgesetzten Erwerb von Kenntnissen, Fertigkeiten und Kompetenzen während der gesamten beruflichen Entwicklung, um auf dem neuesten Stand zu bleiben und um die Sicherheit, Rechtmäßigkeit und Effektivität der Tätigkeit zu gewährleisten. Formale kontinuierliche berufliche Weiterbildung ist eine Anforderung an die berufliche Entwicklung und wird validiert und dokumentiert. Arbeitgeber erwarten in zunehmendem Maße eine formal anerkannte Dokumentation der kontinuierlichen beruflichen Weiterbildung einer Person. Daher ist die kontinuierliche berufliche Weiterbildung ein wichtiger Aspekt im Lehrplan.

Kurseinheit

Eine eigenständige, formal strukturierte Lernerfahrung. Sie sollte neben kohärenten und expliziten Lernergebnissen und angemessenen Beurteilungskriterien auch definierte Lernaktivitäten aufweisen, die mit dem veranschlagten Arbeitsaufwand innerhalb des Lehrplans vereinbar sind.

L

Lebenslanges Lernen

Umfasst alles Lernen während des gesamten Lebens, das der Verbesserung von Wissen, Abschlüssen und Kompetenzen dient und im Rahmen einer persönlichen, bürgergesellschaftlichen, sozialen, bzw. beschäftigungsbezogenen Perspektive erfolgt (Mitteilung der Kommission (2001) 678).

Programme und Dienstleistungen, die zum lebenslangen Lernen im Hochschulbereich beitragen, können unter anderem herkömmliche Studiengänge, Weiterbildung, eine Abendschule, spezielle Programme für Teilzeitlernende, den Zugang zu Bibliotheken und Ressourcen an Hochschulen, Fernstudium, Schulungskurse, gezielte Betreuungs- und Beratungsdienste umfassen.

Leistungsübersicht („transcript of records”)

Die aktuelle Dokumentation des Studienfortschritts Lernender mit Angaben zu den absolvierten Lerneinheiten, der Anzahl der erreichten ECTS Credits und die erzielten Noten. Dabei handelt es sich um einen sehr wichtigen Nachweis zur Dokumentation der Studienleistungen, einschließlich für die Studierendenmobilität. Die meisten Einrichtungen erstellen eine Leistungsübersicht auf Grundlage ihrer institutionellen Datenbanken.

Lerneinheit

Eine eigenständige und formal strukturierte Lernerfahrung (beispielsweise eine Kurs- einheit, ein Modul oder ein Praktikum).

Lernen am Arbeitsplatz/Praktische Ausbildung

Das von einer Universität, Hochschule oder einem anderen Bildungsanbieter durchgeführte Lernen am Arbeitsplatz, normalerweise unter Aufsicht eines Mitarbeiters des beteiligten Unternehmens sowie einer qualifizierten Lehrkraft außerhalb des Unternehmens (Scottish Funding Council, 2015).

Lernender

Eine in den (formalen, nicht formalen oder informellen) Lernprozess einbezogene Person. Studierende sind Lernende, die an einem formalen Lernprozess teilnehmen.

Lernergebnis

Aussage darüber, was ein Lernender weiß, versteht und in der Lage ist zu tun, nachdem er einen Lernprozess abgeschlossen hat. Das Erreichen von Lernergebnissen muss durch ein Beurteilungsverfahren auf Grundlage eindeutiger und transparenter Kriterien erfolgen. Lernergebnisse werden sowohl mit einzelnen Lerneinheiten sowie mit ganzen Studiengängen verknüpft. Sie werden auch in europäischen und nationalen Qualifikationsrahmen verwendet, um das Niveau eines bestimmten Abschlusses zu beschreiben.

Lernmobilität

Unter Lernmobilität versteht man in der Regel die physische Mobilität, im Rahmen derer der Lernende/Studierende an eine Einrichtung in einem anderen Land geht, um dort einen Studiengang in Teilen oder vollständig zu absolvieren. Eine solche Mobilität vollzieht sich größtenteils im Kontext geplanter und organisierter Studiengänge. Die bei dieser Mobilität erworbenen Credits werden formal von der Heimathochschule anerkannt.

Es gibt auch erhebliche Mobilität von Free Movers, die auf Eigeninitiative basiert.

Neben der physischen Mobilität ist es Studierenden in zunehmendem Maße möglich, an virtueller Mobilität teilzunehmen. Diese kann auch durch gemeinsame oder ergänzende Lehrpläne oder im Rahmen von Hochschulen ohne Zulassungsbeschränkungen, offenen Bildungsinhalten, MOOCs oder anderen Online-Materialien organisiert werden.

Lernvereinbarung

Eine formale Vereinbarung zwischen den drei an der Mobilität beteiligten Parteien – dem Studierenden, der Heimathochschule und der Gasthochschule oder der aufnehmenden Organisation/dem aufnehmenden Unternehmen – durch die Credit-Mobilität und deren Anerkennung erleichtert wird. Die Vereinbarung ist von allen drei Parteien vor Beginn der Mobilitätsperiode zu unterzeichnen. Sie stellt eine Vorab-Bestätigung für den Studierenden dar, dass die Credits anerkannt werden, die er erfolgreich während der Mobilitätsperiode erlangt.

Lernwege

Unter Lernwegen versteht man die Richtung, die Lernende einschlagen, um ihr Wissen schrittweise aufzubauen und die angestrebten Kompetenzen zu erwerben. Der Lernweg kann durch die Betreuung und Verordnungen einer Hochschule vorgezeichnet sein (einschließlich der Anerkennung früherer Studienleistungen), und unterschiedliche Lernwege können zur Verleihung des gleichen Abschlusses führen. Das Konzept von „Lernwegen“ betont letztendlich die Wahl Studierender, wie sie ihr angestrebtes Bildungsziel erreichen wollen.

M

MOOCs - Online-Kurse ohne Zugangsbeschränkung mit hohen Teilnehmerzahlen (Massive Open Online Courses)

Kostenlose Kurse ohne Zugangsbeschränkungen, die online mit Unterstützung von Mitstudierenden oder automatischer Hilfe durchgeführt werden. Normalerweise zeichnen sich MOOCs durch hohe Teilnehmerzahlen aus.

Mobilität zum Erwerb eines akademischen Abschlusses

Studierendenmobilität zum Erwerb eines Abschlusses, selbst wenn nur ein Teil des Studiengangs im Ausland absolviert wird, z. B. im Rahmen eines gemeinsam durchgeführten Studiengangs oder eines Studiengangs mit einem gemeinsam verliehenen Abschluss (Mapping University Mobility Project, 2015).

Mobilität zum Erwerb von Credits (Credit-Mobilität)

Die Mobilität eines Austauschstudierenden, der eine zeitlich befristete Periode an einer Gasthochschule verbringt, während der sie/er Aktivitäten unternimmt, für die Credits erworben und von der Heimat- hochschule anerkannt werden.

Mobilitätsfenster

Bei einem Mobilitätsfenster handelt es sich um eine Periode, die für die internationale Studierendenmobilität vorgesehen ist und die Teil des Studienplans eines Studiengangs ist (Ferencz et al., 2013).

Modul

Eine Kurseinheit in einem System, in dem jede Kurseinheit derselben Zahl von Credits oder einem Vielfachen dieser Zahl entspricht.

N

Nationaler Qualifikationsrahmen (NQR)

Qualifikationsrahmen bezeichnet ein Instrument zur Klassifizierung von Qualifikationen anhand eines Bündels von Kriterien zur Bestimmung des jeweils erreichten Lernniveaus; Ziel ist die Integration und Koordination nationaler Qualifikationsteilsysteme und die Verbesserung der Transparenz, des Zugangs, des fortschreitenden Aufbaus und der Qualität von Abschlüssen im Hinblick auf den Arbeitsmarkt und die Zivilgesellschaft (Empfehlungen 2012/C 398/01).

Nationale Qualifikationsrahmen umfassen alle Bildungsabschlüsse – oder, je nach Politik des jeweiligen Landes, alle Abschlüsse im Hochschulbereich – in einem Bildungssystem. Sie geben an, was Lernende wissen, verstehen und in der Lage sein sollen zu tun auf Basis eines bestimmten Abschlusses (von Lernergebnissen) und wie Abschlüsse innerhalb des Systems zusammenhängen, d. h. wie sich Lernende zwischen Abschlüssen in einem Bildungssystem bewegen können.

Nationale Qualifikationsrahmen umfassen alle Bildungsabschlüsse – oder, je nach Politik des jeweiligen Landes, alle Abschlüsse im Hochschulbereich – in einem Bildungssystem. Sie geben an, was Lernende wissen, verstehen und in der Lage sein sollen zu tun auf Basis eines bestimmten Abschlusses (von Lernergebnissen) und wie Abschlüsse innerhalb des Systems zusammenhängen, d. h. wie sich Lernende zwischen Abschlüssen in einem Bildungssystem bewegen können.

Nicht-formales-Lernen

Nicht formales Lernen bezeichnet einen Lernprozess, der im Rahmen planvoller Tätigkeiten (in Bezug auf Lernziele und Lernzeit) stattfindet und bei dem das Lernen in einer bestimmten Form unterstützt wird (z. B. im Rahmen eines Lehrer-Schüler-Verhältnisses); es kann Programme zur Vermittlung von im Beruf benötigten Fähigkeiten, für die Alphabetisierung von Erwachsenen und die Grundbildung für Schulabbrecher umfassen; ausgesprochen typische Beispiele für nichtformales Lernen sind die innerbetriebliche Weiterbildung, mit der Unternehmen die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter verbessern, etwa im IKT-Bereich, strukturiertes Online-Lernen (z. B. durch Nutzung offener Bildungsinhalte) und Kurse, die Organisationen der Zivilgesellschaft für ihre Mitglieder, ihre Zielgruppe oder die Allgemeinheit organisieren.

Notenverteilungsskala/Tabelle

Notenverteilungsskalen zeigen, wie die bestehende nationale oder institutionelle Notenskala in der Hochschule verwendet wird – sei es in Systemen ohne oder mit Zugangsberechtigung – und ermöglichen einen Vergleich mit der statistischen Verteilung von Noten in einer entsprechenden Referenzgruppe einer anderen Einrichtung. Sie repräsentieren eine statistische Verteilung der positiven Noten (bestanden und besser), die in jedem Studienfach in einer bestimmten Einrichtung verliehen werden.

O

Offene Bildungsinhalte (Open Educational Resources - OER)

Digitalisiertes Material, das Lehrkräften, Schülern und Studenten sowie Autodidakten zur Nutzung im Unterricht, beim Lernen und in der Forschung kostenlos angeboten wird und frei zugänglich ist; OER umfassen Lerninhalte, Softwareinstrumente zur Entwicklung, Nutzung und Verbreitung von Inhalten sowie Umsetzungsressourcen wie offene Lizenzen; sie beziehen sich auch auf akkumulierte digitale Assets, die angepasst werden können und einen Nutzen bieten, ohne dass die Nutzungsmöglichkeiten für andere eingeschränkt werden.

P

Praktikum

Ein geplanter Zeitraum für eine Lernerfahrung außerhalb der Hochschule (beispielsweise an einem Arbeitsplatz) zum Erwerb bestimmter Fertigkeiten und Fähigkeiten, Kenntnisse oder Verstehen, die Teil eines Studiengangs ist.

Praktikumszertifikat

Ein von der aufnehmenden Organisation/ vom aufnehmenden Unternehmen ausgestelltes Zertifikat (Zeugnis), das der Lernende nach Abschluss seines Praktikums erhält. Es kann durch weitere Dokumente, wie ein Empfehlungsschreiben, ergänzt werden. Mit dem Praktikumszertifikat soll Transparenz geschaffen und der Wert der Erfahrungen eines Studierenden während des Praktikums dokumentiert werden.

Programm (Bildungsprogramm)

Eine Reihe von Lerneinheiten, basierend auf Lernergebnissen, die für die Verleihung eines bestimmten Abschlusses anerkannt werden.

Q

Qualifikationsrahmen für den Europäischen Hochschulraum (QR-EHR)

Im Europäischen Hochschulraum gibt es Qualifikationsrahmen auf zwei Ebenen. Ein übergeordneter Rahmen (QR-EHR) wurde im Jahr 2005 beschlossen, und alle Mitgliedsländer haben sich dazu verpflichtet, nationale Qualifikationsrahmen zu entwickeln, die vereinbar mit dem übergeordneten Rahmen sind.

Ein nationaler Qualifikationsrahmen für die Hochschulbildung umfasst alle Abschlüsse in einem Hochschulsystem. Er umfasst die erwarteten Lernergebnisse eines bestimmten Abschlusses und zeigt, wie Lernende sich zwischen Qualifikationen bewegen können.

Das Ziel des QR-EHR ist, die nationalen Abschlüsse im Hochschulbereich innerhalb eines übergeordneten europaweiten Qualifikationsrahmens zu organisieren. Innerhalb dieses Rahmens werden Abschlüsse nach unterschiedlichen Komplexitäts- und Schwierigkeitsgraden definiert (Bachelor, Master, Doktorgrad).

Der QR-EHR unterscheidet zwischen vier Hauptzyklen, die von den „Dublin-Deskriptoren“ beschrieben werden. Sie Q P O 74 bieten generische Aussagen zu typischen Erwartungen in Bezug auf Leistungen und Fähigkeiten in Verbindung mit Abschlüssen, die am Abschluss eines jeden Studienzyklus verliehen werden. Der Kurzzyklus sowie die ersten und zweiten Zyklen lassen sich auch durch die Bandbreite der Credits beschreiben.

Qualitätssicherung

Ein Prozess oder eine Reihe von Prozessen, der/die auf nationaler oder institutioneller Ebene durchgeführt wird/werden, um die Qualität von Bildungsprogrammen und anerkannten Abschlüsse sicherzustellen.

Durch Qualitätssicherung soll eine Lern- umgebung gewährleistet werden, bei der Inhalt der Studiengänge, Studienmöglichkeiten und Ausstattung zweckmäßig sind. Qualitätssicherung wird oftmals im Zusammenhang mit kontinuierlicher Verbesserung genannt (d. h. mit Aktivitäten zur Sicherung und Verbesserung der Qualität).

R

Referenzniveaus/Beschreibungen für Studienzyklen

Generische Aussagen zu den wichtigsten zu erwartenden Lernergebnissen für jeden der drei Studienzyklen. Ein gutes Beispiel für allgemeine Beschreibungen für Studienzyklen (Referenzniveaus) sind die sogenannten Dublin-Deskriptoren, die (neben dem ECTS) eine wichtige Grundlage für den Qualifikationsrahmen des Europäischen Hochschulraums bildeten.

S

Studienfortschritt/Regelungen zur Reihenfolge

Der Prozess, über den Lernende von einer Phase einer Qualifikation zur nächsten Phase übergehen und Zugang zu Bildungsprogrammen erhalten, mit denen sie sich auf Abschlüsse eines höheren Niveaus vorbereiten können, als sie bereits absolviert haben.

Studiengang mit akademischem Abschluss/Bachelor-Studiengang

Eine Reihe von Lerneinheiten, durch die der Studierende nach erfolgreicher Erfüllung aller Anforderungen einen Abschluss erwirbt.

Studienordnung

Diese verbindliche Beschreibung des Studiengangs enthält typischerweise das Profil des Studiengangs, die Lernergebnisse, die Qualifikation und damit verbundene Berechtigungen, das Curriculum und die Beschreibung sämtlicher Lerneinheiten. Weiteres sind Zugangsvoraussetzungen, Zugangsbeschränkungen, gegebenenfalls Regelungen zur Reihenfolge der Absolvierung der Lerneinheiten und Zugänge zu weiterführenden Studiengängen enthalten.

Studienzyklus

Eines der Ziele der Bologna Erklärung von 1999 war die „Einführung eines Systems, das sich im Wesentlichen auf zwei Hauptstudienzyklen stützt: einen Studienzyklus bis zum ersten Abschluss („undergraduate”) und einen Studienzyklus nach dem ersten Abschluss („graduate”).“ Im Jahr 2003 wurde unter dem Begriff Promotionsstudium auch das Doktorandenstudium als dritter Studienzyklus in die Bologna Struktur aufgenommen. Der Europäische Hochschulraum (EHR) unterscheidet somit drei Zyklen in der Hochschulbildung (erster, zweiter und dritter Studienzyklus). Alle Abschlüsse im Europäischen Hochschulraum können einem dieser drei Zyklen zugeordnet werden.

Studierendenzentriertes Lernen

Ein Lernansatz, der sich durch innovative Lehrmethoden auszeichnet und bei dem die Förderung des Lernprozesses durch die Kommunikation von Lehrkräften und Studierenden im Mittelpunkt steht. Dieser Ansatz nimmt Studierende als aktive Teilnehmer an ihrem eigenen Lernprozesses ernst und vermittelt übertragbare Fertigkeiten und Fähigkeiten, wie Problemlösungskompetenz sowie kritisches und reflektierendes Denken (ESU, 2010).

Studierender

Ein in einem formalen Studienprogramm einer Hochschule eingeschriebener Lernender. Hinweis: Die Frage, ob in diesem Leitfaden der Begriff „Studierende“ oder „Lernende“ gewählt werden soll, wurde in aller Ausführlichkeit in der Arbeitsgruppe und mit Interessenvertretern diskutiert. Aufgrund der allgemeinen Verlagerung hin zu flexibleren Lernangeboten wurde beschlossen, dass der Begriff „Lernender“ in den meisten Kontexten zu bevorzugen ist. Es wird jedoch anerkannt, dass die meisten Hochschulsysteme noch immer auf die Bereitstellung von formalen Studiengängen für eine klar definierte Studierendenschaft ausgerichtet sind. Daher wird der Begriff „Studierender“ auf alle Lernenden an Hochschulen angewendet (sei es in Vollzeit oder Teilzeit, per Fernstudium, auf dem Campus oder Lernen am Arbeitsplatz zum Erwerb eines Abschlusses oder der Teilnahme an eigenständigen Lehrveranstaltungen oder Kursen).

U

Übertragung (von Credits)

Bei der Übertragung von Credits handelt es sich um einen Prozess, bei dem die in einem Kontext (Studiengang, Einrichtung) erworbenen Credits zum Erlangen eines Abschlusses in einem anderen Kontext anerkannt werden. Für einen bestimmten Studiengang zuerkannte Credits können auf einen anderen Studiengang übertragen werden, der von derselben oder einer anderen Einrichtung angeboten wird. Die Übertragung von Credits ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Mobilität im Studium. Einrichtungen, Fakultäten oder Fachbereiche können Vereinbarungen treffen, die die automatische Anerkennung und Übertragung von Credits gewährleisten.

V

Validierung

Validierung bezeichnet ein Verfahren, bei dem eine zugelassene Stelle bestätigt, dass eine Person die anhand eines relevanten Standards gemessenen Lernergebnisse erzielt hat und umfasst folgende vier Einzelschritte:

  1. Identifizierung der besonderen Erfahrungen einer Person im Wege eines Gesprächs;
  2. Dokumentierung, um die Erfahrungen der Person sichtbar zu machen;
  3. Formale Bewertung dieser Erfahrungen; und
  4. Zertifizierung der Ergebnisse der Bewertung, die zu einem teilweisen oder vollständigen Abschluss führen kann (Empfehlungen 2012/C 398/01).

Verteilung der Credits/Zuweisung von Credits

Die Verteilung einer bestimmten Anzahl von Credits auf bestimmte Abschlüsse, Studiengänge oder einzelnen Lerneinheiten. Credits werden gegebenenfalls für vollständige Abschlüsse oder Studiengänge laut nationaler Gesetzgebung oder Praxis und mit Bezug auf den nationalen und/oder den europäischen Qualifikationsrahmen vergeben. Sie werden je nach erforderlichem Arbeitsaufwand zum Erreichen von definierten Lernergebnissen für Lerneinheiten vergeben, wie Kurseinheiten (Module), Abschlussarbeiten, praktisches Lernen und Betriebspraktika, wobei 60 Credits für ein akademisches Jahr im Vollzeitstudium zugrunde gelegt werden.

Virtuelle Mobilität

Grenzüberschreitendes Lernen im Rahmen von computergestütztem Lernen (wie etwa die Teilnahme eines Studierenden an einem von einer ausländischen Hochschule angebotenen Fernstudium). Virtuelle Mobilität kann für die Förderung und die Ergänzung physischer Mobilität nützlich sein. Virtuelle Mobilität kann bei der Internationalisierungsstrategie einer Hochschule eine wichtige Rolle spielen (Mapping University Mobility Project, 2015).

Vorlesungsverzeichnis

Das Vorlesungsverzeichnis enthält umfassende, leicht verständliche und aktuelle Informationen über die Lernumgebung einer Hochschule (allgemeine Informationen über die Einrichtung, ihre Ausstattung und Dienste sowie akademische Informationen zur ihren Studiengängen und einzelnen Lerneinheiten), die Studierende vor und während des Studiums zur Verfügung stehen. Somit wird diesen ermöglicht, die richtige Wahl zu treffen und ihre Zeit am effizientesten zu nutzen.

Das Vorlesungsverzeichnis ist auf der Webseite der Einrichtung zu veröffentlichen, wobei die Bezeichnung der Kurse/Fächer in der Landessprache (oder gegebenenfalls Regionalsprache) sowie auf Englisch formuliert werden sollten, damit diese Informatio- nen für alle Interessenten leicht zugänglich sind. Es bleibt der Einrichtung überlassen, welches Format sie für das Vorlesungsverzeichnis wählt und in welcher Reihenfolge sie die Informationen aufführt. Zudem sollte das Vorlesungsverzeichnis im Voraus veröffentlicht werden, damit künftige Studierende ihre Auswahl treffen können.

Z

Zuerkennung von Credits

Die formale Übertragung der Anzahl von Credits, die einem Abschluss und/oder ihren Lerneinheiten zuerkannt sind, an Studierende oder andere Lernende beim Erreichen der definierten Lernergebnisse. Die nationalen Behörden sollten dabei angeben, welche Einrichtungen zur Vergabe von Credits berechtigt sind. Credits werden einzelnen Studierende zuerkannt, die die zum Erreichen der definierten Lernergebnisse erforderlichen Lernaktivitäten abgeschlossen haben und den Nachweis über das Erreichen der Lern- ergebnisse erbracht haben. Wenn Studierende Lernergebnisse in einem anderen formalen, nicht formalen oder informellen Lernkontext oder Zeitrahmen erzielt haben, können die entsprechenden Credits nach einer erfolgreichen Beurteilung und Anerkennung dieser Lernergebnisse zuerkannt werden.