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Sektorbezogene EU-Politik

In den vergangenen Jahrzehnten hat es sich immer stärker gezeigt, dass für die Marktsektoren gleiche Ausgangsbedingungen und gemeinsame Spielregeln, einschließlich Regeln für staatliche Eingriffe, geschaffen werden müssen.

Dies ist auf die verstärkte internationale Arbeitsteilung und die Tatsache zurückzuführen, dass heute nahezu alle Waren- und Dienstleistungsmärkte international ausgerichtet sind oder irgendeiner Art von internationalen Spillover-Effekten unterliegen. In Europa legt die EU die Regeln und Ebenen des Spielfelds fest.

Die Europäische Union setzt Politik in allen Wirtschaftssektoren um. Einige dieser Politikbereiche (gemeinsame Landwirtschaftspolitik, Wettbewerbspolitik) gehen auf die Gründung der Europäischen Gemeinschaft zurück. In anderen Bereichen, wie z. B. der Umweltpolitik oder Kohäsionspolitik, hat sich die Rolle der Europäischen Gemeinschaft im Laufe der Zeit weiterentwickelt, da die Vorteile einer engeren Zusammenarbeit und Koordinierung unter den Mitgliedstaaten klarer hervortreten, internationale Spillover-Effekte immer offensichtlicher zu Tage treten oder sich der Unterschied in den Lebensstandards zwischen den Ländern infolge der sukzessiven Erweiterungsrunden vergrößert hat. In anderen Bereichen, wie z. B. der Energiepolitik, liegt der Großteil der Verantwortung weiterhin bei den Mitgliedstaaten. Beispielsweise hat der Europäische Rat erst 2007 eine "Energiepolitik für Europa" verabschiedet.

Rolle der GD ECFIN


In all diesen sektorbezogenen Bereichen unterstützt die GD ECFIN die Entwicklung einer kosteneffizienten Politik, was bedeutet, dass die entsprechenden Ziele zu geringsten Kosten für die Gesellschaft erreicht und gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung unterstützt und Wirtschaftswachstum und Beschäftigung angeregt werden.

Zu diesem Zweck stellt die GD ECFIN Wirtschaftsanalysen zur Unterstützung der Politikgestaltung bereit und ermutigt andere Generaldirektionen zur Suche nach politischen Optionen, die die beabsichtigten Ergebnisse liefern, indem die Funktionsweise der Märkte verbessert wird, anstatt diesen unnötige Hindernisse in den Weg zu stellen.

Dies bedeutet, dass in der Regel Lösungen bevorzugt werden, bei denen für schädliche Aktivitäten, wie z. B. Verschmutzung, ein zu zahlender Preis festgesetzt und es den einzelnen Wirtschaftsakteuren überlassen wird, entsprechend zu reagieren, gegenüber Interventionsmaßnahmen, durch die besondere Produktionsverfahren vorgeschrieben oder die Art von Waren, die produziert werden dürfen, direkt reguliert werden. Dies liegt daran, dass diese flexibleren Instrumente einer Nichteinmischungspolitik erwiesenermaßen die gleichen oder bessere Ergebnisse liefern als Ansätze, die von einer stärkeren Eingriffnahme gekennzeichnet sind.

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