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Internationale Wirtschaftsfragen

Die weltweiten Interdependenzen haben in den letzten Jahrzehnten insgesamt erheblich zugenommen. Diesen Prozess, der der Europäischen Union wirtschaftlichen Wohlstand gebracht hat, unterstützt die Kommission durch die Erarbeitung von Analysen und politischen Empfehlungen zu internationalen, für die EU relevanten Wirtschaftsfragen und durch die Förderung der weltweiten internationalen Zusammenarbeit.

Die EU hat sich zu einem der weltweit wichtigsten Wirtschaftsmotoren entwickelt: Sie steht für rund 30 % des globalen BIP und 20 % der internationalen Handelsströme, und der Euro ist heute eine der führenden Weltwährungen. Daher herrscht in vielen Teilen der Welt reges Interesse daran, aus den Erfahrungen der EU in Sachen regionale Integration zu lernen.

Die Außenwirtschaftsbeziehungen der EU

Um diesen Prozess der zunehmenden wirtschaftlichen und finanziellen Interdependenzen zu bewältigen, pflegt die Europäische Union Wirtschaftsbeziehungen mit vielen Ländern und Einrichtungen in aller Welt. Dabei geht es ihr letztlich darum, wirtschaftlichen Wohlstand und Stabilität in Europa und, unter Berücksichtigung der Interessen der EU, auch im Rest der Welt zu fördern.

Die Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen der Kommission unterstützt diese Bemühungen, indem sie Analysen und politische Empfehlungen zu internationalen, für die EU relevanten Wirtschaftsfragen erarbeitet und durch die Gestaltung der EU-Außenwirtschaftspolitik und deren Umsetzung die Werte und Grundsätze des europäischen Wirtschaftsrahmens sowie strategische Empfehlungen in anderen Ländern verbreitet. Dies umfasst:

  • Erarbeitung von Wirtschaftsanalysen und politischen Empfehlungen für die Entwicklung und Umsetzung der EU-Außenpolitik, beispielsweise in Bezug auf die Erweiterung, die Europäische Nachbarschaftspolitik, die Östliche Partnerschaft und die Entwicklungspolitik der Union;
  • Verhandlungen und regelmäßige Dialoge zu den wirtschaftlichen Aspekten bilateraler Beziehungen, zum Beispiel mit den EU-Beitrittskandidaten und -Nachbarschaftsländern sowie mit den G-20-Ländern und innerhalb ASEM; regelmäßiger Austausch mit den multilateralen und regionalen Entwicklungsbanken;
  • Sicherstellung der Präsenz der Kommission in multilateralen Wirtschaftsforen (beispielsweise G-7/G-8, G-10, G-20, Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Rat für Finanzstabilität) und internationalen Finanzeinrichtungen (zum Beispiel Internationaler Währungsfonds, Weltbank, Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung);
  • Verwaltung der makrofinanziellen Hilfe für Drittländer; Kontaktaufnahme mit anderen Generaldirektionen, die für die Haushaltsunterstützung im Rahmen der verschiedenen Außenhilfeprogramme zuständig sind, um eine einheitliche Herangehensweise an die Gestaltung des politischen Rahmens und die Umsetzung der politischen Maßnahmen sowie die Koordinierung mit anderen internationalen Finanzeinrichtungen sicherzustellen.

Die bei diesen Tätigkeiten gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen fließen auch in Analysen und politische Empfehlungen ein, die zur Entwicklung politischer Maßnahmen in der EU herangezogen werden, insbesondere in Bezug auf globale Wirtschaftsentwicklungen und ihre potenziellen Auswirkungen auf die WWU, die internationale Rolle des Euro, die Reform des internationalen Währungssystems, die Entwicklung weltweiter außenwirtschaftlicher Ungleichgewichte, die Außenrepräsentation der Europäischen Union und länderspezifische Wirtschaftsfragen.

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