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Internationale Institutionen und Foren

Die Europäische Kommission vertritt die Europäische Union in verschiedenen internationalen Organisationen und Foren, um die politischen Prioritäten der WWU und der EU zu unterstützen. Die immer wichtigere weltweite Rolle des Euro erfordert eine verstärkte und wirksamere Vertretung der Eurozone nach außen.

Die Europäische Kommission gehört verschiedenen internationalen Organisationen und Foren an, wie z. B.:

  • G-7/G-8, G-20;
  • Internationaler Währungsfonds (IWF) und Weltbank;
  • Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

G-7/G-8

Auf den G-7-Treffen kommen die Finanzminister und Zentralbankpräsidenten von Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten von Amerika zusammen, um Fragen der Weltwirtschaft zu erörtern. Der G-8-Gipfel ist ein jährlich stattfindendes Treffen der Staats- und Regierungschefs der G-7-Staaten und Russlands. Ursprünglich waren die G-8-Treffen als Diskussionsforum für Weltwirtschaftsfragen gedacht, mit der Zeit hat sich die erörterte Thematik jedoch wesentlich erweitert, und der Schwerpunkt verlagerte sich von vorrangig makroökonomischen und handelsbezogenen Themen auf eine Reihe von Sicherheits-, Umwelt- und Entwicklungsfragen. Die neue Rolle der G-20 hat zu einer Neuordnung der G-8-Agenda geführt: Politische und globale Fragen (wie Klimawandel und Klimaentwicklung) finden nun mehr Beachtung. Die EU ist vollwertiges G-8-Mitglied und wird durch den Präsidenten des Europäischen Rates und den Präsidenten der Europäischen Kommission vertreten.

G-20

Die G-20 ist ein informelles Forum zur Förderung einer offenen und konstruktiven Diskussion zwischen den Industrie- und Schwellenländern über Schlüsselthemen zur Weltwirtschaftsstabilität. Die G-20 wurde als Reaktion auf die Finanzkrisen Ende der 1990er-Jahre und die zunehmende Erkenntnis gegründet, dass wichtige Schwellenländer innerhalb der globalen Wirtschaftsdiskussionen und Regierungsforen nicht ausreichend vertreten waren. Die EU ist vollwertiges G-20-Mitglied. Sie wird auf Ebene der Staats- und Regierungschefs durch den Präsidenten des Europäischen Rates und den Präsidenten der Europäischen Kommission vertreten. Auf Ministerebene wird die EU durch den turnusmäßigen Ratspräsidenten, die Kommission und die Europäische Zentralbank vertreten.

Bretton-Woods-Institutionen

Die Europäische Union ist im IWF sowie in der Weltbank über ihre Mitgliedstaaten vertreten. Die Europäische Kommission nimmt als Beobachter am Internationalen Währungs- und Finanzausschuss des IWF und am Entwicklungsausschuss der Weltbank teil.

Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)

Im Gründungsabkommen der OECD wird der Europäischen Kommission das Recht zur Teilnahme an der Arbeit der Organisation eingeräumt. Sie besitzt alle Mitgliedschaftsrechte, jedoch kein Stimmrecht. Der Kommissar für Wirtschaft und Währung nimmt am wirtschaftlichen Teil der OECD-Ministertreffen teil.

Multilaterale Entwicklungsbanken

Die Europäische Union ist in den meisten der regionalen Entwicklungsbanken (Afrikanische Entwicklungsbank, Asiatische Entwicklungsbank und Interamerikanische Entwicklungsbank) formal nicht vertreten, wenngleich einige EU-Länder zu den Mitgliedern zählen. Sie ist jedoch in der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) vertreten, deren Anteilseigner sie ist.

Vertretung der Eurozone nach außen

Angesichts der globalen Reichweite des Euro besitzt die Eurozone eine erhöhte Verantwortung in Bezug auf die Stabilität der Weltwirtschaft. Daher ist es für die Eurozone wichtig, in ihrem Beitrag zur internationalen Politikgestaltung eine gemeinsame Ansicht zu vertreten. Die Kommission befürwortet seit langem eine bessere Abstimmung, um in internationalen Wirtschafts- und Finanzinstitutionen und -foren eine wirksame Vertretung der Eurozone nach außen sicherzustellen. Die Kommission sowie die meisten EU- und internationalen Partner sind der Auffassung, dass die Eurozone – langfristig gesehen – eine einheitliche oder gemeinsame Vertretung anstreben muss, um die ihrem wirtschaftlichen Gewicht entsprechende Rolle in der internationalen Wirtschafts- und Finanzwelt wahrzunehmen.

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