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Euro-Noten und -Münzen

Die Einführung des Euro – zunächst 1999 als virtuelles Zahlungsmittel und später im Jahr 2002 als physische Noten und Münzen – zählt zu den krönenden Errungenschaften der Europäischen Union. Euro-Noten und -Münzen sind nun integraler Bestandteil des alltäglichen Lebens und eine wirtschaftliche Realität.

Jahrelange Planung und Vorbereitung wurde in die Entwicklung des Euro investiert, um ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen ästhetischer Anziehungskraft, praktischen Abmessungen und Sicherheitsmerkmalen zu finden. Ergebnis dieser Bemühungen waren die sieben Banknoten und acht Münzen, die für die Einführung im Januar 2002 entwickelt wurden.

Die Noten weisen in allen Ländern des Euro-Raums die gleiche Gestaltung auf. Die Münzen sehen auf einer Seite gleich aus, während die andere Seite landesspezifisch gestaltet ist.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat das alleinige Recht, die Ausgabe von Euro-Banknoten durch die nationalen Zentralbanken des Euro-Raums zu genehmigen. Die Verantwortung für die Herstellung und das Inverkehrbringen von Noten wird gemeinsam von den nationalen Zentralbanken getragen. Die Münzen werden von den Mitgliedstaaten des Euro-Raums in den jährlich von der EZB genehmigten Mengen ausgegeben. Die Herstellung der Münzen obliegt den nationalen Münzanstalten.

Inspiriert durch Griechisch und Latein

Wie alle Währungen hat der Euro einen Namen und ein Zeichen:

  • Der Name – Euro – wurde 1995 vom Europäischen Rat auf seiner Sitzung in Madrid im Rahmen der Vorbereitungen für die gemeinsame Währung gewählt.
  • Das Euro-Zeichen – € – wurde durch den griechischen Buchstaben Epsilon (Є) inspiriert. Er steht auch für den Anfangsbuchstaben des Worts „Europa“ im lateinischen Alphabet, während die beiden parallelen Linien durch das Zeichen Stabilität signalisieren sollen. Die Europäische Kommission organisierte einen internationalen Wettbewerb für die Gestaltung des Euro-Zeichens. Ungefähr 30 Entwürfe wurden geprüft, wobei zehn dieser Entwürfe in der Öffentlichkeit getestet wurden. Das endgültige Design wurde 1995 aus zwei Vorschlägen ausgewählt, die von dem damaligen Kommissionspräsidenten Jacques Santer und dem Kommissar Yves Thibault de Silguy in die engere Wahl gezogen wurden.

Alle Formen und Größen

Durch die verschiedenen Größen und Kontrastfarben sowie die Reliefmuster der Euro-Banknoten sind die Nennwerte – auch für Sehbehinderte – gut erkennbar. Die Noten gibt es im Nennwert von 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro. In die Noten wurden verschiedene Sicherheitsmerkmale eingearbeitet, wie z. B. Wasserzeichen, Sicherheitsfaden und Hologramm, um Fälschungen zu unterbinden und die Erkennung echter Banknoten zu vereinfachen.

Für die Münzen wurden ebenfalls fortschrittliche technische Spezifikationen entwickelt, sodass eine illegale Nachbildung – insbesondere der 1- und 2-Euro-Münzen, äußerst schwierig ist. Die acht Münznennwerte sind 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent sowie 1 Euro und 2 Euro. Sie unterscheiden sich je nach Wert in Größe, Farbe und Stärke.