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Europäische Wirtschaftsprognose - Frühjahr 2011

Aufschwung in Europa bleibt in Fahrt


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Prognosen für EU Mitgliedsländer
Klicken Sie auf das jeweilige Land, um dessesn Prognose zu sehen - EUEU - Euro areaEuro area

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Press release IP/11/565 of 13 May 2011 Übersetzung für diesen Link wählen 

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Data source: Annual macroeconomic database (AMECO)


Audiovisual

Press conference with Commissioner Rehn


Übersicht

Der allmähliche Aufschwung in Europa setzt sich fort. So wird für dieses Jahr ein BIP Wachstum um rund 1¾ %erwartet und für 2012 ein Wachstum von knapp 2 %. Dennoch ist der Wirtschaftsaufschwung von Land zu Land unterschiedlich ausgeprägt. Dazu kommt, dass dieser Aufschwung trotz einiger Verbesserungen auf den Arbeitsmärkten kaum neue Arbeitsplätze schaffen wird. Die Inflation entsprechend dem HVPI soll in den nächsten zwei Jahren ebenfalls steigen. Im Hinblick auf die Staatsfinanzen zeichnet sich ein positiver Trend ab, da die Defizite in den meisten EU Ländern gesunken sind. Die Staatsschulden hingegen bleiben untragbar hoch.

BIP-Wachstum
Im Jahr 2012 soll das BIP Wachstum Prognosen zufolge von den diesjährigen knapp über 1½ % in der Eurozone und 1¾ % in der EU auf rund 2 % in beiden Regionen steigen.

Die zunehmende Geschwindigkeit des Aufschwungs wird durch die Stärkung des weltweiten Wachstums und eine zuversichtliche Haltung der Unternehmen in der EU angetrieben. Ungeachtet der Schwierigkeiten auf einigen Staatsanleihen-Märkten sehen die Bedingungen auf den Finanzmärkten immer besser aus. Auch die Vergabe von Krediten an den Privatsektor hat sich zum Positiven gewandelt.

Das Wachstum wieder ins Gleichgewicht bringen
Nach und nach zeigt sich ein ausgewogeneres Wachstum, da ein breiteres Spektrum an Faktoren die Nachfrage fördert. Das Exportwachstum fördert die Ankurbelung der Investitionen in Geräte, während erwartet wird, dass der Privatkonsum in diesem Jahr leicht zulegen wird und durch die allmähliche Erholung der Arbeitsmärkte, ein mäßiges Einkommenswachstum und eine geringere Sparquote an Tempo zulegen wird.

Aufschwung mit unterschiedlicher Geschwindigkeit
Während Europa als ein Ganzes ständig wachst, bleibt der Wirtschaftsaufschwung ungleichmäßig. So verzeichnen einige Länder, vor allem Deutschland, aber auch einige kleinere, auf den Export ausgerichtete Wirtschaften, eine solide Erholung der Geschäftstätigkeit, und andere wiederum, insbesondere einige Länder in Randlage, hinken noch hinterher. Auch weiterhin dürfte sich der Aufschwung mit unterschiedlicher Geschwindigkeit fortsetzen.

Inflation

Die Inflation der Verbraucherpreise ist seit Herbst infolge eines Anstiegs der Verbrauchsgüterpreise und der Sorge, dass Erdöllieferungen aufgrund politischer Instabilität im Nahen Osten und in Nordafrika unterbrochen werden könnten, drastisch gestiegen. Dennoch konnte die Kerninflation auf rund 1 % gedrosselt werden. Prognosen zufolge soll die Inflation entsprechend dem HVPI dieses Jahr durchschnittlich knapp 3 % in der EU und 2½ % in der Eurozone betragen, um dann auf jeweils rund 2 % und 1¾ % im Jahr 2012 zu sinken.

Arbeitsmärkte

Für beide Regionen wird für dieses Jahr in Bezug auf Beschäftigung ein bescheidenes Wachstum prognostiziert, während die Arbeitslosigkeit in beiden Regionen um rund ½ Prozentpunkt zurückgehen soll. Die Situation ist jedoch von Land zu Land unterschiedlich. So reicht die Arbeitslosenrate von 4-5 % in den Niederlanden und in Österreich bis hin zu 17-21 % in Spanien und den baltischen Ländern.

Staatsfinanzen

Bis auf wenige nennenswerte Ausnahmen lagen die Ergebnisse im Bereich der Staatsfinanzen 2010 allgemein höher als erwartet. So verzeichneten die meisten EU Mitgliedstaaten geringere Defizite als 2009. Das Gesamtstaatsdefizit in der EU (ausgenommen Irland) wird laut Prognosen von rund 6½ % des BIP im Jahr 2010 auf rund 4¾ % im Jahr 2011 und 3¾ % im Jahr 2012 sinken. Die Eurozone dürfte einem ähnlichen Muster folgen, jedoch auf einem etwas niedrigerem Niveau.

Die Schuldenrate hingegen steigt weiterhin und wird 2012 voraussichtlich rund 83 % des BIP in der EU und 88 % in der Eurozone betragen. Dies stellt eine Bedrohung für die langfristige Tragfähigkeit der Finanzen dar.

Risiken

Die Risikobilanz zu den Aussichten in Bezug auf das Wirtschaftswachstum weist nach unten, während jene zur Inflation nach oben weist. Politische Unruhen im Nahen Osten und in Nordafrika sowie die Auswirkungen der Naturkatastrophen in Japan weisen das Potenzial auf, gegenüber dem Basisszenario ein langsameres Wachstum und eine höhere Inflation zu bewirken. Darüber hinaus sind die Finanzmärkte immer noch instabil und bergen somit das Risiko, negative Rückkoppelungsschleifen zu beeinträchtigen.


Nächste Prognosen

Die nächste Zwischenprognose wird im September veröffentlicht, und die nächste umfassende Prognose im November.


Country Forecasts


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