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Vorschläge der EU zur Bevölkerungsalterung

Die Kommunikation der Kommission untersucht die lagfristigen wirtschaftlichen und budgetären Auswirkungen einer alternden Bevölkerung bis 2060.

29/04/2009

Wo liegt das problem?


Der Anteil der alternden Bevölkerung wächst. Allein schon das ist eine erfreuliche Tatsache, die dazu noch wirtschaftliche Vorteile bringt, denn die Nachfrage nach neuen Gütern und Dienstleistungen steigt. Allerdings hat die Sache auch einen Haken.

  • Bereits in den nächsten zehn Jahren wird dieser Vorteil aufgrund der notwendigen öffentlichen Mehrausgaben insbesondere für Rentenleistungen, Gesundheitsfürsorge und Langzeitpflege wohl in allen EU-Mitgliedstaaten deutlich schrumpfen.
  • Die derzeitige Rezession wird das Ihre dazutun..

Wie sieht es konkret aus?


  • Ohne politisches Umdenken wird der erwartete Rückgang der Bevölkerung in erwerbsfähigem Alter das Wachstumspotential Europas dauerhaft belasten und verhindern, dass das produktive Potential der europäischen Bürger voll ausgeschöpft wird
  • Der Abschwung könnte schwerwiegende Wohlstandsverluste zur Folge haben – die Kosten einer anhaltenden Rezession könnten bis zum Jahr 2020 auf 10 % des Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukts steigen.
  • Dadurch kämen die Staatsfinanzen unter Druck, und der EU würde ein schweres Vermächtnis öffentlicher Schulden aufgehalst, so dass sie außerstande wäre, den Bedürfnissen der wachsenden Rentnerbevölkerung Rechnung zu tragen.

Was kann die EU tun?


  • In erster Linie kann die EU die Gegenmaßnahmen koordinieren und den Erfahrungs- und Kommunikationsaustausch zwischen den Behörden erleichtern.
  • Die EU schlägt den nationalen Behörden klare politische Leitlinien für die Bewältigung der Bevölkerungsalterung vor. Angestrebt werden eine blühende und dynamische Wirtschaft, ein Anstieg der Produktivität und gut funktionierende Märkte.
  • Auch das Europäische Konjunkturprogramm sieht konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung der Rezession vor, beispielsweise gezielte und abgestimmte Strategien und umfassende Strukturreformen.
  • Die Reformen dürften die langfristige Tragfähigkeit der Staatsfinanzen gewährleisten und auch den Anstieg der alterungsbedingten Staatsausgaben bremsen.
  • Auf lange Sicht werden sie auch das Vertrauen in die Wirtschaft wieder herstellen.

In welchen politikbereichen kann die EU tätig werden?


Der Gesamtrahmen für die Maßnahmen ist die EU-Strategie für Wachstum und Beschäftigung. Handlungsbedarf besteht in folgenden Bereichen:

  • Renten, Gesundheitsfürsorge und Langzeitpflege
  • Finanzdienstleistungen und Steuern
  • Allgemeine und berufliche Bildung sowie Forschung und Entwicklung