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EU-Erweiterung – fünf Jahre danach

Welche wesentlichen Vorteile bringen mehr EU Mitgliedstaaten mit sich?

20/02/2009.


Im Zuge der letzten Erweiterung traten 12 neue Länder aus Mittel- und Osteuropa sowie aus dem Mittelmeerraum der EU bei, der größte Teil davon (Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, die Slowakei, Slowenien, die Tschechische Republik, Ungarn und Zypern) 2004, die übrigen beiden (Bulgarien und Rumänien) 2007. Zu den spürbaren Auswirkungen zählen:

  • die erhebliche Verbesserung des Lebensstandards in den neuen Mitgliedstaaten;
  • die Zunahme des Handels zwischen den Mitgliedstaaten und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der EU;
  • die Modernisierung der Wirtschaft in den neuen Mitgliedstaaten (hin zu einer dienstleistungs- und wissensgestützten Wirtschaft);
  • neue Investitionsmöglichkeiten für die alten Mitgliedstaaten;
  • die Stabilisierung der Institutionen und der Rechtslage in den beigetretenen Ländern (und dadurch bessere Regulierung des Wettbewerbs, der Märkte usw.);
  • gezielte Investitionen in den neuen Mitgliedstaaten aus den Struktur- und Kohäsionsfondsmitteln der EU.


>> Communication and report


WER HAT EINEN NUTZEN DAVON?

  • Die Erweiterung kommt den Bürgern zugute:

    • in den neuen Mitgliedstaaten durch einen höheren Lebensstandard und neue Arbeitsmöglichkeiten im eigenen Land wie auch im EU-Ausland;
    • in den alten Mitgliedstaaten durch ein größeres Angebot an preiswerteren Produkten und Dienstleistungen.

  • Und sie nutzt den Unternehmen:

    • in den neuen Mitgliedstaaten dank Exportmöglichkeiten sowie Wissenstransfer und Investitionen aus den alten EU-Ländern;
    • in den alten Mitgliedstaaten dank Investitions- und Exportmöglichkeiten sowie einer gestärkten Wettbewerbsfähigkeit.


WELCHE HERAUSFORDERUNGEN LIEGEN VOR UNS?


  • Es muss dafür gesorgt werden, dass die gegenwärtige weltweite Rezession die bislang erreichten Fortschritte nicht zunichte macht.
  • Die Volkswirtschaften der neuen Mitgliedstaaten müssen vollständig integriert werden (u. a. durch eine insgesamt bessere wirtschaftliche Integration in der EU).
  • Die Einkommensunterschiede zwischen alten und neuen Mitgliedstaaten müssen verringert werden.
  • Die Volkswirtschaften der EU müssen weiter reformiert werden, damit die Arbeits-, Produkt- und Finanzmärkte flexibler und die öffentliche Verwaltung effizienter werden.

WIE KÖNNEN DIESE HERAUSFORDERUNGEN BEWÄLTIGT WERDEN?
 


Die EU kann durch die Politikgestaltung und die Bereitstellung von Geldern dazu beitragen, dass neue wie alte Mitgliedstaaten einen Wirtschaftsaufschwung herbeiführen.

  • Politik: Durch den Stabilitäts- und Wachstumspakt und die Strategie für Wachstum und Beschäftigung der EU werden solide öffentliche Finanzhaushalte und Strukturreformen gefördert.
  • Finanzhilfen: Möglichkeiten bieten die Strukturfonds und der Kohäsionsfonds, die Europäische Investitionsbank und die Zahlungsbilanzhilfen der EU.