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DG Interpretation

Videokonferenzen in Kombination mit Sofortnachrichten

Bisher entsprechen die Normen für Videokonferenzen (d. h. ITU-T H.320 in Verbindung mit ISDN-Leitungen oder H.323 auf IP-Netzen) noch nicht den technischen Anforderungen für das Simultandolmetschen, wie sie in der ISO-2603external link Norm und den von zahlreichen professionellen Konferenzdolmetschern angenommenen Richtlinien für neue Technologienexternal link festgelegt sind.

Bei den herkömmlichen Videokonferenzeinrichtungen sind die Videoqualität und die Audiobandbreite beschränkt. Aus diesem Grund ist eine Simultanverdolmetschung von Redebeiträgen, die per Fernschaltung übertragen werden, nicht möglich (d. h. bei denen die Dolmetscher nicht vor Ort anwesend sind). Einige Videokonferenzausrüstungen der neuen Generation, die auf dem Videostandard H.264 und dem Audiostandard AAC-LD basieren, haben die Gesamtqualität zwar erheblich verbessert, dennoch liegt sie immer noch weit unter dem erforderlichen Niveau.

Die GD Dolmetschen kann dann eine Verdolmetschung einer interaktiven Videokonferenz anbieten, wenn Ausrüstung in "Rundfunkqualität" und angemessene Kommunikationsleitungen (mit garantierter Dienstqualität über Satellit oder eine terrestrische Broadcast-IP-Verbindung) zur Verfügung stehen.

Netz-Sitzung

In bestimmten Fällen, in denen nur konventionelle Konferenzeinrichtungen vorhanden sind und in denen die Teilnehmer, die sich nicht vor Ort befinden, die sich die meiste Zeit passiv verhalten (d. h. im Wesentlichen zuhören und nur gelegentlich Fragen stellen oder Anmerkungen machen), kann ein Werkzeug zur Übertragung von "Sofortnachrichten" trotzdem ein gewisses Maß an Interaktivität bieten. Beiträge von Teilnehmern, die sich nicht vor Ort befinden, werden als schriftliche Nachrichten über das Internet an einen Computer geschickt, der sich am selben Ort wie die Dolmetscher befindet. Die Fragen, die auf dem Hauptrechner im Sitzungssaal erscheinen, werden werden laut vorgelesen und verdolmetscht. Auf diese Weise können auch die Teilnehmer, die sich nicht vor Ort befinden, von der Simultanverdolmetschung profitieren (vorausgesetzt die erforderlichen Audiokanäle sind vorhanden).

Von den verschiedenen Werkzeugen für Sofortnachrichten sind "Chatting"-Tools die besten. Aufgrund der Verzögerungen wegen der Speicherung und Weiterleitung durch die Mail-Server können die üblichen E-Mail-Programme nicht verwendet werden. Einige Formen von Sofortnachrichtensystemen, wie die T.120-konformen bieten zusätzliche Funktionen wie gemeinsame Benutzung von Anwendungen, “White board”-Technologie und Dateiübertragung.

Weitere Informationen können Sie per E-Mail an scic-newtech@ec.europa.euexternal linkanfordern.