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DG Interpretation

Rückblick

Die Generaldirektion Dolmetschen, vormals der Gemeinsame Dolmetscher- und Konferenzdienst (nach der französischen Abkürzung auch SCIC genannt), hat sich von Anfang mit der Europäischen Union (und vorher der Europäischen Gemeinschaft) entwickelt und mit jeder Erweiterung Schritt gehalten.

2005: Die Europäische Kommission nimmt ihre erste umfassende Rahmenstrategie für Mehrsprachigkeit an. Diese Strategie befasst sich unter anderem mit dem Erlernen von Sprachen, der Rolle der Mehrsprachigkeit in der Wirtschaft sowie ihrer Rolle in den Beziehungen zwischen den Bürgern und den Institutionen der EU. Irisch wird ab 2007 (mit gewissen Einschränkungen) als Amtssprache anerkannt. Der Rat der Europäischen Union erkennt regionale Amtssprachen an. Die Mitgliedstaaten können die gelegentliche Übersetzung bzw. Verdolmetschung in diese Sprachen in den europäischen Institutionen finanzieren. Spanien fordert gelegentlich eine Verdolmetschung aus dem Baskischen, dem Galicischen und der in Katalonien, auf den Balearen und in Valencia gesprochenen Sprache.

2004: Am 1. Mai vollzieht sich die Erweiterung - zehn neue Länder und neun neue Sprachen kommen hinzu: Estnisch, Lettisch, Litauisch, Maltesisch, Polnisch, Slowakisch, Slowenisch, Tschechisch und Ungarisch. Es finden regelmäßig Sitzungen in 20 Sprachen statt. Die Europäische Kommission beschließt, die technischen und organisatorischen Kapazitäten der GD Dolmetschen zu stärken und schafft die Direktion D SCIC Konferenzen.

Der Rat der Europäischen Union führt für zahlreiche Arbeitsgruppensitzungen ein neues System ein: das Dolmetschen auf Anfrage. Jan Figel ist das erste Kommissionsmitglied, dessen Portfolio den Bereich “Mehrsprachigkeit” abdeckt.

2003: Im Oktober genehmigt die Europäische Kommission die Umstrukturierung und Stärkung der Verwaltung des Gemeinsamen Dolmetscher- und Konferenzdienstes (SCIC) und schafft die Generaldirektion Dolmetschen. Das intern verwendete Akronym “SCIC” wird beibehalten und für jede der für das nächste Jahr vorgesehenen Sprachen wird ein Dolmetschreferat eingerichtet.

2002 : Die Strategie für den SCIC und die kommende Erweiterung wird vorgelegt. Die Europäische Kommission genehmigt eine Mitteilung von Vizepräsident Kinnock mit dem Titel "Der Konferenzdolmetscherdienst und die Erweiterung. Eine Strategie für den SCIC im Hinblick auf das Jahr 2004".

2000 : Neue Referate werden eingerichtet, um die Vorbereitungen für die Erweiterung und den Einsatz neuer Technologien beim Konferenzdolmetschen voranzutreiben. Ein Programm wird eingeleitet, um mindestens einmal jährlich Zulassungstests für freiberufliche Dolmetscher in den Bewerberländern durchzuführen. Die Zusammenarbeit mit den Hochschulen und die pädagogische Unterstützung werden intensiviert.

1998 : Der SCIC bereitet sich auf die anstehende Erweiterung vor, indem er seine Dolmetscher in den künftigen Amtssprachen ausbildet und mit Hochschulen in Mitgliedstaaten und Bewerberländern zusammenarbeitet.

1997 : Das hauseigene Praktikum zur beschleunigten Ausbildung von Konferenzdolmetschern wird in Anwendung des Subsidiaritätsprinzips abgeschafft, damit sich der SCIC auf seine Kernaufgabe, das Dolmetschen, konzentrieren kann. Auf Veranlassung des SCIC wird eine Reihe von jährlich stattfindenden Konferenzen ins Leben gerufen, an denen nationale Behörden, Hochschulen und Dolmetscherschulen mitwirken, so dass alle wichtigen Akteure aus dem Bereich Dolmetschen zum Erfahrungsaustausch zusammenkommen. Erstmals stellt der SCIC die Dolmetscher für die mehrsprachigen Internet-Chats der Kommissionsmitglieder zur Verfügung.

1995 : Österreich, Finnland und Schweden treten der Europäischen Union bei. Mit den beiden neuen Sprachen Finnisch und Schwedisch erhöht sich die Zahl der Amtssprachen der Union auf 11.

1986 : Beitritt Spaniens und Portugals. Jetzt gibt es neun Amtssprachen: Dänisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Niederländisch, Portugiesisch und Spanisch.

1981 : Beitritt Griechenlands. Griechisch wird zur siebten Amtssprache, und im April 1981 wird die Direktion "Dolmetschen" in den Gemeinsamen Dolmetscher- und Konferenzdienst (SCIC) umgewandelt.
Der SCIC stellt die Dolmetscher für die Kommission, den Rat der Europäischen Union, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss, die Europäische Investitionsbank (Luxemburg) sowie, seit deren Bestehen, für den Ausschuss der Regionen und für die Europäischen Stiftungen, Agenturen und Ämter.

1973 : Beitritt Dänemarks, Irlands und des Vereinigten Königreichs. Die Dolmetscherabteilung wird in eine Direktion umgewandelt. Besondere Aufmerksamkeit wird der Aus- und Fortbildung in den beiden neuen Amtssprachen, Dänisch und Englisch, gewidmet. Es gibt nunmehr sechs Amtssprachen.

Ab 1979 werden auch an den Universitäten der Mitgliedstaaten Fortbildungsmaßnahmen organisiert. Auch Nicht-Mitgliedstaaten bitten um technische Unterstützung, und 1979 wird mit der Ausbildung chinesischer Dolmetscher begonnen.

1964 : Ausbildungsmaßnahmen. In Anbetracht des anhaltenden Mangels an qualifizierten Konferenzdolmetschern mit der gewünschten Sprachenkombination wird erstmals eine interne Fortbildung von Hochschulabsolventen zu Konferenzdolmetschern angeboten.

1958 : Der Vertrag von Rom zur Gründung der EWG und der Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft treten in Kraft. Kommissionspräsident Walter Hallstein richtet die Dolmetscherabteilung ein, in der 15 Dolmetscher tätig sind.

1952 : Die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) wird gegründet. Die Sprachen der Gründungsmitglieder werden zu den vier Amtssprachen erhoben: Deutsch, Französisch, Italienisch und Niederländisch. Die EGKS verfügt über ein kleines Team von Dolmetschern.