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EU liefert der
Türkei Impfstoff zur Bekämpfung der Maul- und
Klauenseuche
Am 4. August 2000 hat die Kommission
beschlossen, der Türkei zur Bekämpfung der Maul- und
Klauenseuche des Typs ASIA 1 in Türkisch Thrakien einen
aus Antigenen der gemeinschaftlichen
MKS-Antigenreserven formulierten trivalenten Impfstoff
zu liefern und damit u. a. die Tierbestände der
Gemeinschaft zu schützen. Die Entscheidung folgt im
Anschluss an ein Hilfeersuchen der türkischen Behörden.
Die Kommission hat sichergestellt, dass die verwendeten
Antigenbestände unverzüglich ersetzt werden. Die EU
verfügt über bedeutende Reserven von Virus-Antigenen,
der Grundlage für die Erzeugung des Impfstoffs. Die
erste Lieferung des trivalenten Impfstoffs gegen das
ASIA-1-Virus der Maul- und Klauenseuche soll heute in
der Türkei eintreffen.
Die EU und die Länder des Balkans
befolgen in bezug auf die Maul- und Klauenseuche eine
Nichtimpfpolitik. Impfstoffe werden nur in Notsituationen
verwendet. Die EU unterhält eine Reserve von etwa 30
Millionen Dosen Impfstoffäquivalent verschiedener Antigene
des Maul- und Klauenseuche-Virus. Diese Antigene werden an
verschiedenen Orten in Frankreich, Italien und dem VK
gelagert.
Ein europäisches Unternehmen hat 1,5
Millionen Dosen von drei verschiedenen Antigenen zu einem
trivalenten Impfstoff verarbeitet. 1,3 Millionen Dosen
dieses Impfstoffs werden in zwei Sendungen, d.h. am 5. und
am 12. September 2000, an die Türkei geliefert. Die
verbleibenden 200 000 Dosen sind eine Reserve für
Notimpfungen für den Fall, dass die Krankheit in anderen
Gebieten des Balkans auftritt.
Die Maul- und Klauenseuche ist eine
hochinfektiöse Viruserkrankung der Wiederkäuer und
Schweine, die im Falle ihres Ausbruchs für die Tierhalter
mit erheblichen wirtschaftlichen Verlusten einhergeht. In
der Regel führt ein Ausbruch der Krankheit unverzüglich zu
Beschränkungen des internationalen Handels mit Tieren und
tierischen Erzeugnissen wie frischem Fleisch, Milch und
bestimmten Milcherzeugnissen, die aus dem befallenen Land
stammen. Die Tierkrankheit stellt für den Menschen keine
Gefahr dar. Die Vertreter der Mitgliedstaaten im Ständigen
Veteriärausschuss haben dem Vorschlag der Kommission zur
Lieferung der Impfstoffe an die Türkei am 19. Juli
zugestimmt.
Veröffentlicht am 06/09/2000
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