EUROPA > European Commission > DG Health and Consumer Protection  Contact | AZ-Index | Search | What's New? | Subscribe | Home 
 
left
  slide
right
transtrans
 

de en fr

Verbraucherpolitik und Gesundheitsschutz

Press releases

Brüssel, 10. Oktober 2001

MKS: Einige Regionen in Großbritannien können wieder Schweinefleisch ausführen

Der Ständige Veterinärausschuss (SVC) billigte heute einen Vorschlag der Europäischen Kommission, mit dem es dem Vereinigten Königreich erstmals nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) erlaubt werden soll, unter strengen Auflagen Schweinefleisch aus bestimmten Gebieten in Großbritannien auszuführen. Die betreffenden Gebiete sind die Inseln im Norden des UK, der größte Teil von Schottland und die Grafschaften im Osten und Westen von Großbritannien. Die Beschränkungen in Nordirland waren bereits am 7. Juni 2001 aufgehoben worden. Der Vorschlag muss in den kommenden Tagen noch von der Kommission genehmigt werden und soll am 22. Oktober in Kraft treten.

„Die Kommission hat konsequent eine Regionalisierungspolitik verfolgt, die unter sehr strengen Auflagen eine Wiederaufnahme von Ausfuhren aus bestimmten Regionen eines betroffenen Landes gestattet, gleichzeitig aber sicherstellt, dass sich die Seuche nicht ausbreiten kann. Dies ist im Laufe der Ausbrüche im Vereinigten Königreich, in Irland, den Niederlanden und Frankreich geschehen, während es gleichzeitig gelang, die Seuche in Irland, den Niederlanden, Frankreich und in großen Teilen des UK zu tilgen. Heute hat die Kommission mit Unterstützung der Mitgliedstaaten beschlossen, einige zusätzliche Regionen im UK freizugeben - Gebiete, die überall frei von MKS gewesen sind. Die Freigabe gilt nur für Schweinefleisch, und die Auflagen verdeutlichen die angesichts des Ausmaßes der Ausbrüche im UK notwendige erhöhte Wachsamkeit", sagte David Byrne in Washington. Er soll dort heute die US-Landwirtschaftsministerin Ann Veneman treffen, um mit ihr unter anderem die in den USA weiterhin infolge von MKS bestehenden Beschränkungen für Einfuhren aus den Niederlanden, Irland, Frankreich und dem UK zu erörtern. Das Internationale Tierseuchenamt (OIE) hat die Niederlande, Irland und Frankreich vor drei Wochen offiziell als MKS-freie Länder, die nicht impfen, anerkannt. Kommissar Byrne fügte hinzu: „Damit können Landwirte aufatmen, die große Probleme hatten, und immer noch gegen die Seuche kämpfen".

Auf der Sitzung des Ständigen Veterinärausschusses (SVC) gab der Vertreter des UK einen umfassenden und vollständigen Überblick über die MKS-Situation in den verschiedenen Gebieten des Vereinigten Königreichs. Die Zahl der Ausbrüche ist in den vergangenen Monaten ständig zurückgegangen. Seit August wurden nur noch neue Fälle in Northumberland und Cumbria festgestellt. Auch aus diesen Regionen wurden seit dem 30. September keine neuen Fälle mehr gemeldet. Die Seuche trat im UK meist bei Schafen und Rindern auf, Schweine waren kaum betroffen.

Ferner kam es seit Beginn der Seuche im Februar 2001 in bestimmten Gebieten zu keinerlei Ausbrüchen bzw. sind diese Gebiete nun seit mehr als drei Monaten MKS-frei. Es ist daher angemessen, den Export von bestimmtem Fleisch von Tieren aus Haltungsbetrieben in diesen Gebieten unter strengen Auflagen zuzulassen.

Im SVC stimmten die Mitgliedstaaten einem Vorschlag der Kommission zu, der die Versendung von frischem Schweinefleisch aus Haltungsbetrieben in den folgenden Gebieten unter strengen Auflagen zulässt:

- Inseln im Norden: Shetland Islands, Orkney Islands und Western Isles

- Schottische Grafschaften: Alle Grafschaften mit Ausnahme der Gebiete an der Grenze zu England sowie Dumfries und Galloway

- Grafschaften im Osten von Großbritannien: Humberside, Lincolnshire, Norfolk, Suffolk, Cambridgeshire, Nottinghamshire, Bedfordshire, Hertfordshire, Buckinghamshire, Surrey, East Sussex, West Sussex, Hampshire, Dorset, Isle of Wight

- Grafschaften im Westen von Großbritannien: Gwynedd (ohne die Insel Anglesey) und Clwyd.

Die wichtigsten Voraussetzungen für die Wiederaufnahme des Exports aus diesen Gebieten sind:

- Die Versendung des entsprechenden Fleisches wird von den zuständigen Veterinärbehörden des Vereinigten Königreiches zugelassen;

- es gab keinen Ausbruch von MKS in der Gruppe von Grafschaften;

- in den 30 Tagen vor dem Transport zum Schlachthaus verblieben die Tiere unter Überwachung der zuständigen Veterinärbehörden in einem einzigen Haltungsbetrieb; dieser befand sich in den aufgeführten Gebieten, im Zentrum eines Kreises mit einem Radius von mindestens 10 km, innerhalb dessen in den letzten 30 Tagen kein Fall von MKS aufgetreten ist;

- es kamen während der letzten 30 Tage vor Schlachtung eines für den Export bestimmten Tieres keine MKS-anfälligen Tiere neu in den Betrieb, dem Ausfuhren gestattet wurden;

- die Tiere wurden innerhalb von weniger als 24 Stunden nach ihrem Eintreffen im Schlachthaus separat von Tieren, die nicht ausgeführt werden dürfen, geschlachtet;

- während der Untersuchungen durch den amtlichen Tierarzt im Schlachthaus wurden keine klinischen oder Post-mortem-Anzeichen von MKS festgestellt;

- das Fleisch der Tiere verblieb nach der Schlachtung mindestens 24 Stunden im Schlachthaus;

- das Frischfleisch muss genau gekennzeichnet sowie separat von Fleisch transportiert und gelagert werden, das nicht für die Versendung außerhalb des Vereinigten Königreichs, mit Ausnahme von Nordirland und der Isle of Man, in Betracht kommt;

- die Einhaltung der oben aufgeführten Auflagen ist von der zuständigen Veterinärbehörde unter Aufsicht der zentralen Veterinärbehörden zu kontrollieren; letztere übermitteln den anderen Mitgliedstaaten und der Kommission eine Liste der Einrichtungen, die sie in Anwendung der genannten Bestimmungen zugelassen haben.

Der SVC war ferner bereit, unter bestimmten Voraussetzungen den Export bestimmter Milchprodukte aus dem Vereinigten Königreich zu genehmigen, wenn diese einen Reifungsprozess (einschließlich Säuerung) durchliefen, und die für gefrorenes Rindersperma geltenden Ausnahmebestimmungen unter denselben strengen Auflagen auf gefrorenes Schweinesperma auszudehnen.

Der angenommene Vorschlag soll bis zum 31. Dezember 2001 Anwendung finden und regelmäßig vom SVC überprüft werden.

Top

Press releases
LEBENSMITTELSICHERHEIT | ÖFFENTLICHE GESUNDHEIT | VERBRAUCHERFRAGEN | GENERALDIREKTION GESUNDHEIT UND VERBRAUCHERSCHUTZ

 
lefttranspright

 

  printable version  
Public HealthFood SafetyConsumer Affairs