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Verbraucherpolitik und Gesundheitsschutz

Press releases

Brüssel, 27. Juli 2001

Kommission veröffentlicht Ergebnisse des Kontrollprogramms für Schädlingsbekämpfungsmittel 1999

Das Lebensmittel- und Veterinäramt der Europäischen Kommission hat die Ergebnisse des Kontrollprogramms für „Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln 1999" veröffentlicht. In dem Bericht werden die Ergebnisse der Analysen von 40 000 Obst-, Gemüse- und Getreideproben auf Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln erläutert. Mit jedem Test können bis zu 100 oder sogar noch mehr Schädlingsbekämpfungsmittel nachgewiesen werden, was bedeutet, dass rund 4 Millionen Einzelbestimmungen durchgeführt wurden. Die Ergebnisse dieser Tests weisen in zwei Richtungen: Erfreulich ist einerseits die Tatsache, dass 64 % der Proben keine nachweisbaren Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln enthielten und die festgestellten Rückstände in weiteren 32 % unter den jeweiligen Rückstandhöchstwerten lagen. Dem stehen aber andererseits Überschreitungen der zulässigen Höchstwerte bei über 4 % der Proben gegenüber - eine beträchtliche Zunahme gegenüber früheren Jahren.

„Die Kommission ist sehr zufrieden über den sehr hohen Anteil an Proben, in denen keine nachweisbaren Rückstände oder nur Rückstandsgehalte unter den zulässigen Höchstwerten festgestellt wurden. Die bei 4,3 % der Proben festgestellten Überschreitungen der zulässigen Höchstwerte zeigen aber, dass es noch Spielraum für Verbesserungen gibt", kommentierte David Byrne, der für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige Kommissar, den Bericht. „Jede auch noch so geringe Überschreitung der Höchstwerte ist zuviel - selbst wenn damit nicht unbedingt ein Gesundheitsrisiko verbunden ist. Die für Lebensmittel festgesetzten Rückstandshöchstwerte dürfen einfach nicht überschritten werden, und die Erzeuger müssen die festgesetzten Grenzwerte einhalten. Die Kommission und die Mitgliedstaaten müssen sich weiter gemeinsam dafür einsetzen, dass Hersteller und Anwender von Pflanzenschutzmitteln die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen treffen, damit Schädlingsbekämpfungsmittel sicher verwendet werden."

Die Ergebnisse stammen aus den einzelstaatlichen Kontrollprogrammen, die von den Behörden der Mitgliedstaaten durchgeführt werden, und aus einem EU-weiten, von der Europäischen Kommission koordinierten Programm. Die festgestellten Überschreitungen der Höchstwerte sind zwar so gering, dass mit dem Verzehr der betreffenden Erzeugnisse keine unmittelbare Gefahr verbunden ist, bedenklich ist aber, dass die Zahl der Testergebnisse, bei denen die zulässigen Rückstandshöchstwerte überschritten wurden, zugenommen hat. Bei den einzelstaatlichen Programmen wurden in 4,3 % der Proben zu hohe Rückstandswerte festgestellt; beim Kontrollprogramm der Gemeinschaft, bei dem gezielt 4 700 Proben von Blumenkohl, Paprikaschoten, Weizenkörnern und Melonen aus allen EU-Mitgliedstaaten, Island und Norwegen untersucht wurden, lagen sogar 8,7 % der Proben über den Grenzwerten.

Verbesserungsmöglichkeiten

Der Bericht zeigt also, dass bei einem beträchtlichen Anteil frischer Lebensmittel die vorgeschriebenen Grenzwerte nicht eingehalten wurden, was bedeutet, dass es noch viele Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Der hohe Anteil von Proben mit zu hohen Rückstandswerten könnte auf besondere Probleme zurückzuführen sein, die 1999 in Form von Chlormequat-Rückständen in Birnen und Methamidophos-Rückständen in Paprikaschoten aufgetreten sind. Da die Behörden von diesen Problemen wussten, wurden mehr gezielte Tests durchgeführt. In einem kleinen Teil der Proben von Paprikaschoten wurde hohe Methamidophos- und Endosulfanwerte festgestellt, was beim Vergleich mit den durchgeführten Bewertungen des akuten Risikos Anlass zur Sorge gibt. Die am häufigsten nachgewiesenen Schädlingsbekämpfungsmittel sind nach wie vor Fungizide.

Die Proben für die einzelstaatlichen Programme und für das koordinierte EU-Programm wurden bei Einzelhändlern, Großhändlern, auf Märkten, an Grenzkontrollstellen und in der verarbeitenden Industrie genommen. Die nationalen Probenahmepläne berücksichtigen auch Verbrauchsdaten, Produktionszahlen, das Einfuhr/Ausfuhr-Verhältnis und - durch Vergleich mit den Ergebnissen früherer Jahre - die Risiken.

Der vollständige Bericht mit ausführlichen Daten kann eingesehen werden unter: http://ec.europa.eu/food/fs/inspections/fnaoi/reports/pesticides/mon_rep/index_en.html

Veröffentlicht am 02/08/2001

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