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Verbraucherpolitik und Gesundheitsschutz

Press releases

Brüssel, 19. Juli 2001

Abgepackte Fleisch- und Wurstwaren sollen besser etikettiert werden

Der Ständige Lebensmittelausschuss hat heute eine positive Stellungnahme abgegeben zu dem Vorschlag der Europäischen Kommission, in dem die Definition des Begriffs „Fleisch" für die Etikettierung von abgepackten Fleischerzeugnissen, wie Fleisch- und Wurstwaren, Fertiggerichten und Fleischkonserven, festgelegt wird 1 . Die einzige gegenwärtig bestehende gemeinschaftliche Definition von Fleisch unterscheidet nicht zwischen Muskeln, Fett und Schlachtnebenprodukten, während Fleisch nach der Vorstellung der Verbraucher im wesentlichen Muskelfleisch ist. Sie erlaubte also keine zufriedenstellende Etikettierung, und mehrere Mitgliedstaaten hatten schon eine Definition von Fleisch für Etikettierungszwecke eingeführt.

„Diese harmonisierte Definition wurde mit dem Ziel ausgearbeitet, durch eine transparentere und genauere Etikettierung von Fleischerzeugnissen die Information der Verbraucher zu verbessern. Ich denke, dass die Verbraucher ein Recht auf die bestmögliche Information über die von ihnen verzehrten Erzeugnisse haben. Die Etikettierung ist ein wesentliches Instrument, um dies sicherzustellen, und meine Priorität ist es, die Möglichkeiten für eine bewusste Kaufentscheidung zu verbessern", stellte das für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige Kommissionsmitglied David Byrne fest. „Die heute erlassene Richtlinie ermöglicht es auch, gewisse aufgrund unterschiedlicher nationaler Definitionen bestehende Handelshemmnisse zu beseitigen."

Die Bestimmungen im Einzelnen

Die Richtlinie enthält eine Reihe von Bestimmungen, die die Information der Verbraucher über abgepackte Fleischerzeugnisse in mehrfacher Hinsicht verbessern.

Sie beschränkt zunächst die Definition von Fleisch auf Muskelfleisch, was eine wesentliche Änderung darstellt. Die anderen zum menschlichen Verzehr geeigneten Teile von Tieren, wie beispielsweise Innereien (Herz, Leber etc.) und Fett, müssen von nun an als solche etikettiert werden und nicht mehr als "Fleisch" 2 .

Es ist jedoch zulässig, dass ein Teil des Fetts, wenn es mit dem Muskelfleisch verbunden ist, innerhalb der in der Definition vorgesehenen Höchstgrenzen dem Fleisch zugeordnet wird.

Die Richtlinie sieht außerdem die systematische Angabe der Tierspezies vor, von der das Fleisch stammt (Rindfleisch, Schweinefleisch etc.). Diese Information ist für die Verbraucher sehr wichtig; sie erlaubt es ihnen, Preisunterschiede zwischen den Erzeugnissen besser nachvollziehen zu können und sich gemäß ihrer persönlichen Ernährungspräferenzen zu entscheiden.

Schließlich nimmt die Richtlinie „Separatorenfleisch" von der Definition von Fleisch aus. Dieses ist bei der Etikettierung gesondert anzugeben; es kann nicht mehr in die Angabe des Fleischanteils von Erzeugnissen, in denen es vorhanden ist, einbezogen werden.

Die Mitgliedstaaten haben diese Richtlinie bis spätestens zum 1. Januar 2003 in nationales Recht umzusetzen. Alle nach diesem Zeitpunkt hergestellten Erzeugnisse müssen also nach diesen neuen Bestimmungen etikettiert sein. Jedoch dürfen die vor diesem Zeitpunkt hergestellten Erzeugnisse, die nach den alten Bestimmungen etikettiert wurden, vermarktet werden, bis die Lagervorräte erschöpft sind.

Veröffentlicht am 20/07/2001

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1 Richtlinie der Kommission zur Änderung der Richtlinie 2000/13/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Etikettierung und Aufmachung von Lebensmitteln.

2

Höchstwerte der Fett- und Bindegewebeanteile für Zutaten, die mit dem Begriff „Fleisch von" bezeichnet werden.

Spezies

Fett (%)

Bindegewebe*** (%)

Säugetiere (ausgenommen Kaninchen und Schweine) und Mischungen von Spezies, bei denen Säugetiere überwiegen

25

25

Schweine

30

25

Vögel und Kaninchen

15

10

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