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Press releases
Brüssel, 2. Juli 2001
Welche Fragen
der öffentlichen Gesundheit und des Verbraucherschutzes
werden während des belgischen Vorsitzes im Vordergrund
stehen?
Für Fragen der
Lebensmittelsicherheit, der öffentlichen Gesundheit und
des Verbraucherschutzes ist Kommissar David Byrne
zuständig.
Lebensmittelsicherheit
Europäische Lebensmittelbehörde
- Nach der formellen Festlegung des
gemeinsamen Standpunkt und der zweiten Lesung im Europäischen
Parlament wird damit gerechnet, dass der Rat den Vorschlag
für eine Verordnung über allgemeine Grundsätze des
Lebensmittelrechts und die Einrichtung einer europäischen
Lebensmittelbehörde annehmen wird. So sollen die
Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die Behörde
ihre Arbeit Anfang 2002 entsprechend den Erklärungen des
Europäischen Rats in Nizza und in Göteborg aufnehmen
kann.
GVO - Der Rat Binnenmarkt, Verbraucherfragen,
Fremdenverkehr und der Rat Umwelt werden demnächst mit den
Gesprächen über ein Paket von Vorschlägen beginnen, das die
Kommission zu Fragen der gentechnisch veränderten
Organismen vorlegen wird. Dabei geht es u. a. um neue
Bestimmungen für Etikettierung und Rückverfolgbarkeit, neue
Bestimmungen für die Zulassung gentechnisch veränderter
Futtermittel und aktualisierte Bestimmungen für die
Zulassung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln und
Lebensmittelzutaten.
Sicherheit von Futtermitteln - Die endgültige
Annahme der Verordnung über tierische Nebenprodukte bzw.
über nicht für den menschlichen Verzehr bestimmtes
tierisches Material genießt höchste Priorität. Der Rat
dürfte bereits im Juli einen gemeinsamen Standpunkt zu
diesem für die Gewährleistung der Sicherheit von
Futtermitteln und damit für die Vermeidung einer
Kontaminierung von Futtermitteln mit BSE, Dioxin usw. ganz
grundlegenden Rechtsakt festlegen, worauf dann die zweite
Lesung im Europäischen Parlament folgen wird.
Näheres hierzu:
http://ec.europa.eu/dgs/health_consumer/library/press/press151_de.html
Lebensmittelhygiene - Hier ist mit wesentlichen
Fortschritten zu rechnen, möglicherweise auch, gegen Ende
des Jahres, mit der Festlegung eines gemeinsamen
Standpunkts zu den von der Kommission im Juli 2000
vorgeschlagenen Hygieneverordnungen. Die erste Lesung im
Europäischen Parlament wird für Oktober erwartet. Die in
vier Verordnungen enthaltenen Vorschläge sind nichts
weniger als eine Revolution bei den Bestimmungen zur
Lebensmittelhygiene und Lebensmittelsicherheit, da die
Hauptverantwortung dafür in allen Phasen der Nahrungskette
den Lebensmittelherstellern übertragen wird. Außerdem sehen
sie effiziente Instrumente für die Gewährleistung der
Lebensmittelsicherheit und die Bewältigung etwaiger
künftiger Lebensmittelkrisen vor. Der Schwerpunkt liegt auf
der Festsetzung von Zielen, wobei der Lebensmittelindustrie
genügend Flexibilität bei der Wahl der Sicherheitsmaßnahmen
eingeräumt wird und ihr diese nicht in jedem Detail genau
vorgeschrieben werden.
Näheres hierzu:
http://ec.europa.eu/dgs/health_consumer/library/press/press64_de.html
Hormone als Wachstumsförderer für
Rinder
- Die Kommission rechnet damit, dass der
Rat Fortschritte machen wird auf dem Weg zu einem gemeinsamen
Standpunkt über einen Vorschlag, der darauf abzielt, die
Verwendung bestimmter Hormone als Wachstumsförderer für
Rinder zu verbieten, da sie für die Verbraucher ein
Gesundheitsrisiko darstellen.
Näheres hierzu:
http://ec.europa.eu/dgs/health_consumer/library/press/press55_en.html
Neue Vorschläge zur Lebensmittelsicherheit - Als
Folgemaßnahme zum Weißbuch über Lebensmittelsicherheit vom
Januar 2000 wird die Kommission eine Reihe neuer Vorschläge
vorlegen, über die der Rat Grundsatzdiskussionen führen
dürfte. Dazu gehören:
- ein Vorschlag für eine überarbeitete
Richtlinie über Zoonosen, die insbesondere Maßnahmen zur
Salmonellenbekämpfung enthält;
- ein Vorschlag für eine Verordnung zur
Harmonisierung und Intensivierung amtlicher Kontrollen im
Bereich der Nahrungs- und Futtermittel;
- ein Vorschlag zur schrittweisen
Eliminierung der vier verbleibenden als Futtermittelzusatz
zugelassenen Antibiotika;
- ein Vorschlag für eine Strategie zur
Verringerung der Dioxinkontamination von Futtermitteln und
Lebensmitteln.
Tiergesundheit - Auf dem Gebiet der Tiergesundheit
wird die Kommission in Kürze einen Vorschlag zur
Überarbeitung der Richtlinie über Maßnahmen zur Bekämpfung
der Maul- und Klauenseuche vorlegen, wobei die Erfahrungen
aus dem jüngsten Ausbruch der Krankheit berücksichtigt
werden sollen. Man geht davon aus, dass die belgische
Präsidentschaft eine Konferenz über MKS veranstalten wird,
wie auf dem Agrarministerrat im April erörtert. Die
Kommission erwartet vom Rat, dass er zu einem gemeinsamen
Standpunkt über den Vorschlag für eine Verordnung zur
Erleichterung des Reisens mit Haustieren in der EU gelangt,
insbesondere zur Harmonisierung der
Gesundheitsanforderungen im Zusammenhang mit
Tollwut.
Tierschutz - Die Vorlage weiterer
Gesetzgebungsinitiativen zum Tiertransport, wie in der
Entschließung des Rates vom Juni 2001 gefordert, wird davon
abhängen, ob wissenschaftliche Gutachten verfügbar sind,
insbesondere zur Ladedichte und zur Transportdauer. Ein
Vorschlag über eine bessere Belüftungs- und
Feuchtigkeitskontrolle in Tiertransportern ist ebenfalls in
Arbeit. Die Kommission wird einen Bericht über
Tierschutzbestimmungen in Drittländern vorlegen.
ÖFFENTLICHE GESUNDHEIT
Tabak - Je nach den Fortschritten der Arbeit im
Europäischen Parlament soll der Rat der Gesundheitsminister
zu einer politischen Einigung und/oder einem gemeinsamen
Standpunkt zum Vorschlag für eine Richtlinie über
Tabakwerbung und entsprechendes Sponsoring gelangen. Der
Vorschlag wurde kürzlich von der Kommission
vorgelegt.
Näheres hierzu:
http://ec.europa.eu/dgs/health_consumer/library/press/press144_en.html
Sicherheit von Blut
- Es wird erwartet, dass der Rat einen
gemeinsamen Standpunkt zur vorgeschlagenen Richtlinie über
hohe Sicherheitsstandards für Blut und Blutbestandteile
festlegt.
Näheres hierzu:
http://ec.europa.eu/health/ph/others/safety_blood/index_de.htm
Aktionsprogramm Öffentliche
Gesundheit
- Die Kommission hofft, dass das
Aktionsprogramm Öffentliche Gesundheit angenommen wird, das
sie als Eckstein ihres künftigen Umgangs mit Determinanten
der öffentlichen Gesundheit ansieht.
VERBRAUCHERSCHUTZ
Finanzdienstleistungen - Die Einigung auf einen
gemeinsamen Standpunkt zur vorgeschlagenen Richtlinie über
den Fernverkauf von Finanzdienstleistungen sieht die
belgische Präsidentschaft als eine ihrer zentralen
Aufgaben. In der Richtlinie werden EU-weit geltende
Standards für den Verkauf von Verträgen über
Lebensversicherungen, Pensionspläne usw. per Telefon, Fax
oder Internet festgelegt, die den bereits in allen anderen
Bereichen des Einzelhandels geltenden Standards
entsprechen. Missbräuchliche Vertriebspraktiken werden
verboten, andere werden eingeschränkt; außerdem werden die
Dienstleister verpflichtet, den Verbraucher vor
Vertragsabschluss umfassend zu informieren, und der
Verbraucher erhält das Recht, während einer Widerrufsfrist
vom Vertrag zurückzutreten.
Faire Handelspraktiken - Es wird davon ausgegangen,
dass der Rat Schlussfolgerungen zu einem von der Kommission
vorgelegten Grünbuch annehmen wird, in dem Möglichkeiten
zur Verbesserung und Aktualisierung der
Verbraucherschutzbestimmungen im Zusammenhang mit
unlauteren Handelspraktiken auf Gemeinschaftsebene
aufgezeigt werden.
Euro - Die Kommission wird weiterhin beobachten, wie
in den Mitgliedstaaten die Verbraucher auf die Einführung
der Euro-Münzen und -Banknoten im Januar 2002 vorbereitet
werden, und dem Rat darüber berichten.
Veröffentlicht am 02/07/2001
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