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Verbraucherpolitik und Gesundheitsschutz

Press releases

Brüssel, 09. April 2001

Tiertransporte: Kommission verabschiedet einen Vorschlag zur Verbesserung der Bedingungen bei Langstreckentransporten von Tieren

Die Europäische Kommission verabschiedete heute einen Vorschlag für neue Bestimmungen für Langstreckentransporte von Pferden, Rindern, Ziegen, Schafen und Schweinen. Der Vorschlag legt wissenschaftlich begründete Standards zur Kontrolle von Belüftung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Straßenfahrzeugen fest, die Tiere über eine Dauer von mehr als acht Stunden transportieren. Die Fahrzeuge müssen mit einem Überwachungs- und Warnsystem für Luftfeuchtigkeit und Temperatur ausgestattet sein. Die neuen Bestimmungen basieren auf wissenschaftlichen Gutachten und einem Bericht der Kommission vom letzten Jahr zu Fragen von Gesundheit und Wohlbefinden bei Langstreckentransporten.

„Ich freue mich, dass wir jetzt konkrete Fortschritte beim Schutz von Gesundheit und Wohlbefinden von Tieren bei Langstreckentransporten machen.", erklärte David Byrne, für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständiger Kommissar. „Langstreckentransporte sollten die Ausnahme sein. Sind sie erforderlich, so ist dafür zu sorgen, dass die Tiere nicht gefährdet werden oder unnötig leiden müssen. Ich möchte dies absolut klar machen: Wir nehmen die Probleme im Zusammenhang mit Tiertransporten sehr ernst und wir werden alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um hier für Verbesserungen zu sorgen. Der heutige Vorschlag ist ein weiterer Schritt in diese Richtung."

Die neuen Bestimmungen stützen sich auf die Stellungnahme des Wissenschaftlichen Ausschusses für Tiergesundheit und Tierschutz. Der Ausschuss kam zu dem Schluss, dass Temperaturbelastungen zu den Hauptproblemen für Gesundheit und Wohlbefinden von Tieren beim Transport zählen. Der Ausschuss legte für die verschiedenen Tierarten die für den Transport annehmbaren Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsbereiche fest. Die Wissenschaftler empfahlen auch, die Fahrzeuge mit einem Überwachungs- und Warnsystem für Temperatur und Luftfeuchtigkeit auszurüsten, damit im Bedarfsfall Abhilfe geschaffen werden kann.

Die Kosten der neuen Bestimmungen, die mit 3 bis 5 % der Gesamtkosten eines Fahrzeugs veranschlagt werden, sind abzuwägen gegen den Nutzen sowohl für das Wohlbefinden der Tiere als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Eine verbesserte Belüftung verringert die Sterbequote während des Transports, die Tiere erreichen ihren Bestimmungsort in einer besseren gesundheitlichen Verfassung.

Der heutige Vorschlag soll die bestehenden Gemeinschaftsvorschriften zum Schutz von Tieren beim Transport auf den neuesten Stand bringen. Bereits nach den bisherigen Vorschriften müssen alle Tiertransporte von amtlich zugelassenen Transportunternehmen durchgeführt werden, dabei sind festgelegte Ladedichten und Fahrzeiten einzuhalten. Tiertransporte über mehr als acht Stunden erfordern u. a. die Genehmigung eines Transportplans, den Einsatz speziell ausgerüsteter Fahrzeuge und die Einhaltung von Ruhezeiten an zugelassenen Aufenthaltsorten zum Füttern und Tränken.

Der Vorschlag wird dem Rat zur Verabschiedung übermittelt. Das Europäische Parlament wird zum Vorschlag der Kommission konsultiert. Verabschiedet der Rat den Beschluss, müssen Neufahrzeuge ab dem 1. Januar nächsten Jahres nach den neuen Bestimmungen ausgerüstet sein. Altfahrzeuge müssen bis zum 31. Dezember 2003 nachgerüstet werden.

Der vollständige Text des Vorschlags ist im Internet zu finden unter http://ec.europa.eu/food/fs/aw/aw_transport_init_de.html

Den Bericht des Wissenschaftlichen Ausschusses für Tiergesundheit und Tierschutz zu den mikroklimatischen Bedingungen in Straßenfahrzeugen für den Tiertransport finden Sie hier:

http://ec.europa.eu/food/fs/sc/scah/out35_en.html

Veröffentlicht am 10/04/2001

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