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Verbraucherpolitik und Gesundheitsschutz

Press releases

Brüssel, den 28. März 2001

MKS : WLA stimmt britischem Krisenplan zu

Der Ständige Veterinärausschuss, der die Mitgliedstaaten der Europäischen Union vertritt, gab heute eine befürwortende Stellungnahme zum Vorschlag der Europäischen Kommission ab, in dem die Bedingungen für die Anwendung des Notimpfungsprogramms für Tiere in Devon and Cumbria (UK) durch die britischen Behörden festgelegt werden. Einerseits bekräftigte der Ausschuss sein hohes Engagement für die Tilgung der Maul- und Klauenseuche, er räumte aber ein, dass in Devon und Cumbria eine besondere epidemiologische Situation vorliegt, da die Seuche dort bei Schafen bereits weit verbreitet ist. Der Ausschuss bestätigte, es gebe keine Unterstützung für ein allgemeines EU-weites Schutzimpfungsprogramm für alle Tiere. Der anstehende Kommissionsvorschlag zur Änderung der Richtlinie des Rates über Gemeinschaftsmaßnahmen zur MKS-Bekämpfung werde jedoch Gelegenheit bieten, alle Fragen, einschließlich der Schutzimpfung, umfassend zu diskutieren. Der Ausschuss kam überein, die Frage einer möglichen Schutzimpfung von Zootieren in einer Sachverständigenarbeitsgruppe am nächsten Freitag und anlässlich der Ratstagung in der morgigen Sitzung der Leitenden Veterinärbeamten aller Mitgliedstaaten zu erörtern.

Der Antrag des Vereinigten Königreichs ist durch die außergewöhnlichen Umstände in den Grafschaften Cumbria und Devon bedingt. In diesen Grafschaften wird eine sehr hohe Zahl von MKS-infizierten Schafen gemeldet, die jedoch keine äußeren Krankheitssymptome aufweisen. Zudem entstehen außergewöhnliche Probleme durch die Keulung einer enorm hohen Zahl von MKS-anfälligen Tieren. Der Ausschuss räumt ein, dass diese außergewöhnlichen Umstände ein außergewöhnliches Vorgehen rechtfertigen. Daher hielt man es für angemessen, den Ausschuss zu ersuchen, die Bedingungen klarzustellen, unter denen eine MKS-Schutzimpfung als zusätzliches Mittel zur Tilgung der Seuche eingesetzt werden kann.

Falls die Impfung durchgeführt wird, werden etwa 180 000 Tiere geimpft und in ihren Tierpässen eindeutig als geimpft gekennzeichnet. Die geimpften Tiere dürfen länger als ein Jahr nach dem letzten Ausbruch im jeweiligen Gebiet nicht aus den Impfgebieten und keinesfalls in andere Mitgliedstaaten verbracht werden, da sie sonst das MKS-Virus auf andere Tiere übertragen könnten, wenn sie infiziert wurden, bevor der volle Impfschutz bestand. Fleisch und Milch dieser Tiere können verwendet werden, sofern sie einer besonderen Behandlung (Pasteurisierung, Reifung) unterzogen werden, die die Vernichtung eines etwaigen MKS-Virus sicherstellt.

Ferner bleiben die Handelsbeschränkungen, die seit dem 21. Februar in Großbritannien gelten, weiterhin in Kraft. Demzufolge dürfen weder lebende Tiere noch unbehandelte Erzeugnisse tierischen Ursprungs, die das MKS-Virus übertragen könnten, außerhalb des Vereinigten Königreichs vermarktet werden.

Greift das Vereinigte Königreich auf die Möglichkeit der Schutzimpfung zurück, stellt es sicher, dass die Mitgliedstaaten und die Kommission über weitere Einzelheiten des geplanten Impfungsprogramms, wie das genaue Gebiet, in dem die Schutzimpfung stattfindet, amtlich informiert werden.

Eines solches Impfungsprogramm hätte natürlich zeitlich und geographisch begrenzte Auswirkungen auf den MKS-Status des Vereinigten Königreichs. Angesichts des Kontrollstandards auf internationaler Ebene wird der international anerkannte Status anderer Mitgliedstaaten als "MKS-frei ohne Impfung" allerdings nicht in Frage gestellt.

Veröffentlicht am 30/03/2001

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