EUROPA > European Commission > DG Health and Consumer Protection  Contact | AZ-Index | Search | What's New? | Subscribe | Home 
 
left
  slide
right
transtrans
 

de en fr nl

Verbraucherpolitik und Gesundheitsschutz

Press releases

Brüssel, 23. März 2001

MKS: Übereinstimmendes Engagement der Mitgliedstaaten, die Impfung nicht wieder einzuführen

Alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union bekräftigten heute auf der Sitzung des Ständigen Veterinärausschusses ihr Engagement für die aktuellen EU-Maßnahmen zur Ausrottung der Maul- und Klauenseuche. Dazu gehören zwei Prioritäten. Zum einen die Tötung und Vernichtung infizierter oder empfänglicher Tiere. Zum anderen die strenge Einschränkung des Transports von Tieren, um die Gefahr einer Ausbreitung des Virus zu minimieren. Für eine allgemeine Impfung der Tiere gibt es keine Zustimmung.

Die Mitgliedstaaten erörterten auch, wie die geltenden allgemeinen Gemeinschaftsbestimmungen, die eine „Suppressivimpfung" erlauben, in der Praxis gehandhabt werden können. Diese Bestimmungen sehen die Impfung einer begrenzten Zahl von Tieren in einem abgegrenzten Gebiet um den Ort eines MKS-Ausbruchs vor, wenn die Zahl der Tiere die verfügbaren Beseitigungskapazitäten übersteigen. Diese sehr spezifische Notimpfung könnte eingesetzt werden, um die Seuchenausbreitung im Gebiet um einen bestätigten Ausbruch zu verhindern. Tiere, die geschlachtet und vernichtet werden sollen, könnten geimpft werden, um einer Weiterverbreitung des Virus vorzubeugen. Da eine Reduzierung der Infektionsgefahr erst nach sechs bis zehn Tagen ab der Impfung einsetzt, wäre ein solches Vorgehen nur sinnvoll, wenn die betroffenen Tiere nicht innerhalb dieser Frist getötet werden können.

In diesem Zusammenhang hat der Ständige Veterinärausschuss auf Antrag der niederländischen Delegation eine befürwortende Stellungnahme zu einem Vorschlag der Europäischen Kommission abgegeben, wonach die Niederlande unter bestimmten, genau definierten Bedingungen 1 eine Notimpfung gegen Maul- und Klauenseuche vornehmen dürfen. Diese "Suppressivimpfung" kann nur an Tieren in identifizierten Betrieben in einem abgegrenzten Gebiet durchgeführt werden, und ausschließlich in Verbindung mit einer raschen und unverzüglichen Tötung der Tiere. Die Niederlande könnten auf diese Möglichkeit zurückgreifen, wenn - im Falle weiterer Ausbrüche der Seuche - ein Engpass bei den Verarbeitungskapazitäten auftritt.

Die Niederlande erklärten heute jedoch im SVA, sie würden diese Möglichkeit für die am 23. März gemeldeten drei bestätigten und vier Verdachtsfälle nicht nutzen. Sie verpflichteten sich zudem, alle geimpften Tiere unverzüglich und auf jeden Fall innerhalb von zwei Monaten zu töten und zu beseitigen.

Die Niederlande werden dafür Sorge tragen, dass vor einer solchen begrenzten Impfaktion die Mitgliedstaaten und die Kommission offiziell über die Einzelheiten des Programms informiert werden.

Veröffentlicht am 29/03/2001

----------------------------------------

1 - geographische Ausdehnung des Gebiets für eine Suppressivimpfung: bis zu 2 km Umkreis um einen gesperrten Betrieb in den Niederlanden.

- Dauer der Impfkampagne: Die Impfungen müssen innerhalb von 48 Stunden abgeschlossen sein.

- Es gilt eine absolute Verbringungssperre für geimpfte Tiere und Produkte von geimpften Tieren.

- Geimpfte Tiere müssen auf besondere Weise gekennzeichnet und eingetragen werden.

Top

Press releases
FOOD SAFETY | PUBLIC HEALTH | CONSUMER PROTECTION | DIRECTORATE GENERAL "HEALTH & CONSUMER PROTECTION"

 
lefttranspright

 

  printable version  
Public HealthFood SafetyConsumer Affairs