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Verbraucherpolitik und Gesundheitsschutz

Press releases

Brüssel, den 22. März 2001

Maul- und Klauenseuche in Irland

Die Europäische Kommission hat heute befristete Schutzmaßnahmen beschlossen, die infolge eines Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche (MKS) in der irischen Grafschaft Louth notwendig geworden sind. Der Transport von lebenden Tieren der Arten, die für die Maul- und Klauenseuche empfänglich sind, ist in ganz Irland verboten. Außerdem dürfen Frischfleisch, Fleischerzeugnisse, Milch, Milcherzeugnisse und andere Produkte von Tieren dieser Arten aus der Grafschaft Louth nicht in den Verkehr gebracht werden, es sei denn, die Erzeugnisse wurden vorher einer entsprechenden Behandlung unterzogen. Fahrzeuge, die für Vieh- und Milchtransporte eingesetzt werden, müssen desinfiziert werden. Diese Entscheidung gilt unverzüglich und bis zum 4. April. Sie wird auf der für den 27. März 2001 anberaumten Sitzung des Ständigen Veterinärausschusses überprüft.

Aus der irischen Grafschaft Louth wurde am 22. März 2001 ein Ausbruch von Maul- und Klauenseuche gemeldet. Die Seuche wurde in einem landwirtschaftlichen Betrieb entdeckt, der in der Überwachungszone um den vor wenigen Wochen entdeckten Ausbruchsherd in Nordirland liegt.

Nachdem die Seuche im Vereinigten Königreich ausgebrochen war, beschränkte die Kommission am 8. März den Transport von Tieren der Arten, die für die Maul- und Klauenseuche empfänglich sind, in der gesamten Europäischen Union. Solche Tiere dürfen nicht zu Viehmärkten oder Sammelstellen gebracht werden, und alle Verbringungen solcher Tiere sind verboten, ausgenommen Direkttransporte zu Schlachthöfen oder unmittelbare Transfers von einem landwirtschaftlichen Betrieb zu anderen, die von den zuständigen Behörden des Ausgangs- wie auch des Zielortes genehmigt werden müssen. Durch diese Maßnahme soll die Verbreitung der MKS im Falle eines Ausbruchs außerhalb des Vereinigten Königreichs weitmöglichst reduziert werden.

Die irischen Behörden haben bereits zusätzliche Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung der Seuche getroffen. Die Kommission hat jedoch heute beschlossen, vorübergehend zusätzliche Schutzmaßnahmen der Gemeinschaft zu erlassen.

Insbesondere wird untersagt:

- lebende empfängliche Tiere (Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine und andere Paarhufer) sowie deren Keimgewebe aus Irland in andere Mitgliedstaaten oder in Drittländer zu verbringen;

- Produkte, insbesondere Frischfleisch und Fleischprodukte, Milch und Milchprodukte, Felle und Häute sowie andere tierische Erzeugnisse dieser Tierarten aus der Grafschaft Louth in andere Teile Irlands, andere Mitgliedstaaten oder Drittländer zu versenden, sofern diese Erzeugnisse nicht vor dem 20. Februar 2001 gewonnen oder so behandelt wurden, dass das Risiko einer Verbreitung des MKS-Virus ausgeschlossen ist (Pasteurisierung und Wärmebehandlung von Milch, Wärmebehandlung von Fleischerzeugnissen, Behandlung von Fellen und Häuten).

Außerdem müssen Fahrzeuge, die für den Transport von Vieh oder Milch eingesetzt werden, desinfiziert werden, und der Transport von Pferden unterliegt gewissen Einschränkungen. Diese Maßnahmen entsprechen dem Konzept, das bereits nach den MKS-Ausbrüchen in Frankreich und den Niederlanden angewandt wurde.

Die Kommission verfolgt die Situation aufmerksam und hat dabei die volle Unterstützung der Veterinärbehörden in Irland und auch in den anderen Mitgliedstaaten. Die Lage wird auf der für den 27. März 2001 anberaumten Sitzung des Ständigen Veterinärausschusses überprüft.

Veröffentlicht am 27/03/2001

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