EUROPA > European Commission > DG Health and Consumer Protection  Contact | AZ-Index | Search | What's New? | Subscribe | Home 
 
left
  slide
right
transtrans
 

de en fr

Verbraucherpolitik und Gesundheitsschutz

Press releases

Brüssel, 14. März 2001

Exportembargo in Drittländern wegen der Maul- und Klauenseuche

Die Notwendigkeit für alle Beteiligten einschließlich der Handelspartner, die Folgen der Maul- und Klauenseuche im Vereinigten Königreich und einem Department in Frankreich aufmerksam zu verfolgen, wird uneingeschränkt anerkannt. Das Prinzip der Verhältnismäßigkeit muss jedoch auch in dieser Situation gewahrt werden. Bislang sind die Fälle von Maul- und Klauenseuche in Europa begrenzt auf nur ein Land und eine Region. Zudem sind diese Fälle miteinander verknüpft und keine isolierten Erscheinungen. Die EU hat strenge Vorkehrungen zur Begrenzung des Auftretens der Seuche getroffen, mit starkem regionalen Akzent. Dieser Grundsatz der Regionalisierung ist in internationalen Veterinärabkommen allgemein anerkannt und wird vom Internationalen Tierseuchenamt unterstützt und von der EU gegenüber Drittländern angewandt.

Zu den Maßnahmen einiger Drittländer sagte David Byrne, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, heute im Europäischen Parlament in Strassburg: „.. Die entschlossenen und raschen Maßnahmen zur Bekämpfung der aktuellen Fälle haben nicht die Anerkennung gefunden, die sie verdient haben. Statt dieses feste Auftreten als positives Zeichen zu sehen, haben Drittländer in vielen Fällen mit Einschränkungen reagiert, die überzogen und unnötig sind. Die Kommission bemüht sich dringend darum, mit den betroffenen Drittländern die Grundlage und Berechtigung dieser Einschränkungen zu klären. Wir werden natürlich die bestehenden Maßnahmen erklären, aufgrund derer solche Einschränkungen nicht notwendig sind. Ich habe bereits Kontakt mit dem US-amerikanischen Agrarminister aufgenommen im Zusammenhang mit den entsprechenden Maßnahmen der USA. Der Minister hat mir versichert, dass diese Maßnahmen so rasch wie möglich überprüft werden. Wir haben uns auf eine sofortige Zusammenarbeit unserer Veterinärdienste und eine gemeinsame Suche nach Lösungen geeinigt. Zum Abschluss haben wir uns gegenseitig zugesagt, in engem Kontakt zu bleiben, bis eine Lösung gefunden ist."

Die EU-Beschlüsse verbieten die Versendung lebender Tiere und nicht behandelter Produkte tierischen Ursprungs aus dem VK und den französischen Departments Mayenne und Orne. Für das restliche Frankreich besteht ein Verbot der Versendung von lebenden Tieren, Samen und Embryos. Alle für die EU geltenden Maßnahmen werden in gleicher Weise auch auf Exporte in Drittländer angewandt.

Die Europäische Kommission wurde außerdem informiert, dass bestimmte Drittländer Maßnahmen gegen Getreideexporte aus dem VK und in einigen Fällen sogar aus der gesamten EU getroffen haben. Marokko hat offiziell Einschränkungen für den Import von Getreide aus dem VK mitgeteilt. Inoffizielle Informationen deuten darauf hin, dass Ungarn, die Slowakei und Tunesien ebenfalls Maßnahmen gegen Getreideimporte erlassen haben. Die Art dieser Einschränkungen ist jedoch noch nicht klar ersichtlich.

Hintergrund:

- Das Internationale Tierseuchenamt in Paris hat einen Kodex in Bezug auf die Maul- und Klauenseuche sowie die notwendigen Maßnahmen für den Handel mit Ländern festgelegt, die von der Maul- und Klauenseuche betroffen sind und keine systematische Impfung betreiben. Solche Maßnahmen folgen in erster Linie dem Grundsatz der Regionalisierung, d. h. sie sollten nur für Gebiete gelten, die von der Maul- und Klauenseuche betroffen sind und für die Einschränkungen in Kraft sind; zum zweiten sind keinerlei Einschränkungen des Getreidehandels vorgesehen.

- In der EU beruht die Politik im Zusammenhang mit MKS auf den Grundsätzen Nicht-Impfung und Regionalisierung im Falle eines Ausbruchs. Derzeit gelten die Maßnahmen im Falle des VK für das ganze Land, im Falle Frankreichs nur für die Departments Mayenne und Orne. Die EU ist mehr als alle anderen daran interessiert, die Maul- und Klauenseuche zu bekämpfen, auszurotten und ihre Verbreitung in andere Teile der EU, aber auch in Drittländer zu stoppen.

- Die Rechtsvorschriften in Bezug auf die Maul- und Klauenseuche sehen keine Einschränkungen des Getreidehandels vor, mit Ausnahme der Ausfuhr aus den Regionen, die betroffen sind oder Einschränkungen unterliegen; für diese gelten in der Tat strenge Transportkontrollen. Der Ständige Veterinärausschuss hat in seiner Erklärung zum Abschluss der Sitzung gestern (13. März) diese Politik bekräftigt.

Veröffentlicht am 16/03/2001

Top

Press releases
FOOD SAFETY | PUBLIC HEALTH | CONSUMER PROTECTION | DIRECTORATE GENERAL "HEALTH & CONSUMER PROTECTION"

 
lefttranspright

 

  printable version  
Public HealthFood SafetyConsumer Affairs