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Verbraucherpolitik und Gesundheitsschutz

Press releases

Brüssel,den 5 März 2001

Lebensmittelqualität, Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelproduktion: Fischler und Byrne stossen die Debatte an

Bei einem Runden Tisch auf hoher Ebene mit Vertretern führender Lebensmittelhersteller und Handelsketten, Verbraucherexperten und Wissenschaftlern haben heute Kommissionsmitglied David Byrne, zuständig für Gesundheit und Verbraucherschutz, und Kommissionsmitglied Franz Fischler, zuständig für Landwirtschaft, Entwicklung des ländlichen Raums und Fischerei, eine Debatte über eine strategische Neuausrichtung der Lebensmittelproduktion und der Lebensmittelpolitik in Bezug auf Qualität, Sicherheit und Kosten angestoßen. Sowohl die Verbraucher als auch die Erzeuger müssten umdenken, so die beiden Kommissionsmitglieder, wenn Initiativen zur Verbesserung der Lebensmittelqualität Erfolg haben sollen. Die Herausforderung besteht darin, den Erwartungen der Verbraucher durch ein entsprechendes Lebensmittelangebot entgegenzukommen und die Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln zu befriedigen. Ausgehend von Ideen, die bei dem heutigen Runden Tisch zur Sprache kamen, haben Herr Byrne und Herr Fischler konkrete Folgemaßnahmen vorgeschlagen, darunter die Veranstaltung ähnlicher Runder Tische in den Mitgliedstaaten und das Einholen von Anregungen und Vorschlägen für gemeinsame Initiativen und eine Konferenz mit dem Europäischen Parlament über Rolle und Aufgaben der Politik im Bereich der Lebensmittelqualität und -produktion.

"Die Verbraucher erwarten, dass die Lebensmittel, die sie kaufen, sicher und gesund sind und dass sie gut schmecken. Als Politiker suchen wir nach Mitteln und Wegen, um im Dialog mit den Verbrauchern und den Interessengruppen der Qualität die ihr gebührende Geltung zu verschaffen. Wir konzentrieren uns darauf, wie wir den Trend zu mehr Qualität und Vielfalt verstärken können. Ich möchte, dass beim Binnenmarkt für Lebensmittel Qualität oberstes Gebot ist", sagte David Byrne bei Vorstellung der Initiative.

"Bei den modernen Produktionsmethoden muss der Verbraucherschutz Vorrang haben; bei dem, was wir von der Landwirtschaft erwarten, hat ein radikaler Wandel eingesetzt. Eine verantwortliche Landwirtschaft muss rentabel aber auch nachhaltig sein - in wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Hinsicht. Wir müssen wieder mehr mit der Natur und nicht gegen sie arbeiten. Bei der Gestaltung der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik werden wir vor allem auf die Signale der Verbraucher hören", so Franz Fischler.

Der Runde Tisch sprach über Fragen im Zusammenhang mit den lokalen, regionalen und globalen Systemen der Lebensmittelproduktion und ihre Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Erzeugern und Verbrauchern. Dabei ging es hauptsächlich darum, herauszufinden, welche Themen weiter untersucht und erörtert werden müssen, und weniger darum, jetzt schon zu definitiven Schlussfolgerungen zu gelangen.

Zu den erörterten Themen gehörten das Verhalten von Verbrauchern und Erzeugern in Bezug auf Preise und Qualität und die wachsende Bedeutung ethischer Werte, wie Umweltschutz, Tierschutz, Tiergesundheit und die soziale Verantwortung.

Der Runde Tisch findet zu einer Zeit statt, in der die Lebensmittelsicherheit angesichts der Verunsicherung der Verbraucher zunehmend im Mittelpunkt des Interesses steht. Zwischen Verbrauchererwartungen und dem, was der Markt bietet, gibt es ein immer krasseres Missverhältnis. Vertreter der Lebensmittelindustrie, der Verbraucher und des Agrarsektors haben die Initiative begrüßt, weil sie zur rechten Zeit kommt und einen Prozess des Umdenkens in die Wege leitet.

Im Kontext der Lebensmittelsicherheit hat der Runde Tisch vor allem die umgehende Einrichtung einer unabhängigen europäischen Lebensmittelbehörde gefordert.

Ausgehend von Überlegungen, die heute geäußert wurden, haben Herr Byrne und Herr Fischler folgende Maßnahmen vorgeschlagen:

  • Ausweitung der Debatte mit Hilfe ähnlicher Runder Tische in den Mitgliedstaaten und Einholen von Anregungen und Vorschlägen für gemeinsame Maßnahmen.
  • Organisation einer EU-weiten, vom Fernsehen übertragenen Debatte und von Internet-Chats über Lebensmittelqualität, Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelproduktion.
  • In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Parlament Organisation einer Konferenz über Rolle und Aufgaben der Politik in diesem Bereich.
  • Organisation einer Konferenz der europäischen Interessengruppen zum Thema Lebensmittelsicherheit.
  • In den Mitgliedstaaten Weiterentwicklung der in einzelnen Sektoren bestehenden Qualitätsinitiativen unter Beteiligung von Verbrauchern, Produzenten und Handel.
  • Förderung weiterer Analysen und Forschungen über diese Themen.
  • Nach einem Jahr anlässlich eines weiteren Runden Tisches auf hoher Ebene Bilanzierung des bis dahin Erreichten.

Die Lebensmittelqualität wird auch das wichtigste Thema auf dem Europäischen Verbrauchertag am 15. März sein. Beide Kommissionsmitglieder erwarten, dass die Verbraucherverbände aus ganz Europa diese Gelegenheit nutzen werden, um der Forderung nach mehr Qualität Nachdruck zu verleihen.

Veröffentlicht am 13/03/2001

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