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Verbraucherpolitik und Gesundheitsschutz

Press releases

Brüssel, 13. Februar 2001

Bewertung des geographischen BSE-Risikos für Botswana, Litauen, Namibia, Nicaragua und Swasiland veröffentlicht

Der Wissenschaftliche Lenkungsausschuss (WLA), der die Europäische Kommission u.a. in der BSE-Problematik berät, hat heute seine Stellungnahme zum geographischen BSE-Risiko in Botswana, Litauen, Namibia, Nicaragua und Swasiland veröffentlicht. Der Lenkungsausschuss kommt zu dem Schluss, dass BSE wahrscheinlich in den Rinderherden Litauens auftritt, dass es aber höchst unwahrscheinlich ist, dass mit dem BSE-Erreger infizierte Rinder in den einheimischen Rinderherden von Botswana, Namibia, Nicaragua und Swasiland vorkommen.

Seit 1993 hat Litauen 1 900 lebende Rinder und 30 800 t Fleisch- und Knochenmehl aus EU-Ländern importiert. Maßnahmen zum Risikomanagement wie Verfütterungsverbot von Fleisch- und Knochenmehl und entsprechende Kontrollen wurden erst unlängst eingeführt. Es gilt daher als sehr wahrscheinlich, dass litauische Rinder mit potentiell BSE-kontaminiertem Futter gefüttert und anschließend infiziert worden sind.

Die Schlussfolgerungen der Risikobewertung für Botswana, Namibia, Nicaragua und Swasiland beruhen auf der Tatsache, dass nach den vorliegenden Daten die Einfuhren potentiell infizierter lebender Rinder oder potentiell kontaminierter Fleisch- und Knochenmehle in diese Länder stets vernachlässigbar gering waren. Da die Systeme in Botswana und Swasiland als „ neutral-stabil" und in Namibia und Nicaragua als „labil" gelten, müsste die Risikobewertung neu überprüft werden, wenn sich herausstellt , dass Einfuhren von Rindern oder von Fleisch- und Knochenmehl stattgefunden haben.

Der WLA empfiehlt, in das künftige Inspektionsprogramm des Lebensmittel- und Veterinäramtes möglichst auch BSE-relevante Aspekte einzubeziehen, um so eine Bestätigung der ihm von den nationalen Behörden der betreffenden Länder zugegangenen Informationen zu erhalten.

Zur Bewertung des geographischen BSE-Risikos in diesen Drittländern wurde das gleiche Konzept herangezogen, das der WLA in seiner Stellungnahme zum geographischen BSE-Risiko im Juli 2000 beschrieben hat (1). In ihrer Stellungnahme vom Juli haben die Wissenschaftler das geographische BSE-Risiko bereits für alle EU-Mitgliedstaaten außer Griechenland und für eine erste Reihe von Drittländern bewertet (2). Die Bewertung für Uruguay wurde im letzten Monat veröffentlicht. Zur Zeit laufen BSE-Risiko-Bewertungen zu weiteren 25 Drittländern, die der Kommission entsprechende Unterlagen übermittelt hatten. Sie werden voraussichtlich nächsten Monat zum nächsten WLA-Treffen Ende März vorliegen.

Der vollständige Wortlaut der Stellungnahme und der detaillierte Bericht sind abrufbar unter:

http://ec.europa.eu/food/fs/sc/ssc/outcome_en.html

(1) siehe IP vom 1. August 2000 unter:

http://ec.europa.eu/dgs/health_consumer/library/press/press66_en.html

(2) Argentinien, Australien, Kanada, Chile, Norwegen, Neuseeland, Paraguay, Schweiz, USA.

Veröffentlicht am 13/02/2001

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