Zögern vor dem Sprung der Selbstständigkeit
04.06.2010
Die Deutschen sind immer weniger am Sprung in die Selbstständigkeit interessiert. Dies geht aus einer heute vorgestellten Eurobarometer-Umfrage zur Einstellung zum Unternehmertum in der EU, den USA, Japan und China hervor. 45 Prozent der Europäer wären gerne ihr eigener Chef. 49 Prozent erklärten , lieber in einem Angestelltenverhältnis arbeiten zu wollen. In Deutschland zogen dagegen 56 Prozent der Befragten ein festes Beschäftigungsverhältnis der Selbständigkeit vor. Zwischen 2000 und 2009 sank der Wunsch nach Selbstständigkeit in Deutschland von 46 auf 41 Prozent. Als Vorteile einer angestellten Arbeit nannten 39 Prozent der Deutschen das feste Einkommen, 17 Prozent die geregelten Arbeitszeiten und 16 Prozent die soziale Absicherung. Sich innerhalb der nächsten fünf Jahre selbständig zu machen, konnten sich 30 Prozent der Deutschen vorstellen (EU25: 28 Prozent).
Der für Unternehmens- und Industriepolitik zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Antonio Tajani, erklärte: „Das unternehmerische Potential Europas wird nicht voll ausgeschöpft. Nur etwa zehn Prozent aller Europäer sind gegenwärtig tatsächlich selbständig. Wenn wir es schaffen könnten, diesen Prozentsatz zu erhöhen, würden wir Millionen neuer, innovativer und kreativer Unternehmen gewinnen, die Arbeitsplätze schaffen und die wirtschaftliche Grundlage Europas stärken und verjüngen.“ In den USA wären ist das Interesse an der Selbstständigkeit 55 Prozent der Bevölkerung deutlich höher als in der EU. Bei den Chinesen ist die Präferenz für die Selbständigkeit mit 71 Prozent am größten, bei den Japanern mit nur 39 Prozent am geringsten ausgeprägt. Männer und junge Menschen lockt die Selbständigkeit mehr als Frauen oder ältere Menschen.
Das Eurobarometer zum Unternehmertum finden Sie hier.
Den vollständigen Text der Pressemitteilung hier.













