Grünes Licht für Online-Werbeunternehmen deutscher Medien
22.01.2010
Drei große deutsche Medienhäuser dürfen gemeinsam Werbung im Internet verkaufen. Die Europäische Kommission genehmigte die geplante Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens vier deutscher Online-Marketingagenturen nach den EU-Wettbewerbsregeln. Beteiligt sind SevenOne Media (71m), eine Tochtergesellschaft von ProSiebenSat1, G + J Electronic Media Service (EMS) und IP Deutschland (IP), beide Tochtergesellschaften der Bertelsmann-Gruppe, sowie Tomorrow Focus Portal (TFP), eine Tochter von Hubert Burda Media. Alle vier Unternehmen verkaufen Online-Werbeflächen für Websites ihrer Muttergesellschaften. Wegen der geringen Marktanteile der beteiligten Unternehmen in der Online-Werbung und der Präsenz starker Wettbewerber wie Google hat die Kommission keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken. Unwahrscheinlich ist auch, dass das neue Unternehmen für wettbewerbswidrige Abstimmungen zwischen den Muttergesellschaften instrumentalisiert wird.
Das Gemeinschaftsunternehmen soll ein neues Produkt entwickeln und verkaufen, mit dem Werbekunden bestimmte Zielgruppen von Internetnutzern besser erreichen. Deren Profile sollen mit Daten erstellt werden, die in einem großen Netz von Partner-Websites gesammelt werden.













