Mehr Reisefreiheit für Zugereisende
04.01.2010 Durchbruch für Bahnreisende in Europa: Mit Beginn des neuen Jahres können europäische Eisenbahnunternehmen ihre Dienste auch im Nachbarland anbieten. Fahrgäste können so einfacher zwischen den Bahnhöfen verschiedener EU-Mitgliedstaaten pendeln. Antonio Tajani, Kommissionsvizepräsident und zuständig für Verkehr sagte dazu: „Dies ist ein neuer Schritt zur Stärkung der europäischen Eisenbahnbranche, für die sich die Europäische Union seit mehreren Jahren engagiert. Die Marktöffnung im grenzüberschreitenden Schienenpersonenverkehr wird sowohl der Bahnbranche wie auch den Fahrgästen zugute kommen. Sie dürfte den Reisenden mehr Auswahlmöglichkeiten verschaffen und zu einem Qualitätssprung bei den Dienstleistungen beziehungsweise zu niedrigeren Preisen führen. Es handelt sich hierbei um eine weitere wichtige Etappe zur Verwirklichung eines integrierten europäischen Eisenbahnraums.“ Alle europäischen Eisenbahnunternehmen erhalten mit Beginn dieses Jahres Zugang zur Schieneninfrastruktur in anderen Mitgliedstaaten. Den Eisenbahnunternehmen und Infrastrukturbetreibern eröffnen sich dadurch neue Geschäftsmöglichkeiten und die Gelegenheit, den Fahrgästen neue, innovative und kundenorientierte Dienste anzubieten. Künftig dürfen alle Eisenbahnunternehmen, die über eine Zulassung und die notwendigen Sicherheitsbescheinigungen verfügen, grenzüberschreitende Verkehrsdienste durchführen. Um realistische wirtschaftliche Bedingungen für den Ausbau dieser Dienste zu schaffen, schließt dies auch das Kabotagerecht für internationale Züge ein, also die Möglichkeit, Fahrgäste an Bahnhöfen in anderen Mitgliedstaaten aufzunehmen und abzusetzen. Einige Einschränkungen können auf nationaler Ebene beschlossen werden, damit öffentliche Dienstleistungsaufträge für den Bahnverkehr wirtschaftlich bleiben. Mehr Informationen dazu erhalten Sie hier.













