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EU fordert internationale Untersuchung des Flugzeugabsturzes in der Ostukraine

18.07.2014 Der Absturz einer malaysischen Passagiermaschine in der Ostukraine mit mehreren Hundert Todesopfern hat bei den Spitzenvertretern der EU Entsetzen ausgelöst.

Kommissionspräsident José Manuel Barroso, EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton fordern eine umgehende Aufklärung und eine internationale Untersuchung der Ursachen der Katastrophe.

"Wir sind tief schockiert vom Absturz des malaysischen Flugzeugs in der Ukraine und dem tragischen Verlust so vieler Menschenleben. Im Namen der EU sprechen wir den Familien der Opfer und den Regierungen der Niederlande, Malaysias und aller anderen betroffenen Länder unser tiefstes Beileid aus. Die Ursachen des Absturzes müssen schnell und gründlich untersucht, Fakten und Verantwortung schnellstmöglich geklärt werden", so Barroso und Van Rompuy in einer gemeinsamen Erklärung am Donnerstagabend. Catherine Ashton fordert zudem einen neuen Anlauf zur Beendigung des Konflikts. "Ohne den Ursachen des Absturzes vorgreifen zu wollen, rufen wir alle Parteien auf, das sinnlose Sterben in der Ostukraine zu beenden, von jeglicher weiterer Eskalation abzusehen und sich auf eine sofortige Waffenruhe zu einigen", sagte Ashton.

Gestern (Donnerstag) war am Spätnachmittag eine Passagiermaschine der Malaysia Airlines mit mehreren Hundert Menschen, darunter auch europäische Staatsbürger, über dem Osten der Ukraine abgestürzt. Es gibt Indizien für einen Abschuss der Maschine. 

Der für Verkehr zuständige Kommissionsvizepräsident Siim Kallas aktivierte am Freitag den EU-Koordinationsrat für Luftfahrtkrisen. In einer Videobotschaft erklärte Kallas:

"Ich möchte noch einmal sagen, dass der Absturz der Malaysian-Airlines-Maschine in der Ukraine, mit dem tragischen Verlust so vieler Leben, uns alle tief schockiert. Unser Beileid gilt den Familien der Opfer.

Was jetzt gebraucht wird, ist eine sofortige und unabhängige Untersuchung zu den Ursachen des Absturzes. Ich rufe alle Beteiligten auf, sich daran zu beteiligen und zu tun, was auch immer sie können, um in dieser wichtigen Aufgabe zu helfen.

In der Praxis bedeutet dies, dass die Ermittler ungehinderten Zugang bekommen zu der Absturzstelle und natürlich zu den "Black Boxes", dem Flugdatenschreiber und Cockpit-Voice-Recorder. Die Öffentlichkeit verlangt ein völlig transparentes und offenes Verfahren.

Ich habe den EU-Koordinationsrat für Luftfahrtkrisen aktiviert, um eine angemessene Koordinierung der Auswirkungen auf den Luftraum und die Sicherheit der Flüge zu gewährleisten. Ich möchte den Fluggästen zur Beruhigung sagen,  dass es sicher ist, zu fliegen.

Aber ich verstehe völlig, dass die Öffentlichkeit ist hungrig nach Fakten. Die Fakten, was mit Flug MH 17 passiert ist, müssen für eine globale öffentliche Kontrolle offengelegt werden.

Und wenn klar werden sollte, dass dieser Absturz absichtlich verursacht wurde, wenn MH17 ohne Rücksicht auf den Tod so vieler unschuldiger Zivilisten aus dem Himmel geschossen wurde, dann werden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden."

Mehr über die European Aviation Crisis Coordination Cell:

Videobotschaft von Kommissionsvizepräsident Kallas:

Wortlaut des Statements der beiden Präsidenten hier  und von Ashton hier

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

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