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Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz: EU-Standards werden an neue Risiken angepasst

06.06.2014 Der heute (Freitag) von der Kommission vorgestellte neue strategische Rahmen für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 2014-2020 soll die mehr als 217 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der EU besser vor arbeitsbedingten Unfällen und Erkrankungen schützen.

Veränderte Arbeitsmuster und neue Risiken machen eine neue Ausrichtung der EU-Strategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz notwendig.

EU-Sozialkommissar László Andor wies darauf hin, dass jedes Jahr über drei Millionen Arbeitnehmer in der EU einen schweren Arbeitsunfall erleiden und 4000 Menschen bei Arbeitsunfällen sterben. "Arbeitsbedingte Unfälle und Erkrankungen gibt es in allen Branchen und Berufen, ganz gleich, ob die Menschen am Schreibtisch oder am Steuer eines Lkw sitzen, in einer Mine oder auf einer Baustelle arbeiten. Damit ist nicht nur persönliches Leid verbunden, es verursacht auch den Unternehmen und der Gesellschaft als Ganzem hohe Kosten. Dieser neue strategische Rahmen soll zu höherer Arbeitsplatzqualität und mehr Arbeitszufriedenheit beitragen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität europäischer Unternehmen, insbesondere kleiner Firmen, verbessern sowie die Kosten für die Systeme der sozialen Sicherheit senken", so Andor.

Die EU-Strategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 2007-2012 trug dazu bei, die Zahl der Arbeitsunfälle, die zu Fehlzeiten von mehr als drei Tagen führten, in der EU um 27,9 Prozent zu senken. 27 Mitgliedstaaten verfügen mittlerweile über eine eigene Strategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, die an den jeweiligen Landeskontext und an zentrale Schwerpunktbereiche angepasst wurde. Die Bewertung der Strategie für die Jahre 2007-2012 verdeutlichte, dass Ziele, Prioritäten und Arbeitsmethoden auf den Prüfstand müssen, damit der strategische Rahmen der EU an veränderte Arbeitsmuster und neue Risiken angepasst werden kann.

Die neue Strategie will die drei wichtigsten Herausforderungen für Gesundheitsschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz  angehen: die Fähigkeit von Kleinst- und Kleinunternehmen zur Einführung wirksamer und effizienter Risikopräventionsstrategien, die Bekämpfung neuer aufkommender Risiken und die Alterung der Erwerbsbevölkerung.

Mehr in der ausführlichen Pressemitteilung.

Pressekontakt: Gabriele Imhoff, Tel.: +49 (30) 2280-2820

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