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EU-Studie zeigt Kreditklemme in der Kreativwirtschaft

07.01.2014 Europas Kreativwirtschaft wird ausgebremst. Ihr droht eine Finanzierungslücke von 13,4 Mrd. Euro in den kommenden sieben Jahren aufgrund fehlender Kredite.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die die EU-Kommission heute (Dienstag) in Brüssel vorgestellt hat.

Diese Lücke entspricht den Investitionen, die unterbleiben, weil Unternehmen mit einer soliden Geschäftsstrategie und gutem Risikoprofil ein Darlehen verweigert wird oder weil sie sich gar nicht erst darum bemühen, da sie keine ausreichenden Sicherheiten anbieten können.

Die EU-Studie beweist, wie leistungsstark Europas Kultur- und Kreativbranche ist: Insgesamt gibt es knapp eine Million Unternehmen in der Kultur-und Kreativbranche in der EU. Die meisten (rund 150 000) sind in Italien angesiedelt, vor allem in Architektur und Design. Deutschland kommt mit knapp 90 000 an dritter Stelle nach Frankreich und vor Großbritannien.

Die Wertschöpfung der Kultur- und Kreativbranche liegt über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. Alle europäischen Kreativunternehmen zusammen haben einen Umsatz von 402 Mrd. Euro und einen Gewinn von 153 Mrd. Euro im Jahr 2010 erwirtschaftet. Deutsche Unternehmen belegen mit einem Umsatz von 68 Mrd. Euro den zweiten Platz nach Großbritannien, die rund 8 Mrd. Euro mehr umsetzen. Allerdings ist die Wertschöpfung der deutschen Kreativbranche EU-weit am höchsten mit 31 Mrd. Euro im Jahr 2010, dicht gefolgt von Großbritannien mit 29 Mrd. Euro.

Die Studie soll helfen, neue EU-Strategien zu erarbeiten, die die Kultur-und Kreativbranche in Europa unterstützen, wie  beispielsweise die neue Bürgschaft des EU-Programms Kreatives Europa. Parallel zur dieser Bürgschaft, die ab 2016 bereitsteht, will die Kommission den Kenntnisstandes von Darlehensgebern und den kreativen Darlehensnehmern verbessern, um eine höhere Kreditwürdigkeit von KMU in der Kultur- und Kreativbranche zu erreichen.

Mehr Informationen in der ausführlichen Pressemitteilung.

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