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Neues Online-Tool zeigt Rückgang der Staatshilfen für Banken

20.12.2013 Der heute (Freitag) veröffentlichte Beihilfeanzeiger der Europäischen Kommission zeigt einen deutlichen Rückgang der Staatshilfen für den Finanzsektor: Die ausstehenden Liquiditätshilfen und Garantien der Mitgliedsstaaten haben sich seit dem Höhepunkt der Finanzkrise 2009 bis Ende 2012 fast halbiert - auf knapp 535 Mrd. Euro.

Zwischen Oktober 2008 und Ende 2012 haben die Mitgliedsstaaten über Liquiditätshilfen und Garantien hinaus fast 592 Mrd. Euro als direkte Kapitalspritzen in Banken und Abbaubanken gepumpt. Die vier Staaten, die die höchsten Kapitalspritzen aufbringen mussten, waren Großbritannien (82 Mrd. Euro), Deutschland (64 Mrd. Euro), Irland (63 Mrd. Euro) und Spanien (60 Mrd. Euro). Im Gegenzug für die Finanzhilfen haben die Mitgliedsstaaten laut Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat bis Ende 2012 rund 125 Mrd. Euro eingenommen – unter anderem in Form von Gebühren und Wertsteigerungen.

Die Mitgliedsstaaten erhöhten ihre Staatshilfen, die nichts mit der Krise zu tun haben, im Jahr 2012 um 3 Mrd. auf insgesamt 67 Mrd. Euro. Diese Mittel fließen vor allem in die regionale Entwicklung, Umweltschutz und Forschung und tragen damit zu den strategischen Zielen Europa 2020 bei.

Der Beihilfeanzeiger erscheint erstmals nicht mehr in gedruckter Form, sondern online auf der Website der Generaldirektion Wettbewerb. Auf Basis der von den Mitgliedsstaaten gelieferten Zahlen können die Daten somit auch unterjährig aktualisiert werden. Interessierte finden auf dieser Website die jeweils aktuellsten Statistiken zu staatlichen Beihilfen in der Europäischen Union.

Der neue Behilfeanzeiger ist hier abrufbar.

Statistiken von Eurostat zur Finanzkrise.

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